Roman Poseck

Innenminister nennt Kiffen auf dem Weihnachtsmarkt „Gefahr für die öffentliche Sicherheit“

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Hessens Innenminister Roman Poseck will Cannabis von den Weihnachtsmärkten verbannen. Zudem soll es verstärkt Polizeikontrollen geben.

Wiesbaden – Kiffen auf dem Weihnachtsmarkt? Wenn es nach Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) geht, dann gehört Cannabis in diesem Jahr nicht in eine Reihe mit Glühwein, Waffeln und Lebkuchen. Der CDU-Politiker plädiert für ein Cannabisverbot auf den hessischen Weihnachtsmärkten. Das Land wolle die Kommunen dabei unterstützen, Kiffen auf den Märkten zu unterbinden, teilte er in Wiesbaden mit. „Cannabisgeruch, Haschkekse und Joints gehören nicht auf den Weihnachtsmarkt.“

Poseck habe in einem Schreiben den kommunalen Spitzenverbänden ein allgemeines Verbot vorgeschlagen. Dazu empfehle sich, mit einer Allgemeinverfügung eine einheitliche Regelung zum Verbot des Cannabiskonsums auf Weihnachtsmärkten zu treffen.

Hessens Innenminister Poseck will Kiff-Verbot auf Weihnachtsmärkten

Der Innenminister kündigte zudem an, dass die Polizeipräsenz und Kontrollen verstärkt würden, insbesondere um das Verbot von Messern auf Weihnachtsmärkten durchzusetzen. „Von Messern geht ein hohes Eskalationsrisiko aus“, betonte er. „Außerdem ermöglichen Messerverbote der Polizei zusätzliche Kontrollmöglichkeiten. Die hessische Polizei wird von diesen auch ausdrücklich Gebrauch machen.“

Innenminister Poseck plädiert für ein Cannabisverbot auf Hessens Weihnachtsmärkten.

Werde gegen das Cannabis-Konsumverbot an Orten verstoßen, an denen viele Menschen zusammenkommen und Kinder und Jugendliche anwesend seien, bestehe „eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit“, so Poseck weiter. Er erinnerte daran, dass es ähnliche Regelungen bereits bei anderen Großveranstaltungen, wie beispielsweise dem Hessentag, gegolten hätten.

„Ich bleibe dabei, dass die Cannabislegalisierung ein Fehler war“, bekräftigte der Minister. „Neben den gesundheitlichen Gefahren sind vor allem für die Praxis schwierige Abgrenzungsfragen und neue Kontrollaufgaben entstanden.“ Dies gelte insbesondere für die Polizei und die Ordnungsbehörden. (nhe/dpa)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Zoonar.com/Volker Rauch

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