VonChristoph Manusschließen
Damit die Frankfurter Innenstadt attraktiv bleibt, muss es mehr Mischung geben. Die Pläne von Peek & Cloppenburg gehen in die richtige Richtung. Auch die Idee für die Schule sollte geprüft werden.
Die alte Zeil ist tot. Das Konzept Einkaufsmeile funktioniert nicht mehr, die große Zeit der Warenhäuser und Modekaufhäuser ist vorbei. Und das schon lange. Das Onlineshopping, das dem stationären Handel in riesigem Umfang Umsatz entzieht, hat den Niedergang nur beschleunigt. Damit die Innenstadt attraktiv bleibt, weiterhin sehr viele Menschen anzieht, muss es mehr Mischung geben. Immer noch kommen Leute in die City, um ein Hemd, einen Rock oder einen Anzug zu kaufen. Sie wollen aber auch essen gehen können, ins Kino, vielleicht ins Fitnessstudio oder die Stadtbücherei oder mit den Kindern auf einen Spielplatz.
Das haben, wie der geplante Umbau bei Peek & Cloppenburg zeigt, auch die Eigentümer der großen Immobilien an der Zeil begriffen. Pläne wie diese sind eine große Chance für mehr Leben auf der Zeil und in der Innenstadt, vor allem auch jenseits der Ladenöffnung. Viele Fragen sind natürlich noch offen, die geplante Mischung wirkt aber vielversprechend.
Und die Schule? Einen Standort an der Zeil nicht wenigstens zu prüfen, wäre fahrlässig
Und die Schule? Mitten auf der Zeil? Wieso eigentlich nicht? In der Innenstadt wohnen schon jetzt viel mehr Menschen, als manche denken. Allein im Hochhausquartier Four und im Projekt Main Yard im Allerheiligenviertel sind mehrere Hundert Wohnungen in Bau. Und Schulen gibt es viel zu wenige. Die Schule müsste natürlich einen eigenen Eingang haben, einen vernünftigen Pausenbereich, Sportmöglichkeiten. Einen Standort an der Zeil aber nicht wenigstens zu prüfen, wäre fahrlässig.
Siehe auch: Zeil in Frankfurt: Shoppen und Lernen in einem Haus
