Friedensgesellschaft aktiv am Hessentag

Proteste gegen Bundeswehr auf Hessentag: „Da drüben haben schon kleine Kinder die Panzer bewundert“

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Vor Ort: Die Regionalgruppe der Friedensgesellschaft protestierte gegen die Präsenz der Bundeswehr.
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Auf dem Hessentag in Fritzlar ist auch die Bundeswehr aktiv. Aktivisten protestieren gegen die Präsenz, Besucher finden die Anwesenheit dagegen in Ordnung.

Fritzlar – Mitglieder der Deutschen Friedensgesellschaft Regionalgruppe Nordhessen protestierten gegen die Präsenz der Bundeswehr auf dem Hessentag in Fritzlar. Mit einer „kleinen Aktion“, wie sie selbst sagten. Die Hauptaktion, eine große Demonstration, findet am heutigen Samstag, 25. Mai, statt.

Mit einem Info-Stand und einem aufgeblasenen zerbrochenen Gewehr machte die Gruppe auf Kritik gegen die Bundeswehr aufmerksam. „Da drüben haben schon kleine Kinder die Panzer bewundert“, berichtet Michael Pfleging. Das Hauptanliegen: Jugendliche unter 16 Jahren sollen nicht von der Bundeswehr angeworben werden. Sie kritisieren die Einladung der Bundeswehr von Schulklassen ab Jahrgang acht.

Friedensaktivisten protestieren gegen Bundeswehr auf Hessentag in Fritzlar

„Natürlich würden wir uns wünschen, dass die Bundeswehr alles wieder abbaut“, sagt Michael Schulze von Glaßer. Dafür gingen sie am Freitag auf die Straße: Die Demonstration zog vom Busbahnhof in der Fritzlarer Allee über die Hessentagsstraße zu den Ederauen. „Damit erreichen wir hoffentlich viele Leute.“

Bei den Besuchern des Hessentags sorgt die Präsenz der Bundeswehr in großen Teilen für Zustimmung. „Wir finden das gut, denn wir brauchen die Bundeswehr, um das Land zu verteidigen,“ sagen Darren Schlauß (16) und Goncalo Silva (16).

Ähnlich sieht es Tobias Kröck, Schulleiter aus Kassel: „Ich finde es super, dass die Bundeswehr in Fritzlar ist. Wir lernen sie als wichtigen Arbeitgeber kennen.

Ein demokratisches Land braucht eine Armee zur Landesverteidigung und um als Bündnispartner zu agieren.“ Er besuchte mit mehreren Klassen die Bundeswehr. (Mareike Heihoff)

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