„Müssen Brandmauer wieder stark machen“: Kasseler Rathaus von Menschenkette umringt
VonBastian Ludwig
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Die „Omas gegen Rechts“ organisierten am Samstag, 8. Februar, eine Menschenkette in Kassel. Rund 1000 Personen nahmen daran teil.
Kassel - Auf der Uhr an der Rathauskreuzung war es noch keine 5 vor 12 Uhr, da hatten schon gut 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Rathaus umzingelt. Die Aktion am Samstagmittag war von den „Omas gegen Rechts“ organisiert worden. Unter dem Motto „Hand in Hand für die Demokratie“ kamen in Kassel zu der bundesweiten Kampagne aber nicht nur Omas, sondern Menschen aus allen Altersgruppen zusammen. Mit der Menschenkette sollte das Rathaus – als Ort der Demokratie – symbolisch geschützt werden.
Engagierte Omas: Die „Omas gegen Rechts“, hier von links Reinhild Steiner, Dorle Klindt und Gisela Dannemann, organisierten am Samstag eine Menschenkette ums Rathaus. Es sollte ein Zeichen für die Demokratie sein.
Dass die Demokratie den Schutz in diesen Tagen des Wahlkampfs mehr denn je benötige, darin waren sich viele Teilnehmer einig. „Wir müssen gemeinsam aufstehen für die Demokratie, das ist ganz wichtig. Wenn jetzt nichts passiert, ist es zu spät. Es tut gut, zu sehen, wie viele wir doch sind“, sagte Fazilet Karakas-Blutte, die ehemalige Vorsitzende des Gesamtpersonalrats der Stadt Kassel. Und Brigitte Gabel, die neben ihr in der Menschenkette stand, ergänzte: „Wir müssen die Brandmauer zur AfD wieder stark machen, wieder neu aufbauen.“
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„Omas gegen Rechts“ demonstrieren vor dem Rathaus in Kassel
Mit La-Ola-Wellen und Gesang sorgten die Demonstrantinnen und Demonstranten für gute Laune in der Innenstadt. Kurz nach 12 Uhr löste sich die Menschenkette so schnell wieder auf, wie sie sich gebildet hatte. Zum Abschied gab es noch „Danke, Omas!“-Sprechchöre.
Organisatorin Gabriele Kopp von den Omas gegen Rechts in Kassel war sichtlich zufrieden mit dem Zulauf und der guten Stimmung. „Wir geben unser Bestes“, sagte sie. Auch an den nächsten Samstagen seien die Omas gegen Rechts, die 90 Mitglieder haben – darunter auch Opas und jüngere Frauen – in der Innenstadt mit einem Infostand präsent. Kopps Hoffnung sei es, dass nach der Bundeswahl eine „gute Koalition mit demokratischen Kräften zustande kommt.“ (Bastian Ludwig)