Nasser Winter

Temperaturen bleiben mild: Februar steuert auf Wärme-Rekord zu

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Der Februar ist zwar noch nicht vorüber, doch der Monat steuert auf einen Rekord zu. Und auch insgesamt lässt sich der Winter mit den Worten „mild“ und „nass“ gut zusammenfassen.

Wiesbaden - Keine Frage: Der Winter 2023/2024 hatte auch schneereiche und kalte Momente. Da diese Wetter-Ereignisse vielerorts für Chaos sorgten, bleiben sie sicher auch eher im Gedächtnis. Das ändere jedoch nichts daran, dass es sich beim aktuellen Winter um einen Mildwinter handelt, betont Diplom-Meteorologe Dominik Jung.

Wetter bleibt mild und grau - Februar steuert auf Wärme-Rekord zu

Eben diesen Mildwinter hätten Langfristwettermodelle bereits im Sommer 2023 prognostiziert. Und der Februar passt aktuell genau in diese Prognose. Denn der kurze Monat sei derzeit sogar rekordwarm, betont Jung. „Die mittlere Temperatur liegt in diesem Monat bisher über 6,0 Grad.“

Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 sei ein Februar-Monat noch nie so warm gewesen. „Es wird spannend, doch am Ende könnte ein Rekord-Monat stehen, denn eine echte Abkühlung ist nicht in Sicht“, sagt der Meteorologe. Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag werden nochmal sehr warm, bis zu 16 oder 17 Grad seien dann in Deutschland möglich. „Das sind Höchstwerte aus Anfang April und eben nicht aus Mitte Februar“, ordnet Jung das Wetter-Geschehen ein.

Aufgrund der milden Temperaturen zeigen sich auch schon die ersten Schneeglöckchen. (Symbolfoto)

Ganz so warm wird es in Hessen laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) nicht. Die Höchsttemperatur liege am Mittwoch zwischen 8 und 12 Grad, in Hochlagen um 6 Grad. Dabei bleibe es bedeckt und zeitweise sei mit Regen oder Sprühregen zu rechnen.

Auch am Donnerstag wird es kaum freundlicher. Es bleibt wechselnd, oft auch stark bewölkt mit zunächst noch etwas Regen, der sich im Verlauf des Tages verziehen soll. Die Temperaturen zeigen sich laut DWD „ungewöhnlich mild“ bei 12 bis 15 Grad.

Winter war mild und nass: „Klimawandel wirft weitere Schatten“

Steuern wir nun also auf einen warmen Frühling zu? Nicht unbedingt. Denn der milde Winter bedeute nicht, „dass es irgendwann im März oder April nicht doch nochmal kalte Tage mit Schnee geben könnte“, räumt Meteorologe Jung ein. Fest steht nur: „Der aktuelle Winter wird im Bereich der fünf wärmsten landen, seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.“

Übrigens haben nicht nur die Temperaturen für Superlative gesorgt. Laut Jung handelt es sich um den nassesten Winter seit mindestens 12 Jahren. „Schuld daran ist der in diesem Jahr extrem warme Atlantik. Es kann dadurch mehr Wasser verdunsten und die Luftmassen sind feuchter und damit kann auch mehr Niederschlag fallen. Der Klimawandel wirft weitere Schatten“ erklärt der Wetter-Experte.

Rubriklistenbild: © dpa

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