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Kleine Verlage leiden unter dem digitalen Wandel und der Inflation. Claudia Roth will nun Fördermöglichkeiten prüfen, um die Vielfalt der Buchkultur zu erhalten.
Frankfurt - Anlässlich des 75. Jahrestages der Frankfurter Buchmesse sieht Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) die Verlagswelt vor zahlreichen Hürden. „Kostensteigerungen aufgrund der Inflation und der digitale Wandel verbunden mit einem Rückgang bei den Leserzahlen sind nur zwei der Beispiele“, so Roth gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Sie versicherte, Unterstützungsoptionen insbesondere für kleinere Verlage zu untersuchen.
„Kleine, unabhängige Verlage leiden besonders unter diesen Herausforderungen und stehen unter enormem Druck“, erklärte Roth. Sie sind oft mit hoher Arbeitsbelastung, großer Verantwortung und finanziellen Risiken konfrontiert. Gerade diese Verlage sind jedoch für die vielfältige Buchkultur Deutschlands unerlässlich. „Wir hören den Wunsch der Branche nach einer strukturellen Förderung“, so Roth. „Daher setzen wir uns mit verschiedenen Ideen und Konzepten dazu intensiv auseinander und werden gemeinsam mit den Ländern Fördermöglichkeiten prüfen.“
Buchmesse in Frankfurt feiert großes Jubiläum – Slowenien ist Gastland 2023
Die Frankfurter Buchmesse feiert in diesem Jahr ihr 75. Jubiläum. Bei der Erstausgabe 1949, damals noch in der Paulskirche, waren nur etwas über 200 Verlage vertreten. Im vergangenen Jahr zählte man 93.000 Fachbesucher und 87.000 Privatbesucher, und über 4.000 Aussteller aus 95 Ländern nahmen teil.
Das Gastland in diesem Jahr ist Slowenien. Die Eröffnung der weltweit größten Buchmesse erfolgt am 17. Oktober durch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die slowenische Präsidentin Nataša Pirc Musar. Ein Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltung ist die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an Salman Rushdie am 22. Oktober. (spr/dpa)
Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung bearbeitet und vor der Veröffentlichung von Redakteur Sebastian Richter sorgfältig geprüft.
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