VonFlorian Dörrschließen
Die Dubai-Schokolade erobert den Markt und Lindt hat eine eigene Version herausgebracht. Die Nachfrage ist enorm. Nun bringt das Unternehmen die Trend-Naschei nach Hessen.
Frankfurt – Die Begeisterung für die sogenannte Dubai-Schokolade ist enorm, wie sich nun auch beim Schokoladenriesen Lindt zeigt. Lindt hat seine eigene Variante der angesagten Süßigkeit auf den Markt gebracht, die auf 1000 Stück limitiert ist und „handgefertigt, handverpackt und handnummeriert“ sein soll. Sie wird über mehrere Tage hinweg in verschiedenen deutschen Städten verkauft. Am Dienstag, den 12. November, ist Frankfurt an der Reihe.
Bereits am Samstag, den 9. November, begann der Verkauf in Düsseldorf. Die hohe Nachfrage war an der langen Warteschlange vor der „Lindt Boutique“ in der Wallstraße zu erkennen. Viele Nutzer teilten auf Instagram und TikTok ihre Erfahrungen beim Warten und dem scheinbar entspannten Bummeln durch den Laden. Am Montag, den 11. November, ging der Verkauf in Berlin weiter. Auch hier wurde ein großer Andrang von Menschen erwartet, die bereit sind, 14,99 Euro für eine Tafel Dubai-Schokolade auszugeben. Und was ist mit Frankfurt? Die „Lindt Boutique“ in der Kaiserstraße 2-4 bereitet sich wahrscheinlich schon auf den erwarteten Ansturm am Dienstag vor. Ab 10 Uhr sind die Türen geöffnet.
Dubai-Schokolade von Lindt ab Dienstag auch in Hessen
Doch was steckt hinter dem Hype um die Dubai-Schokolade? Geschmackstests der Trend-Süßigkeit werden in den Sozialen Medien millionenfach angeklickt, und Rezepte verbreiten sich wie ein Lauffeuer. Ein Video einer US-Influencerin, die die Dubai-Schokolade testet, wurde bereits über 80 Millionen Mal angesehen. Dabei ist die Zutatenliste relativ überschaubar: Neben Vollmilchschokolade benötigt man Pistaziencreme, Sesammus und Kadayif-Teigfäden, die auch für Baklava verwendet werden.
Hessen bekommt Dubai-Schokolade von Lindt – Verkauf an Frankfurter Kaiserstraße
Die Dubai-Schokolade ist jedoch nicht unumstritten: Der aufgebaute Hype könnte Teil einer Marketingstrategie des Emirats Dubai sein, das gerne mit Glamour und Luxus wirbt. Damit lenkt es aber auch von Berichten über schwere Menschenrechtsverletzungen, willkürliche Inhaftierungen und die Unterdrückung des Rechts auf freie Meinungsäußerung in den Vereinigten Arabischen Emiraten ab, auf die Organisationen wie Amnesty International hinweisen.
Trotzdem ist die Aufregung um die sogenannte Dubai-Schokolade so groß, dass nicht nur viele Unternehmen entsprechende Tafeln herausbringen, sondern auch etwa Bäckereien in Frankfurt Kreppel mit entsprechender Kennzeichnung verkaufen wollen. Es wäre daher nicht überraschend, wenn sich auch vor der Lindt-Filiale in der Kaiserstraße am Dienstag lange Schlangen bilden würden.
Rubriklistenbild: © Sascha Thelen/dpa

