Freude bei Liftbetreibern

Schneekanonen laufen: Zuckerfeld öffnet am Freitag - Wasserkuppe plant Start am Samstag

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Auf der Wasserkuppe hat Florian Heitmann am Dienstag die Schneekanonen angeschmissen. Am Wochenende klappt es vielleicht bereits mit dem Skifahren.
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    Bernd Götte
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In der Rhön schneit es seit dem Wochenende - zur Freude aller Ski-Enthusiasten: Die Liftbetreiber arbeiten nämlich mit Hochdruck am Start der diesjährigen Wintersportsaison.

Wasserkuppe - Nachdem Schnee und Glätte in der Nacht auf den 28. November auf den Straßen in Hessen für chaotische Unfall-Verhältnisse sorgten und man auf der Wasserkuppe im Kreis Fulda vom schneereichsten Winterbeginn seit langem spricht, stehen die Wintersportgebiete in den Startlöchern.

Schnee in der Rhön: Skilifte am Zuckerfeld und an der Wasserkuppe öffnen

Die Liftbetreiber in der Rhön arbeiten mit Hochdruck am Start der diesjährigen Wintersportsaison. „Wir werden am Freitag um 10 Uhr öffnen“, sagt Harald Jörges, Betreiber des Skilifts am Zuckerfeld. Seit Dienstag laufen die Schneekanonen, letzte Reparaturen und Instandsetzungen werden durchgeführt. „Die Bedingungen sind top“, sagt Jörges. Bereits am Dienstag lagen auf der Piste rund 40 Zentimeter Naturschnee.

Jörges hat für die Saison ordentlich investiert – insgesamt mehr als hunderttausend Euro. Für das Geld hat er eine neue Pistenraupe gekauft, den Skiverleih durch einen Anbau vergrößert und zahlreiche neue Skier, darunter neuerdings auch Langlauf-Skier, für den Verleih angeschafft. Neu ist auch: Seit diesem Jahr gibt es nach einem Jahr Pause auch wieder eine Skischule am Lift in Obernhausen. Neben seinen Standorten am Arnsberg und in Oberhof bietet Thomas Kirchner ab Dezember auch Kurse am Zuckerfeld an.

Harald Jörges ist mit der Pistenraupe startklar für die Bearbeitung der Loipe.

Auf der Zielgeraden befinden sich auch die Vorbereitungen in der Ski- und Rodelarena auf der Wasserkuppe. Hier laufen ebenfalls seit Dienstag die zwölf Propeller-Schneekanonen auf der Märchenwiese. „Wir hoffen, dass wir am Samstag mit dem Liftbetrieb starten können“, sagt Betriebsleiter Florian Heitmann. Auch die Firma Wiegand hat für die neue Saison mit rund 70.000 Euro nochmal ordentlich investiert. Dafür wurde eine neue Schneekanone und neue Ausstattung für den Skiverleih gekauft sowie das Laufband des Zauberteppichs ausgetauscht.

Auf der einen Seite freut sich Heitmann über den frühen Saisonstart, auf der anderen Seite hätte er aber auch nichts dagegen gehabt, wenn zunächst ein paar Tage den Boden mit Frost ordentlich heruntergekühlt hätten. „Nun ist der viele Schnee auf einen nassen und verhältnismäßig warmen Boden gefallen, so dass die Nässe nun von unten gegen den Schnee drückt“, sagt der Wiegand-Mitarbeiter. „Aber wir nehmen es, wie es kommt.“ Sein Kollege Jeremias Kümpel ergänzt: „Wir wollen künstlich beschneien, aber das hänge von der Schneesituation ab. Es müsste auch unter 3 Grad minus ein und einigermaßen trocken.

Fotostrecke: Wintereinbruch in der Rhön - auf der Wasserkuppe liegt wieder Schnee

Eine weiße Schneedecke liegt aktuell auf der Wasserkuppe.
Eine weiße Schneedecke liegt aktuell auf der Wasserkuppe. © Florian Heitmann
Eine weiße Schneedecke liegt aktuell auf der Wasserkuppe.
Eine weiße Schneedecke liegt aktuell auf der Wasserkuppe. © Florian Heitmann
Eine weiße Schneedecke liegt aktuell auf der Wasserkuppe.
Eine weiße Schneedecke liegt aktuell auf der Wasserkuppe. © Nicole Jahn/Papillon Paragliding
Eine weiße Schneedecke liegt aktuell auf der Wasserkuppe.
Eine weiße Schneedecke liegt aktuell auf der Wasserkuppe. © Nicole Jahn/Papillon Paragliding
Eine weiße Schneedecke liegt aktuell auf der Wasserkuppe.
Eine weiße Schneedecke liegt aktuell auf der Wasserkuppe. © Nicole Jahn/Papillon Paragliding
Eine weiße Schneedecke liegt aktuell auf der Wasserkuppe.
Eine weiße Schneedecke liegt aktuell auf der Wasserkuppe. © Nicole Jahn/Papillon Paragliding
Eine weiße Schneedecke liegt aktuell auf der Wasserkuppe.
Eine weiße Schneedecke liegt aktuell auf der Wasserkuppe. © Nicole Jahn/Papillon Paragliding
Eine weiße Schneedecke liegt aktuell auf der Wasserkuppe.
Eine weiße Schneedecke liegt aktuell auf der Wasserkuppe. © Nicole Jahn/Papillon Paragliding
Eine weiße Schneedecke liegt aktuell auf der Wasserkuppe.
Eine weiße Schneedecke liegt aktuell auf der Wasserkuppe. © Nicole Jahn/Papillon Paragliding
Eine weiße Schneedecke liegt aktuell auf der Wasserkuppe.
Eine weiße Schneedecke liegt aktuell auf der Wasserkuppe. © Nicole Jahn/Papillon Paragliding

Genau wie Harald Jörges hofft auch Florian Heitmann, dass diese Saison nicht wie im vergangenen Jahr in den Weihnachtsferien unterbrochen wird. Da nämlich setzte am vom 20. auf den 21. Dezember starker Regen ein, so dass die Lifte bis 20. Januar stillstanden. Trotzdem konnten am Ende die Lifte auf der Wasserkuppe insgesamt 67 Tage lang laufen, am Zuckerfeld waren es 35.

Bereits geöffnet hat der Snowkite-Spot auf der Wasserkuppe, der von Papillon betrieben wird. Ab 5. Dezember bietet das Unternehmen dann auch Snowkite-Kurse mit dem gebürtigen Fuldaer Nico Kersberg an, der mittlerweile eine Kitesurf-Schule auf Sylt betreibt. Den bevorstehenden Start der Wintersportsaison merkt Papillon-Inhaber Andreas Schubert auch am Buchungsverhalten für seine beiden Hotels Peterchens Mondfahrt und Deutscher Flieger sowie das Feriendorf Wasserkuppe. „Es sind zwar noch einzelne Zimmer und Hütten frei, wir spüren aber deutlich, dass es die Menschen in den Schnee zieht“, sagt Schubert. Papillon betreibt ebenfalls einen Skiverleih auf der Wasserkuppe, in den er auch in diesem Jahr wieder rund 10.000 Euro für neue Skier, Snowboards und Schlitten investiert hat.

Video: Auch im vergangenen Winter sah es im Winter traumhaft auf der Wasserkuppe aus

Die Firma Wiegand betreibt nicht nur die Ski- und Rodelarenen an der Wasserkuppe, sondern auch am Hoherodskopf im Vogelsberg. Anders als in den Wintersportgebieten in der Rhön stehen am Hoherodskopf aus naturschutzrechtlichen Gründen keine Schneekanonen. Dasselbe gilt etwa für den Großen Feldberg im Taunus, wo es ebenfalls einige Ski- und Rodelhänge gibt. Dort ist man auf den natürlichen Schnee angewiesen.

Am Hoherodskopf sind laut Kümpel die Wintervorbereitungen bereits komplett abgeschlossen. Wenn der Schnee ausreiche, könnten die Betreiber gleich damit anfangen, die Pisten zu präparieren..

Die Preise für die Lifte an der Wasserkuppe wurden laut Betreiber um einen Euro angehoben. Die Tageskarte für einen Erwachsenen kostet nun 22 Euro; Kinder bis 14 müssen 17 Euro dafür zahlen. Kümpel verwies in diesem Zusammenhang auf Investitionen in die Beschneiung und die völlige Umstellung der Beleuchtung auf LED. Am Hoherodskopf sind die Ticketpreise den Angaben zufolge nicht angehoben worden.

Schwere Äste - Warnung vor Waldspaziergängen

Derweil warnt das Forstamt Hofbieber vor Waldspaziergängen: Für manche Bäume wird der Nassschnee der vergangenen Tage zu einem Problem. An ihren Ästen bleibt der Schnee haften und biegt sie nach unten. Diese Äste können zu einer Gefahr für Waldbesuchende werden. Gerade an Wegen brechen einzelne Äste unter der Schneelast ab. Manchmal knicken auch ganze Bäume über den Weg. Einzelne Wege sind daher zeitweise nicht nutzbar.

Eine ähnliche Warnung gab es auch von Hessen Mobil. Allerdings lagen bis Dienstagabend keine Meldungen über wetterbedingte Unfälle vor. (mit dpa-Material)

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