- VonLeon Alischschließen
Die Inflationsrate in Hessen ist leicht gestiegen. Besonders Versicherungspreise trieben diese nach oben. Aber auch im Supermarkt wurde es teurer.
Hessen - Im September 2024 war die Inflationsrate in Hessen noch auf einem Langzeittief gewesen (1,2 Prozent). Jetzt ist sie seit April zum ersten Mal wieder gestiegen. Wie das Hessische Statistische Landesamt meldet, betrug die Inflationsrate im Oktober 1,8 Prozent. Die Werte sind vorläufig.
Höhere Inflation: Öl und Butter in Hessen teurer als im Vormonat
Wesentlicher Inflationstreiber im Oktober waren höhere Preise für Dienstleistungen. Im Vergleich zum September stiegen diese um 0,5 Prozent. Besonders auffällig sind deutlich teurere Versicherungspreise für Autos. Diese stiegen laut dem Bundesamt um 31,1 Prozent. Dazu kommen unter anderem höhere Preise in Gaststätten (plus 6,7 Prozent) und sozialen Einrichtungen (plus 9,9 Prozent).
Neben höheren Preisen in der Gastronomie und für Versicherungen stiegen aber auch einige Waren kräftig im Preis an. Besonders prägnant: Butter und Öle. Speisefette und -öle legten um 6,2 Prozent im Preis zu. Butter gar um 11 Prozent. Auch im Juli 2024 war die Butter bereits teurer geworden. Veränderungen, die sich an der Supermarktkasse bemerkbar machen.
Heftig ist hier auch der Vergleich zum Vorjahr: Im Oktober 2023 kosteten Speisfette und -öle noch 20,6 Prozent weniger. Bei der Butter waren es 38,3 Prozent. Insgesamt sind Nahrungsmittel im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt um 2,3 Prozent teurer geworden.
Auch an der Tankstelle höhere Preise in Hessen
Auch Heizöl und Autokraftstoffe legten im Oktober zu. So kostete Heizöl im Vergleich zum September 5,9 Prozent mehr. An der Tankstelle mussten Autofahrer ebenfalls tiefer in die Tasche greifen: Diesel (plus 3,8 Prozent) und Superbenzin (plus 2 Prozent) waren teurer. Auffällig: Fernwärme, Brennholz und Pellets waren allesamt günstiger als im Vormonat.
Im Vergleich zum Vorjahr sind die Energiepreise jedoch gesunken. Das trifft für Heizöl (minus 13,7 Prozent), Erdgas (minus 11,5 Prozent) und Strom (minus 10,6 Prozent) zu. Der Diesel war sogar 13,3 Prozent günstiger als noch im Oktober 2023.
Inflation in Hessen im Oktober: Handypreise gesunken
„Gewinner“ des Oktobers sind zudem einige Elektrogeräte. Handys kosteten 9,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch Computer (minus 9,3 Prozent) und Fernseher (minus 7,8 Prozent) nahmen im Preis deutlich ab.
Die Kerninflation, also die Veränderung des Verbraucherpreisindex ohne Nahrungsmittel und Energie im Vergleich zum Vormonat berechnet, lag den Angaben zufolge im Oktober 2024 bei 2,8 Prozent. (lab)
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