Protest gegen Stellenabbau

„Jetzt reicht es“: Goodyear-Beschäftigte versammeln sich am Montag vor Fuldaer Werk

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550 Goodyear-Mitarbeiter in Fulda sollen bis Ende 2024 ihren Job verlieren. Aus der Belegschaft kommt großer Protest.
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Aus Protest gegen den geplanten Stellenabbau wollen sich Goodyear-Beschäftigte am 3. Juli vor dem Fuldaer Werk versammeln.

Fulda - „Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz!“: So betitelt die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) ihre Pressemitteilung zum Protest beim Goodyear-Werk in Fulda. Die nicht-öffentliche Betriebsversammlung findet demnach am Montag (3. Juli) um 13 Uhr statt.

Fulda: Goodyear-Beschäftigte protestieren am Montag

Bis zu 1000 Beschäftigte des Unternehmens wollen sich laut Ankündigung auf Einladung des Betriebsrats zunächst vor dem Haupteingang zum Fuldaer Werk treffen. Eingeladen seien auch Kolleginnen und Kollegen von anderen Goodyear-Standorten sowie Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker.

Goodyear hatte angekündigt, in seinem Werk in Fulda 550 Stellen zu streichen. Die Gewerkschaft IGBCE ruft zum Protest gegen diesen Schritt auf. „Wir erwarten, dass die Beschäftigten ihrem Ärger Luft machen werden“, wird Anne Weinschenk, Leiterin des Bezirks Mittelhessens der IGBCE, in der Mitteilung zitiert.

Weinschenk erhebt in der Mitteilung schwere Vorwürfe. Die Auslastung des Fuldaer Werks sei gut. „Goodyear will hier Management-Fehler auf Kosten der Beschäftigten ausgleichen. Jetzt gut ausgebildete Mitarbeiter zu entlassen, ist ein Fehler, der dem Standort schadet“, heißt es. „Wir werden alles tun, um das zu verhindern.“

Bereits 2019 hatte Goodyear in Fulda Arbeitsplätze gestrichen. „Jetzt reicht es!“, so Weinschenk weiter. „Der Betrieb braucht keinen weiteren Arbeitsplatzabbau, sondern Investitionen. Der Arbeitgeber muss sich darauf einstellen, dass wir mit allem kämpfen werden, was wir zur Verfügung haben. Um jeden einzelnen Arbeitsplatz.“

Der Konzern hat die Stellenstreichung eine „schwierige, aber notwendige Entscheidung“ genannt. Es gelte, Strukturkosten zu senken und die Wettbewerbsposition zu verbessern.

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