VonCaspar Felix Hoffmannschließen
Nach monatelangem Streit um eine Anleihe über 250 Millionen Euro hat die Preos AG mit Sitz im Frankfurter Opernturm Insolvenz angemeldet.
Frankfurt/Leipzig – Die Büroimmobiliengesellschaft Preos AG mit Sitz im Frankfurter Opernturm hat Insolvenz angemeldet. Wie das Amtsgericht Leipzig am Donnerstag (18. Juli) mitteilte, wurde Rechtsanwalt Rainer M. Bähr von der Kanzlei HWW zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.
Bährs Aufgabe ist es, die Geschäftsführung zu überwachen und das Vermögen im Interesse der Gläubiger zu sichern. Der Insolvenz war ein monatelanger Streit um die Restrukturierung einer Anleihe über 250 Millionen Euro vorausgegangen.
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Bähr bestätigte gegenüber dem Handelsblatt seine Ernennung und sagte, er sei bereits über seine Aufgabe informiert worden und plane ein Treffen mit Preos-Chef Frank Schneider in Leipzig. Zu weiteren Details des Verfahrens äußerte er sich nicht.
Bei der Preos AG ist Bähr kein Unbekannter: Im März war er zum vorläufigen Insolvenzverwalter des Centurion Towers in Frankfurt bestellt worden. Das Bürohochhaus sollte ursprünglich ein ökologisches Vorzeigeprojekt werden.
Obwohl die Preos AG in Frankfurt registriert ist, findet das Insolvenzverfahren in Leipzig statt. Laut Handelsblatt wurde das Gericht davon überzeugt, dass Mitarbeiter und Vorstand von Leipzig aus arbeiten und der Frankfurter Opernturm nur ein formaler Firmensitz ist. (cas)
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