VonMarc Dimitriuschließen
Kilometerlange Staus blockieren aktuell mehrere Autobahnen in Hessen. Schnee und Glätte sorgten dafür, dass zahlreiche Lkw seit Mittwochabend nicht mehr weiterfahren können.
Kassel – Das Schneechaos hat Hessen komplett im Griff. Nachdem Eisregen und Schneefall am Mittwoch (17. Januar) zu Beeinträchtigungen geführt haben, bleibt die Lage auch am Donnerstag weiterhin angespannt.
Schneechaos in Hessen: Kilometerlange Staus auf A4, A5 und A7 – Lkw stecken fest
Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach warnt weiterhin vor Schneefall und Glätte im gesamten Bundesland (Stand 11:30 Uhr, 18.01.2024) – mit entsprechenden Auswirkungen auf den Verkehr. Von West nach Ost wird in der Mitte Hessens besonders gewarnt. Auch Frankfurt versinkt im Moment im Schnee, die Skyline ist kaum zu erkennen wegen des dichten Schneefalls.
Am Flughafen Frankfurt mussten hunderte Flüge annulliert werden und auch am Boden stockt der Verkehr gewaltig. Neben dem öffentlichen Nahverkehr sind besonders die Straßen betroffen. In Osthessen kämpft man mit massiven Verkehrsbeeinträchtigungen auf der A4, A5 und A7. Dort bildeten sich ab circa 18.30 Uhr am Mittwoch laut Polizei teils kilometerlange Staus, die meist durch liegengebliebene Lkw oder technische Defekte an Lkw hervorgerufen wurden. Die Fahrer wurden die ganze Nacht von den Einsatzkräften und ehrenamtlichen Helfern mit „Heißgetränken“ versorgt. Zudem halfen sie bei „Anfahrhilfe bei den Lkw, Nachfüllung bei ausgegangen Kraftstoff etc.“
Lkw stecken auch am Morgen noch in Hessen fest – Schnee und Glätte sorgen weiterhin für Verkehrsprobleme
Auch am Morgen konnten viele durch die vereiste Fahrbahn nicht weiterfahren, wie die Polizei gegenüber IPPEN.DIGITAL mitteilte. Die Autofahrer werden auch am Vormittag weiterhin vor Ort mit Getränken versorgt. Helfer des Deutsches Rotes Kreuz (DRK) sind dafür teilweise zu Fuß im Stau unterwegs. Zudem sind Kräfte des Technischen Hilfswerks vor Ort, um die Lkw abzuschleppen oder anzuschieben. Die Staulänge auf der A4 und A7 liegt laut Polizei immer noch im zweistelligen Kilometerbereich.
Die Situation sei „sehr problematisch“, hieß es weiter. Eine genaue Auflistung der gesperrten Bereiche sei wegen des großen Einsatzes auch am Donnerstagmorgen nicht möglich. Eine „enorme Anzahl“ an Einsatzkräften der Polizei und Rettungskräfte sind immer noch im Einsatz, wegen des anhaltenden Schneefalls gestaltet sich dies laut den Beamten „leider relativ schwierig und langwierig“. Sobald es sich etwas löse und Fahrzeuge wieder weiterfahren können, kommen weitere von hinten nach, die den Verkehr wieder verstopfen. Solange die Wetterlage anhalte, bleibe es laut Polizei schwierig. (md mit dpa)
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