Schadstoffhaltige Teile ausgebaut

Schule wird von Tag zu Tag kleiner: Abbrucharbeiten in Schlitz gehen planmäßig voran

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Von der ehemaligen Pausenhalle ist inzwischen nur noch ein kleiner Teil übrig.
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Ende August haben die Arbeiten zum Rückbau der alten Gesamtschule Schlitzerland begonnen. Drei Monate später sind große Teile des Gebäudekomplexes verschwunden.

Schlitz - Die Arbeiten der Firma Knepper aus dem westfälischen Lippstadt schreiten offenbar planmäßig voran. Laut Zeitvorgabe soll das Gelände bis Weihnachten frei und eingeebnet sein. Nachdem das Hallenbad innerhalb von knapp zwei Wochen abgerissen war, wandten sich die Männer mit ihren schweren Maschinen der Schule zu.

Vogelsberg: Abbrucharbeiten in Schlitz gehen planmäßig voran

Dort waren zu diesem Zeitpunkt noch die Mitarbeiter der Kalbacher Firma Entox zugange. Diese hatten Ende August damit begonnen, alle schadstoffhaltigen Stoffe und Bauteile auszubauen und sachgerecht zu entsorgen. Insbesondere das Thema Asbest spielte dabei eine Rolle. Aus Sicherheitsgründen wurden immer wieder Schleusen in Räume oder ganze Bereiche eingebaut, damit weder die Mitarbeiter noch die Nachbarn oder die Umwelt im Allgemeinen gefährdet werden konnten.

„Wir sind seit etwa zwei Wochen mit unserer Arbeit fertig. Zuletzt haben wir in den Stelzenbauten Decken und Fußbodenbeläge sowie im Erdgeschoss auch die Korkdämmung ausgebaut“, berichtet der aus Sandlofs stammende Bauleiter Gerhard Tobias auf Anfrage unserer Zeitung. Mit vier bis sechs Leuten war seine Firma vor Ort, um diesen Auftrag des Vogelsbergkreises abzuwickeln.

Steinhaufen und Bagger mit deren Hilfe die verschiedenen Materialien getrennt und sortiert werden, sind in der Nähe des ehemaligen Hallenbades im Einsatz.

Während die Entox-Männer bereits in den Stelzenbauten entlang der Schlesischen Straße tätig waren, begann Knepper am anderen Ende des Geländes damit, die Schule abzureißen. Zudem wurde damit begonnen, Metallteile aus den Trümmern zu entfernen – dies geschieht mit Hilfe von großen Magneten, die an den Arm des Baggers gekoppelt werden.

„Wir sind an das Kreislaufwirtschaftsgesetz gebunden und müssen den Bauschutt nach Sorten trennen und einer Wiederverwertung zuführen“, erläutert Thilo Grünebaum von dem Abrissunternehmen. Holz, Dämmwolle und Schrott müsse „alles zurückgeführt werden, wo es herkommt. Das ist manchmal die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.“

Im Laufe der nächsten Woche soll ein Brecher in Schlitz eintreffen. Mit diesem wird das Abbruchmaterial zerkleinert, so dass es letztlich in dem Gelände eingebaut werden kann.

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