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Hessen lockt mit zahlreichen Weihnachtsmärkten. Von Großveranstaltungen bis zu Burgenmärkten ist alles dabei. Der Überblick.
Kassel – Geschmückte Tannenbäume, duftender Glühwein und geröstete Mandeln: In der Vorweihnachtszeit locken in Hessen erneut viele Weihnachtsmärkte die Besucher an. Von beliebten Großveranstaltungen bis hin zu gemütlichen Märkten auf Burgen und in Waldgebieten präsentiert sich das Bundesland von seiner weihnachtlichen Seite. Der Überblick.
Weihanchtsmärkte in Frankfurt: Von Bethmännchen über heiße Cocktails bis zu skandinavischem Flair
Frankfurts größter Weihnachtsmarkt in Hessen öffnet vom 24. November bis 22. Dezember seine Pforten für Spaziergänger und Genießer. Neben warmem Glühwein bietet die Mainstadt selbstverständlich auch erhitzten Apfelwein an. Zudem gehören die bekannten Bethmännchen dazu - eine weihnachtliche Süßspeise aus Mandeln und Marzipan.
Nordisches Ambiente bieten am ersten Adventswochenende die schwedischen und finnischen Weihnachtsmärkte. Besucher erwarten Köstlichkeiten, Musik und handwerkliche Erzeugnisse, beispielsweise Schmuckstücke aus Lappland, schwedischer „Glögg“ sowie finnische Rentiersuppe. Der finnische Weihnachtsbasar bei der Dornbuschkirche öffnet samstags von 11 bis 18 Uhr, sonntags bis 16 Uhr. Der schwedische Weihnachtsmarkt im Gemeindehaus Preungesheim empfängt Gäste samstags von 11 bis 18 Uhr, sonntags von 12 bis 16 Uhr.
Weihnachtsmärkte in Hessen: Wiesbaden lockt mit Eisbahn
Internationale Atmosphäre herrscht ebenfalls am Rhein: Beim „Weihnachtsmarkt der Nationen“ treffen sich in Rüdesheim über 20 Nationen aus vier Erdteilen. Vom 20. November bis 23. Dezember verkaufen sie Spezialitäten und Erzeugnisse aus der ganzen Welt. Wer möchte, kann mit der Seilbahn zusätzlich einen Ausflug zum Niederwalddenkmal unternehmen.
Wiesbaden empfängt vom 25. November bis 23. Dezember Gäste zum „Sternschnuppenmarkt“. Im Riesenrad haben Besucher die Möglichkeit, den Markt von oben zu betrachten. Vor dem Kurhaus besteht vom 25. November bis 11. Januar die Chance zum Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen.
Odenwälder Spezialitäten in Michelstadt und Fischbachtal
Auf dem Weihnachtsmarkt in Michelstadt säumen vom 28. November bis 21. Dezember rund 100 geschmückte Holzbuden die beleuchtete Altstadt. Unter anderem werden Kunsthandwerk und Delikatessen aus dem Odenwald angeboten, zudem sind über den ganzen Markt lebensgroße Holzfiguren verteilt und dienen zum Teil als Wegweiser. Der Michelstädter Weihnachtsmarkt hat immer von Mittwoch bis Sonntag geöffnet.
Auch ein Abstecher zum Lichtenberger Adventsmarkt in Fischbachtal (Odenwald) lohnt sich. Rund um das Schloss werden Besucher am ersten Adventswochenende an den Ständen im alten Ortskern verköstigt, im Schloss gibt es Adventskonzerte. Toll für Kinder: Dem Markt stattet auch der Nikolaus einen Besuch ab, die Odenwälder Lebkuchenfrauen haben Geschenke dabei. Eröffnung ist am Freitag, 28. November, um 18 Uhr. Samstags haben die Stände von 15 bis 22 Uhr geöffnet, sonntags von 12 bis 20 Uhr.
Weihnachtliche Zeitreise im Freilichtmuseum Hessenpark
Wer erfahren will, wie Weihnachten einst in hessischen Wohnstuben gefeiert wurde, findet beim „Advent im Museum“ im Freilichtmuseum Hessenpark (Neu-Anspach) die richtige Adresse. Vom 29. November bis 14. Dezember lassen sich an den Wochenenden dekorierte Wohnräume und historische Adventskalender erkunden.
Auf dem festlich beleuchteten Marktplatz und in den Gebäuden zeigen etwa 30 Aussteller Kunsthandwerk und bieten ihre Waren an. Geöffnet ist immer von 10 bis 19 Uhr. Der Eintritt liegt bei 11 Euro für Erwachsene und einem Euro für Kinder ab sechs Jahren.
Hoch hinaus in Schmitten und Schotten
„Willkommen auf Hessens höchstgelegenem Weihnachtsmarkt“ heißt es auf der Homepage der Gemeinde Schmitten im Taunus. Am Fuß des Großen Feldbergs lädt der Ortsteil Oberreifenberg am dritten Adventswochenende zu regionalen Spezialitäten auf rund 640 Metern Höhe ein. Am Samstag hat der Weihnachtsmarkt von 14 bis 21 Uhr geöffnet, am Sonntag von 11 bis 18 Uhr.
Hoch hinaus geht es auch auf dem Hoherodskopf im mittelhessischen Schotten. Stockbrot am Lagerfeuer, Fackelwanderungen und eine Schneebar gibt es bei der „Romantischen Bergweihnacht“ am 20. und 21. Dezember. Wer noch ein Geschenk sucht, könnte an den Ständen fündig werden. Dort werden Tee, Liköre, Marmeladen und „Vulkanhonig“ angeboten, außerdem handgemachte Seifen, Vogelsberger Bauernkörbe und Keramikfiguren.
Pop-Up-Weihnachtsmarkt in Gießen und Lichterfest in Marburg
In Gießen gibt es neben klassischen Marktständen auch einen Pop-Up-Weihnachtsmarkt in der Katharinengasse. Dort präsentieren Kunsthandwerker und gemeinnützige Vereine ihre Arbeit. Der Gießener Weihnachtsmarkt beginnt am 24. November und lädt bis 30. Dezember zum Bummeln und Verweilen ein.
In Marburg locken festlich dekorierte Stände rund um die gotische Elisabethkirche und vor dem historischen Rathaus. Los geht es am 28. Dezember, dann hat der Markt bis zum 23. Dezember geöffnet. Zur Eröffnung feiert die Stadt auch das Lichterfest „Marburg by Night“: Mit aufwendigen Lichtinstallationen werden Gebäude in Szene gesetzt. Für winterliches Vergnügen sorgt der Eispalast am Georg-Gaßmann-Stadion, ein Krippenpfad führt Besucher an dekorierten Schaufenstern vorbei.
Rentiere, Feuershow und ein fliegender Weihnachtsmann in Kassel
Der Märchenweihnachtsmarkt in Kassel steht dieses Jahr im Zeichen von „Frau Holle“. Vom 24. November bis zum 30. Dezember erwartet Besucher neben Glühwein und einem Riesenrad auch ein Märchenwald mit Lagerfeuer. Ebenfalls dabei: eine 70 Meter lange Märchenrutsche und die mit 22 Metern weltgrößte Märchenpyramide. Höhepunkt ist der fliegende Weihnachtsmann: In 40 Metern Höhe sausen die Hochseilartisten Falko Traber und Sohn Fernando bis zum 23. Dezember allabendlich im Rentier-Schlitten über Besucher und Buden hinweg.
Rentiere, Wölfe und ein mittelalterlicher Weihnachtsmarkt erwarten Besucher am 6. und 7. Dezember im Tierpark Sababurg bei Hofgeismar. An mehr als 40 Marktständen werden Töpferwaren, Schmiedekunst und Holzarbeiten präsentiert. Musik, Feuer- und Zaubershows runden das Spektakel ab. Der Markt im Tierpark hat am Samstag von 10 bis 20 Uhr geöffnet, am Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren kostet der Eintritt 12 Euro. Kinder, Schüler und Studenten zahlen 7,50 Euro.
Die größte Kerze der Welt steht auf Weihnachtsmarkt in Hessen
Auch Fulda lockt vom 21. November bis 23. Dezember mit einem mittelalterlichen Weihnachtsdorf - inklusive Gauklern, Handwerk und Rittern. Am Platz Unterm Heilig Kreuz und in der Friedrichstraße laden kleine Holzbuden im „Winterwald“ zum Verweilen ein, ein regionaler Markt hat nachhaltige Waren und typische Speisen aus der Rhön im Angebot. Zahlreiche Stände gibt es zudem um die geschmückte Weihnachtspyramide in der Innenstadt.
Wenn in Schlitz der Weihnachtsmarkt beginnt, sieht man das schon von Weitem. Lange Bahnen aus rotem Stoff verwandeln den Bergfried der Hinterburg seit 1991 in die größte Weihnachtskerze der Welt. Zur Schlitzer Burgenweihnacht können Besucher an den Adventswochenenden jeweils samstags und sonntags von 12 bis 20 Uhr und am 5. Dezember von 16 bis 22 Uhr.
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