Weltweiter Hype

Barockstadt im Pistazien-Fieber: Das sagen Fuldaer Geschäfte zur Dubai-Schokolade

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Auch in Fulda hat die sogenannte Dubai-Schokolade Einzug gehalten. Seit Wochen ist sie ein viraler Hit in den sozialen Medien. Ob Geschmackstests oder Selbstversuche bei der Herstellung – die exotische Schokolade sorgt überall für Aufsehen.

Fulda - Die Besonderheit? Eine Tafel gefüllt mit Pistaziencreme, Tahini (Sesampaste) und Kadayif, dem fein gewebten Engelshaar, das aus der östlichen Mittelmeer-Dessertkultur stammt. Doch der Genuss hat seinen Preis: Mit durchschnittlich 15 Euro pro Tafel ist sie alles andere als günstig. Dennoch ist die Nachfrage riesig, und mehrere Geschäfte in Fulda haben die Trend-Schokolade ins Sortiment aufgenommen.

Das sagen Fuldaer Geschäfte zur Dubai-Schokolade

„Der feine Vanille-Laden“ in der Rabanusstraße bietet ab heute Mittag, Mittwoch, 20. November, die berühmte Dubai-Schokolade an. „Die 100g-Tafel verkaufen wir für 8,90 Euro. Wir haben viele verschiedene Rezepte ausprobiert, damit wir die Dubai-Schokolade günstiger anbieten können. Ich würde keine Schokolade auf den Markt bringen, die über zehn Euro kostet“, erklärt Geschäftsführer Johannes Hess.

„Jeder möchte die Dubai-Schokolade einmal probieren, deswegen ist die Nachfrage im Moment extrem hoch. Das wird aber nicht so bleiben. Nach Weihnachten wird der Hype vorbei sein“, schätzt Hess die Situation ein. „Ja, es ist ein Trend, der künstlich über die Sozialen Medien entstanden ist, aber es ist ein schöner Trend. Und das Sortiment wird weiter ausgebaut: Bald soll es eine vegane Variante mit Haselnuss sowie eine Version mit weißer Schokolade und Kokos geben. „Unsere Kunden erwarten Innovation, und das bieten wir ihnen“, so Hess.

Um Dubai-Schokolade ist eine Hype entstanden.

Wer größere Tafel-Größen sucht, wird bei „American Candy’s FD“ in der Karlstraße fündig. Hier gibt es die 200-Gramm-Tafel für 19,99 Euro und die kleinere 30-Gramm-Version für 4,59 Euro. Doch die Beliebtheit hat ihre Tücken: „Wir sind ständig am Nachbestellen. Es ist schwer, an das Produkt ranzukommen, da es fast überall ausverkauft ist“, erklärt Mitarbeiter Miguel Gehmeyr. Der Laden führt die Dubai-Schokolade seit über fünf Wochen, und die Nachfrage reißt nicht ab.

Die Schokoladenmanufaktur „Art of Chocolate“ in der Marktstraße geht einen anderen Weg. Bisher bleibt man der eigenen handgemachten Schokolade treu. Dennoch gibt es Überlegungen, die Dubai-Schokolade ins Programm aufzunehmen. „Wir haben bereits mit dem Geschäftsführer gesprochen, weil täglich Kunden nachfragen“, berichtet eine Mitarbeiterin. Die Herstellung sei jedoch anspruchsvoll: „Wir möchten keine halben Sachen machen.“

In der Konditorei Lembach in der Karlstraße ist die Dubai-Schokolade schon seit sechs Wochen ein Verkaufsschlager. „Wir stellen sie jeden Tag frisch her, und sie ist immer ausverkauft“, erzählt Konditor Bernd Lembach. Besonders in den letzten zwei Wochen sei der Hype förmlich explodiert. „Die Medien haben die Nachfrage enorm gesteigert“, so Lembach. Eine Tafel mit 120 Gramm kostet hier rund 10 Euro.

Viele Marken bieten mittlerweile die Dubai Schokolade an.

Auch im „Fuldaer Kiosk“ am Peterstor ist der Ansturm groß. „Wir bekommen jede Woche Nachschub, aber die Kunden kaufen alles sofort weg“, erzählt Besitzer Mesut Aslan. Montags und donnerstags gibt es neue Lieferungen. Hier werden unterschiedliche Größen angeboten, beginnend mit einem 30-Gramm-Riegel für 3,50 Euro.

Trend verdankt Schokolade einem TikTok-Video

Die Dubai-Schokolade verdankt ihren Trendstatus vor allem einem TikTok-Video der Influencerin Maria Vehera aus den USA, das über 98 Millionen Aufrufe erzielte. Hergestellt wird die Schokolade seit 2022 von der Manufaktur „Fix Dessert Chocolatier“ in Dubai – Gründerin Sarah Hamouda gilt als Erfinderin der Pistazien-Kreation.

Auch der Schokoladenhersteller Lindt hat den Trend aufgegriffen. Mit einer „Dubai-Schokoladen-Tour“ bringt das Unternehmen die Trend-Tafeln in ausgewählte Großstädte. Der bisherige Ansturm war enorm: In Frankfurt etwa standen die ersten Kunden schon um 2:30 Uhr nachts vor dem Laden. Doch die limitierte Menge bedeutete, dass viele leer ausgingen– nur die schnellsten 100 Käufer konnten sich eine Tafel sichern.

Ein ganz anderer Hype hat ebenfalls Fuldas volle Aufmerksamkeit: Ob an einer Parkbank, zwischen Steinen oder an Straßenlaternen - der Macher hinter dem Instagram-Account „Cash Catch Fulda“ versteckt Geld in der Region Fulda. Auf der Plattform wird anschließend ein Hinweis veröffentlicht - und die Jagd auf das Geld beginnt.

Rubriklistenbild: © Sascha Thelen/ dpa

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