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Wetter-Chaos in Frankfurt und Rhein-Main: Polizeistation stark beschädigt

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  • Caspar Felix Hoffmann
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Ein heftiges Unwetter trifft Frankfurt und zwingt die Feuerwehr in den Ausnahmezustand. Über 680 Einsatzstellen und kritische Infrastruktur sind betroffen.

+++ Update von 20.32 Uhr: Eindringende Wassermassen durch das Unwetter haben in der Nacht zum Freitag schwere Schäden in der Polizeistation Idstein im Rheingau-Taunus-Kreis angerichtet. Das Gebäude werde auf absehbare Zeit nicht wieder in Betrieb genommen werden können. Dies berichtete die Deutsche Presseagentur am Abend. Die Polizei werde aber weiterhin in Idstein präsent sein.

Es sei geplant, dass die Beamten zumindest für eine Präsenz an Werktagen übergangsweise in andere Räumlichkeiten umziehen. Die telefonische Erreichbarkeit bleibe unverändert. Die Amtsleitung sei bis auf Weiteres zur Polizei nach Taunusstein umgeleitet und der Notruf 110 rund um die Uhr erreichbar. 

Die Instandsetzung der Innenräume werde voraussichtlich längere Zeit in Anspruch nehmen, hieß es. Eine Schadenshöhe lasse sich noch nicht abschätzen, zunächst müssten Fachleute die Räume in Augenschein nehmen. Die Bürgerinnen und Bürger wurden gebeten, für dringliche Anliegen bis auf Weiteres die Rufnummer der Polizeistation Idstein zu wählen und in Notfällen die 110. 

Videos zeigen Wetter-Chaos in Frankfurt: „Riesenkatastrophe“ – A661 überschwemmt

+++ Update von 17.32 Uhr: Das heftige Unwetter über Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet hat auch bei den Meteorologen für Aufsehen gesorgt. Denn: Es war eine außergewöhnliche Wetterlage – eine Sumpflage.

Sumpflagen werden Wetterlagen mit schwer greif- und vorhersagbaren Tiefdruckgebieten bezeichnet, verrät HR-Meteorologe Ingo Bertram. Wo sich diese Unwetter bilden, ist quasi nicht vorhersagbar. Am Donnerstag erwischte es den Großraum Frankfurt.

Aufatmen am Olympiastützpunkt: Hessische Meisterschaften im Gerätturnen finden statt

+++ Update von 15.44 Uhr: Auch in die Leichtathletikhalle am Olympiastützpunkt in Kalbach floss Regenwasser. Sportveranstaltungen müssen deswegen aber nicht abgesagt werden, denn laut Stefan Mann sind in nächster Zeit keine Wettkämpfe in der Halle vorgesehen. Anders sieht es in der angegliederten, kleineren Mehrzweckhalle aus. Dort sind für das Wochenende (4. und 5. Mai) die hessischen Meisterschaften im Geräteturnen geplant.

Und diese werden auch stattfinden, so der Hallenwart. Die Halle sei unbeschadet durch das Unwetter gekommen. Wie hoch jedoch der Schaden in der Leichtathletikhalle sei, könne Mann noch nicht sagen.

Videos zeigen Ausmaß des Unwetters: Überschwemmte Straßen, Baum stürzt um

+++ Update von 14.46 Uhr: In Videos, die auf Social Media verbreitet worden sind, lässt sich das Ausmaß des Unwetters erkennen. Die überspülte A661 am Bad Homburger Kreuz, umstürzender Bäume oder hoffnungslos überflutete Straßen in Frankfurt. Am Einkaufshaus MyZeil bahnt sich das Wasser den Weg vom Dach durch die Fassade in Richtung Einkaufsstraße wie in einer Freizeitpark-Rutsche.

Die Bilder erinnern an das schwere Unwetter im Juni 2023 in Kassel. Auch dort fielen in kürzester Zeit erhebliche Mengen Regen und richteten einen Millionen-Schaden an. Wie hoch die Schadenssumme in Frankfurt und Region ist, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.

Wasser in Krankenhäusern: Betrieb ohne Einschränkungen

+++ Update von 14.23 Uhr: Die Wassermassen in zwei Frankfurter Krankenhäusern sorgten für außergewöhnliche Zustände. Im Bethanien-Krankenhaus am Grüneburgpark und im Markus-Krankenhaus in Ginnheim drohte während des schweren Unwetters ein Gau. Während im Bethanien-Krankenhaus das Wasser aus den Sanitäranlagen in die Intensivstation strömte, floss es im Markus-Krankenhaus in Richtung Räumlichkeiten zur Strahlentherapie sowie eine angrenzende Baugrube.

Am Tag nach dem Unwetter läuft in beiden Krankenhäusern der Betrieb aber wieder ohne Einschränkungen. Mit Hilfe von THW, Feuerwehr, Pumpen und Sandsäcken schaffte es das Krankenhauspersonal, die Wassermassen zu beherrschen.

Wassermassen sorgen für A661-Sperrung – Eschbach mit Rekordpegel

+++ Update von 13.20 Uhr: Am Tag nach dem schweren Unwetter über Frankfurt und Region meldet das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) einen Rekordpegel für den Eschbach. Der Zufluss zur Nidda verzeichnete zwischen 18.15 Uhr und 19.15 Uhr einen „maximalen Wasserstand von 2,54 Metern. Das höchste hier jemals gemessene Hochwasser lag zuvor bei 2,31 Metern.“

Völlig verdreckt und verschlammt: Ein Auto ist nach dem Unwetter nicht mehr fahrbereit.

Die Wassermassen bahnten sich ihren Weg bis auf die nahegelegene A661, die zwischen Eckenheim und der Friedberger Landstraße in beide Richtungen gesperrt werden musste. Auch in die Leichtathletikhalle am Olympiastützpunkt in Kalbach floss Regenwasser. Ob die Hessenmeisterschaften am Wochenende ausgetragen werden kann, ist noch unklar. Im angrenzenden Bad Vilbel war die Feuerwehr am Donnerstagabend über vier Stunden im Dauereinsatz. Vollgelaufene Lagerhallen, Kellerräume und Tiefgaragen verlangten den Einsatzkräften alles ab.

Heftige Unwetter in Frankfurt und Offenbach: Dramatische Szenen und schwere Sturmschäden

Dunkle Gewitter- und Regenwolken ziehen am Donnerstagabend über die Frankfurter Skyline.
Dunkle Gewitter- und Regenwolken ziehen am Donnerstagabend über die Frankfurter Skyline. © Andreas Arnold/dpa
Ein Mann joggt am Donnerstag (2. Mai) bei strömendem Regen über die Flößerbrücke in Frankfurt.
Ein Mann joggt am Donnerstag (2. Mai) bei strömendem Regen über die Flößerbrücke in Frankfurt. © Andreas Arnold
Diese Luftaufnahme zeigt Autos auf einem überschwemmten Parkplatz in Frankfurt.
Diese Luftaufnahme zeigt Autos auf einem überschwemmten Parkplatz in Frankfurt. © Boris Roessler/dpa
Durch die starken Regenfälle entwickelt sich in Niederursel ein reißender Fluss.
Durch die starken Regenfälle entwickelt sich in Niederursel ein reißender Fluss.  © Florian Gaul/Imago
Nach dem Starkregen steht der Ortskern des Frankfurter Stadtteils Niederursel unter Wasser.
Nach starken Regenfällen steht der Ortskern des Frankfurter Stadtteils Niederursel unter Wasser. © Florian Gaul/Imago
Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr fährt während des Unwetters über die Ignatz-Bubis-Brücke.
Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr fährt während des Unwetters über die Ignatz-Bubis-Brücke.  © Andreas Arnold/dpa
Zwei Fahrradfahrer fahren bei Starkregen einen Feldweg im Nordwesten von Frankfurt entlang.
Zwei Fahrradfahrer fahren bei Starkregen einen Feldweg im Nordwesten von Frankfurt entlang.  © Florian Gaul/Imago
Ein von der nächtlichen Flut in Frankfurt schwer beschädigter BMW steht am Rande einer riesigen Pfütze, die das Unwetter zurückgelassen hat.
Ein von der nächtlichen Flut schwer beschädigter BMW steht am Rande einer riesigen Pfütze, die das Unwetter zurückgelassen hat. © Boris Roessler/dpa
Ein Mann säubert die Einfahrt seines Hauses in Frankfurt vom Schlamm.
Ein Mann säubert die Einfahrt seines Hauses in Frankfurt vom Schlamm. © Boris Roessler/dpa
Mit dunklen Wolken zieht das Unwetter über die Skyline der Bankenstadt.
Mit dunklen Wolken zieht das Unwetter über die Skyline der Bankenstadt. © Andreas Arnold/dpa
Am Flughafen Frankfurt ruhte während des Unwetters für mehrere Stunden der Verkehr.
Am Flughafen Frankfurt ruhte während des Unwetters für mehrere Stunden der Verkehr. © Boris Roessler/dpa
Am Flughafen Frankfurt geht für mehrere Stunden aufgrund des Unwetters nichts mehr.
Am Flughafen Frankfurt geht für mehrere Stunden aufgrund des Unwetters nichts mehr. © Boris Roessler/dpa
Während des massiven Unwetters stehen Flugzeuge auf dem Flughafen Frankfurt. Die Abfertigung der Maschinen wurde für die Dauer des Gewitters ausgesetzt.
Während des massiven Unwetters stehen Flugzeuge auf dem Flughafen Frankfurt. Die Abfertigung der Maschinen wurde für die Dauer des Gewitters ausgesetzt. © Boris Roessler/dpa
Fette Regentropfen fallen auf einen überschwemmten Feldweg im Nordwesten von Frankfurt.
Fette Regentropfen fallen auf einen überschwemmten Feldweg im Nordwesten von Frankfurt. © Florian Gaul/Imago
Eine Frau in Frankfurt begutachtet ihren von der nächtlichen Flut schwer beschädigten Mercedes.
Eine Frau in Frankfurt begutachtet ihren von der nächtlichen Flut schwer beschädigten Mercedes.  © Boris Roessler/dpa
Völlig verdreckt und verschlammt: Ein Auto ist nach dem Unwetter nicht mehr fahrbereit.
Völlig verdreckt und verschlammt: Ein Auto ist nach dem Unwetter nicht mehr fahrbereit. © Boris Roessler/dpa
Das Unwetter am Donnerstagabend erschwerte für einige Verkehrsteilnehmer das Vorankommen.
Das Unwetter am Donnerstagabend erschwerte für einige Verkehrsteilnehmer das Vorankommen. © 5-Vision-News
Der starke Regen überflutete teilweise ganze Straßenzüge.
Der starke Regen überflutete teilweise ganze Straßenzüge. © 5Vision.News
Die Feuerwehr rückte mit besonderen Einsatzwagen aus.
Die Feuerwehr rückte in Frankfurt und Offenbach mit besonderen Einsatzwagen aus.  © 5-Vision-News
In der Frankfurter Hofhausstraße waren ein Auto und ein Transporter in einer überfluteten Unterführung stecken geblieben.
In der Frankfurter Hofhausstraße waren ein Auto und ein Transporter in einer überfluteten Unterführung stecken geblieben. Die Insassen konnten sich selbstständig retten. © Marvin Filipovic/5-Vision-News
Die Insassen der Fahrzeuge, die in einer Unterführung in der Hofhausstraße im Frankfurter Osten feststeckten, konnten sich selbstständig retten.
Die Insassen der Fahrzeuge, die in der Hofhausstraße in der Unterführung im Frankfurter Osten feststeckten, konnten sich selbstständig retten. © 5Vision-News
An manchen Straßenkreuzungen in Frankfurt verschwanden Zebrastreifen komplett unter den Wassermassen.
An manchen Straßenkreuzungen in Frankfurt verschwanden Zebrastreifen komplett unter den Wassermassen. © Marvin Filipovic/5-Vision-News
Im gesamten Rhein-Main-Gebiet waren Feuerwehrleute während des Unwetters am Donnerstagabend im Einsatz.
Im gesamten Rhein-Main-Gebiet waren Feuerwehrleute während des Unwetters am Donnerstagabend im Einsatz. © Marvin Filipovic/5-Vision-News
In der Bessemerstraße in Frankfurt fiel ein Baum um und begrub ein Auto unter sich. Die Insassen hatten Glück und blieben unverletzt.
In der Bessemerstraße in Frankfurt fiel ein Baum um und begrub ein Auto unter sich. Die Insassen hatten Glück und blieben unverletzt. © Marvin Filipovic/5-Vision-News
Über eine Drehleiter sicherten Feuerwehrleute in Frankfurt ein Dach.
Über eine Drehleiter sicherten Feuerwehrleute in Frankfurt ein Dach. © 5-Visison-News
In Offenbach standen Einsatzkräfte knietief im Wasser.
In Offenbach standen Einsatzkräfte knietief im Wasser. © 5-Vision-News

Betrieb am Flughafen Frankfurt für zwei Stunden unterbrochen

+++ Update von 12.21 Uhr: Das Unwetter über Frankfurt hat am Donnerstagabend zu erheblichen Beeinträchtigungen des Flugbetriebs am Flughafen Frankfurt geführt. Wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport mitteilte, musste wegen Blitzeinschlägen in einem Umkreis von zehn Kilometern die Abfertigung am Flughafen vorübergehend eingestellt werden. Diese Sicherheitsmaßnahme, die unter anderem die Gepäckabfertigung betraf, führte zu einer Unterbrechung des Flugbetriebs von etwa 90 Minuten bis zu zwei Stunden.

Insgesamt waren am Donnerstag am größten deutschen Flughafen 1270 Flugbewegungen geplant, von denen rund 100 annulliert wurden. Diese Zahl liegt deutlich über den üblichen Tageswerten, auch wenn nicht alle Annullierungen direkt auf das Unwetter zurückzuführen waren. Aufgrund des Unwetters hat das Land Hessen Ausnahmegenehmigungen für Starts und Landungen nach 23 Uhr erteilt. Normalerweise gilt am Flughafen Frankfurt ein Nachtflugverbot zwischen 23 und 5 Uhr, Ausnahmen sind möglich, wenn weder der Flughafen noch die Fluggesellschaften für die Verspätungen verantwortlich sind, wie es bei Unwettern der Fall ist.

Am Flughafen Frankfurt geht für mehrere Stunden aufgrund des Unwetters nichts mehr.

Regionalbahn kracht bei Hofheim in eine kaputte Oberleitung

+++ Update von 10.51 Uhr: Schon die ersten Ausläufer des Unwetters haben am Donnerstagabend auf der Schiene für eine knifflige Situation gesorgt. Gegen 17.45 Uhr blieb auf Höhe der Krebsmühle der Regionalexpress RE22 von Limburg nach Frankfurt wegen eines Oberleitungsschadens bei Hofheim liegen. Die Regionalbahn konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr in die defekte Oberleitung hinein – vermutlich war ein umgestürzter Baum die Ursache. Die Passagiere mussten aufwendig evakuiert werden.

Bei Hofheim im Taunus fährt eine Regionalbahn in einer zerstörte Oberleitung.

Unwetter beschädigt Autos: „Ich weiß nicht, was ich machen soll“

Update vom Freitag, 3. Mai, 9.17 Uhr: Das Unwetter am Donnerstagabend hat in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet für massive Behinderungen gesorgt. Während in hunderten Fällen Keller vollliefen, ging auch am Flughafen zeitweise nichts. Am Airport Frankfurt wurden während des Gewitters keine Maschinen be- oder entladen, um das Personal zu schützen, wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport erklärte. Viele Abflüge und Ankünfte am Abend verspäteten sich.

Im Frankfurter Stadtteil Nieder-Eschbach wurden auf einem Parkplatz auch Autos überschwemmt, an einigen Stellen stand der Schlamm am Freitagmorgen noch knöcheltief. „Es ist eine Riesenkatastrophe. Alles kaputt“, sagte ein Autobesitzer, der neben seinem Wagen stand. Ein paar Meter weiter betrachtete eine Frau ihr Auto, in dem das Wasser bis zum Lenkrad stand. „Ich weiß nicht, was ich machen soll“, sagte sie. „Ich muss sehen, was ich mit der Versicherung mache.“

Die Insassen der Fahrzeuge, die in einer Unterführung in der Hofhausstraße im Frankfurter Osten feststeckten, konnten sich selbstständig retten.

Auch in den umgrenzenden Kommunen sorgten Gewitter und Starkregen für Einschränkungen: So wurden in Bad Homburg zahlreiche Menschen in ihren Häusern eingeschlossen, weil der Wasserpegel des Eschbach so weit angestiegen war. Auch mussten Menschen aus ihren Autos gerettet werden, die auf überschwemmten Straßen festsaßen.

Unwetter in Frankfurt: Notrufe lösen Ausnahmezustand aus – Über 680 Einsatzstellen

Erstmeldung vom Freitag, 3. Mai, 8.33 Uhr: Ein heftiges Unwetter hat am frühen Donnerstagabend, (2. Mai) Frankfurt heimgesucht. Die starken Regenfälle lösten eine Flut von Notrufen aus, die die Feuerwehrleitstelle dazu veranlassten, den Ausnahmezustand auszurufen, wie die Feuerwehr berichtet. Um die Vielzahl der Notrufe bewältigen zu können, wurden zusätzlich 25 Einsatzbearbeiter in die Leitstelle und ein Führungsstab mit 30 Personen aus der Freizeit alarmiert. Im Laufe des Abends und der Nacht stieg die Zahl der unwetterbedingten Einsatzstellen auf über 680, wobei die nördlichen und östlichen Stadtteile Frankfurts besonders betroffen waren.

Eine Überschwemmung im Bethanien-Krankenhaus führt zu einem Großeinsatz der Feuerwehr.

Um die steigende Zahl der Einsatzstellen zu bewältigen, wurden die ehrenamtlichen Einsatzkräfte aller Freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet alarmiert. Unterstützung kam auch vom Technischen Hilfswerk (THW), der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Johanniter Unfallhilfe, die einen Erkundungskopter einsetzten. Die Werkfeuerwehren von Fraport und Infraserv leisteten ebenfalls Unterstützung, ebenso wie Katastrophenschutz-Löschzüge aus den Landkreisen Wetterau und Groß-Gerau. Insgesamt waren im Laufe des Abends etwa 550 Einsatzkräfte in der Stadt im Einsatz. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) kümmerte sich um die Verpflegung aller eingesetzten Einheiten.

Unwetter in Frankfurt: Intensivstation eines Krankenhauses vollgelaufen

Das Unwetter verursachte eine Vielzahl von Wasserschäden in Wohnungen und Kellern, überflutete Straßen und umgestürzte Bäume. Auch kritische Infrastrukturen waren betroffen. So meldete das Bethanien-Krankenhaus einen Wasseraustritt aus den Sanitäreinrichtungen im 1. Obergeschoss in den Bereich der Intensivstation. Im Markus Krankenhaus drohten die Wassermassen die Station zur Strahlentherapie sowie eine angrenzende Baugrube zu überfluten. Die Justizvollzugsanstalt IV in Preungesheim meldete überflutete Keller, und in Preungesheim lief das Untergeschoss eines Lebensmittelmarktes voll. In allen Fällen konnte durch schnellen Einsatz größerer Schaden verhindert werden.

Feuerwehr bis in den Morgen im Einsatz

Trotz der dramatischen Situation wurden keine Personen durch das Unwetter verletzt. Auf einem Campingplatz in Heddernheim und in Nieder-Eschbach wurden Personen durch über die Ufer getretene Bäche in ihren Häusern eingeschlossen, konnten aber unverletzt mittels Boot gerettet werden. Bei einem Unfall mit einem Löschfahrzeug wurde eine Person aus dem betroffenen Auto gerettet und dem Rettungsdienst übergeben.

Die Bewältigung aller Einsatzstellen dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Das genaue Ausmaß des Schadens lässt sich nicht exakt bestimmen. (spr/esa/cas/fd/nok/dpa)

Rubriklistenbild: © Andreas Arnold/dpa/ffm.aktuell/Instagram/Screenshot

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