VonLeon Schmittschließen
Anja Hildmannschließen
In den vergangenen Tagen kam es in der Region wetterbedingt zu Einschränkungen. Die Einsatzkräfte hatten alle Hände voll zu tun. Durch das Verhalten mancher Lkw-Fahrer wurde die Arbeit der Helfer allerdings erschwert.
- Wetter in Hessen: Eine Luftmassengrenze über Deutschland sorgte für ein Wetterchaos.
- Eisregen und Schneefall haben Mittwoch und Donnerstag Probleme verursacht - auch im Raum Fulda
- Unser News-Ticker hält Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden
+++ 17.07 Uhr: Der Schneefall und die vereisten Fahrbahnen haben die Einsatzkräfte über 43 Stunden in Atem gehalten, bilanziert die Polizei in Fulda. „Zu Spitzenzeiten hat es sich auf der A5 in Richtung Norden bis zu 40 Kilometern und auf der A7 zwischen dem Hattenbacher Dreieck und der Landesgrenze Bayern bis zu 55 Kilometern gestaut“, berichtet die Polizei.
Polizei kritisiert Lkw-Fahrer nach Winter-Chaos auf Autobahnen
Die Beamten kritisieren in ihrer Mitteilung aber das Verhalten zahlreicher Lkw-Fahrer, die die Arbeit der Einsatzkräfte erschwert hätten. Teilweise seien alle Fahrbahnen zugestellt gewesen. Außerdem seien durch die Verkehrsteilnehmer oftmals keine Rettungsgassen gebildet worden. „Das hat unter anderem dazu geführt, dass Räum- und Streufahrzeuge nicht an die entsprechenden Einsatzorte gelangten und es zu erheblichen Verzögerungen kam“, heißt es.
Kilometerlange Staus: Schnee und Glätte sorgen für Stillstand auf den Autobahnen




Auch mehrere Verkehrsteilnehmer mit Sommerreifen haben sich immer wieder festgefahren und die Arbeit der engagierten Kräfte erschwert. Aufgrund der Dauer der Sperrung mussten zudem Not-Betankungen - fußläufig durch Einsatzkräfte - vorgenommen werden.
Auf Parkplätzen wurden Versorgungspunkte eingerichtet, da die fehlenden Rettungsgassen eine Versorgung durch Fahrzeuge an vielen Stellen unmöglich machten. So haben die Helferinnen und Helfer ebenfalls zu Fuß versucht, möglichst viele Verkehrsteilnehmer zu erreichen. „Die Umstände haben es jedoch schlichtweg nicht ermöglicht, alle Autobahnabschnitte zu versorgen“, heißt es von der Polizei. Ein Marbacher, der die Winternacht im Stau auf der A7 verbrachte, berichtet.
+++ 13.43 Uhr: Die seit Donnerstagmittag wegen Schnee und Eisglätte gesperrte Autobahn 5 in Mittelhessen ist wieder befahrbar. Auch die nach einem tödlichen Unfall erfolgte Vollsperrung nahe der Raststätte Reinhardshain sei am Mittag aufgehoben worden, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.
Winter-Chaos in Hessen: Situation auf Autobahnen entspannt sich
Auf den anderen betroffenen Autobahnen in Hessen hat sich die Situation ebenfalls wieder normalisiert. Durch Abschleppen und wieder flott machen habe sich der Verkehr beruhigt, hieß es beim Polizeipräsidium Fulda. Auch die anderen Präsidien sprachen von einer Normalisierung.
Update vom 19. Januar, 6.52 Uhr: Zahlreiche Lastwagen haben die A5 in Osthessen wegen Schnee und Eis auch in der Nacht zum Freitag blockiert. Zwischen Gießen und Alsfeld war die Autobahn schon seit Donnerstagmittag gesperrt, wie eine Polizistin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in der Nacht mitteilte.
Winter-Chaos auf Autobahnen in Hessen: Tödlicher Unfall an Stauende
Bei einem Auffahrunfall bei Reinhardshain nahe Gießen kam auf der A5 ein 50 Jahre alter Lkw-Fahrer ums Leben. Der Mann war mit seinem Sattelzug kurz nach Mitternacht nahezu ungebremst auf das Ende eines Staus aufgefahren, wie die Polizei am Morgen mitteilte. Er starb noch an der Unfallstelle. Der Stau hatte sich gebildet, als Fahrzeuge bei Schnee und Glätte liegen geblieben waren, wie die Polizei berichtete.
Man versuche derzeit verstärkt, die Lastwagenfahrer zum Weiterfahren zu bewegen, was aber nicht nur durch das Wetter erschwert wird. Hinzukämen auch Treibstoffmangel, weil die Fahrer ihre Heizungen laufen ließen, oder gesetzliche Ruhezeiten, die die Fahrer an der Weiterfahrt hinderten.
+++ 20.56 Uhr: Noch immer geht es auf den Autobahnen in Hessen nur langsam voran. Die Probleme seien die gleichen wie im Laufe des Tages, heißte es von der Polizei. Die Ordnungshüter und die Straßenmeisterei seien dabei, den Verkehr überall in Gang zu bringen. Da manche LKW-Fahrer allerdings schlafen oder es Anlaufschwierigkeiten gibt, da die LKW so lange standen, käme es weiterhin zu Verzögerungen.
Staus auf osthessischen Autobahnen - Polizei appelliert
Wann die Autobahnen wieder frei sind oder über wie viele Kilometer sich die Staus erstrecken sei leider nicht bekannt. Die Polizei hoffe aber, dass im Laufe der Nacht oder in den frühen Morgenstunden die Straßen wieder frei sind.
Größere Unfälle hätten sich nicht mehr ereignet. Auf der A4 habe es zwei kleinere Unfälle, einer mit leicht Verletzten und einer ohne Verletzte gegeben.
+++ 13.09 Uhr: Nach wie vor geht es auf den Autobahnen in Osthessen gar nicht oder nur schleppend voran. Deshalb appelliert nun die osthessische Polizei an die Verkehrsteilnehmer:
- „Aufgrund der erheblichen Verkehrsbehinderungen und der Stausituation auf den Autobahnen 4, 5, 7 und 66 (Richtung Fulda) bitte momentan nicht mehr auf die Autobahnen auffahren.
- Auf den Autobahnen unbedingt Rettungsgassen bilden.“
Die Beamten teilen außerdem mit, dass im Stau stehende Verkehrsteilnehmer von Helfern des THW und Feuerwehrkräften „so gut wie aktuell möglich versorgt und betreut“ werden.
Indes wird der Busverkehr im nördlichen Kreisgebiet, der gegen 10.30 Uhr vorübergehend eingestellt worden war, seit 12.30 Uhr sukzessive wieder aufgenommen. Das teilte die Lokale Nahverkehrsgesellschaft (LNG) Fulda mit.
+++ 11.06 Uhr: Auch im öffentlichen Nahverkehr sorgen Schnee und Eis für Einschränkungen. „Aufgrund der aktuellen Witterung wird der Busverkehr im nördlichen Kreisgebiet (Altkreis Hünfeld) vorübergehend eingestellt“, heißt es in einer Mitteilung der LNG. Die Fahrten der Linien 70 bis 87 entfallen vorerst.
Laut RhönEnergie wurde auch der Busverkehr im Landkreis Hersfeld-Rotenburg eingestellt. Der Verkehr werde wieder aufgenommen, sobald es die Straßenverhältnisse zulassen.
Winter-Chaos auf Autobahnen in Hessen: Kilometerlange Staus
+++ 10.08 Uhr: Die Polizei hat weitere Angaben zum Winter-Chaos auf den Autobahnen 4, 5 und 7 gemacht, wo seit Mittwochabend liegengebliebene Laster für Staus sorgen (siehe Update vom 18. Januar, 7.08 Uhr). Demnach zog das Technische Hilfswerk (THW) im Laufe der Nacht etliche Lkw wieder an und unterstützte die Autobahnmeistereien und die Abschleppdienste. „Helferinnen und Helfer des DRK und Feuerwehrkräfte waren teilweise zu Fuß im Stau unterwegs, um die Menschen in den Fahrzeugen zu versorgen und zu betreuen“, heißt es.
„Nachdem sich die Wetterlage ab etwa Mitternacht zunächst beruhigte und sich die Staus zum Teil langsam auflösten, mussten Kollegen der Polizeiautobahnstation schlafende Lkw-Fahrer aufwecken, damit diese ihre Fahrt fortsetzten“, so die Polizei. Im weiteren Verlauf der Nacht sei allerdings noch hinzugekommen, dass sich zum Teil Eis auf den Fahrbahnen der Autobahnen gebildet hatte. Dies habe dazu geführt, dass die Lkw nicht vorankamen.
„Insbesondere auf der A7 um das Hattenbacher Dreieck bildete sich ein circa 30 Kilometer langer Rückstau, dessen Auflösung noch weit in den Donnerstagvormittag hineinreichen wird“, heißt es. In dem Stau befanden sich laut Polizei unter anderem zwei Schwangere, die durch Einsatzkräfte durch die Rettungsgasse begleitet wurden.
Die Polizei- und Rettungskräfte seien weiterhin mit einer Vielzahl von Kolleginnen und Kollegen zu vielen Hilfeleistungseinsätzen unterwegs. „Dies gestaltet sich leider relativ schwierig und langwierig, da die winterliche Wetterlage mit Schneefall und glatten Straßen weiter andauert.“ Aus diesem Grund bittet die Polizei Verkehrsteilnehmer, „ihre Fahrweise und Geschwindigkeiten den Witterungsverhältnissen anzupassen und unnötige Fahrten zu vermeiden“.
+++ 9.39 Uhr: Nicht nur auf den Autobahnen gibt es Verkehrseinschränkungen, auch auf den Straßen in Fulda geht es nur schleppend voran. Weil einige Straßen nicht geräumt sind, ist besondere Vorsicht geboten. Bei Kohlhaus hat ein querstehender Laster Probleme verursacht.
Zu einem schweren Unfall war es am Mittwochabend im Vogelsberg gekommen. Ein Lkw krachte bei Schlitz-Queck gegen mehrere Fahrzeuge, nachdem der Fahrer auf schneebedeckter Straße die Kontrolle verloren hatte.
Update vom 18. Januar, 7.08 Uhr: Durch das Winterwetter ist der Verkehr auf den Autobahnen 4, 5 und 7 erheblich beeinträchtigt. „Insbesondere durch viele Lkw-Fahrer wurden alle Fahrspuren blockiert, da diese offenbar der Auffassung waren, sie könnten in Steigungsstrecken überholen“, teilte die Polizei am frühen Morgen mit.
Dies sei aufgrund der meist schneebedeckten Fahrbahnen jedoch nicht möglich gewesen, sodass die Fahrzeuge zum Stillstand kamen und den nachfolgenden Verkehr blockierten. Auch die Räumfahrzeuge der Autobahnmeistereien konnten dadurch nicht räumen und streuen. Es bildeten sich kilometerlange Staus, viele Autofahrer saßen in der Nacht auf Donnerstag fest.
Schnee und Eis: Weiterhin Staus auf Autobahnen in Osthessen
Auch am Donnerstagmorgen kommt es weiterhin für massive Verkehrsbeeinträchtigungen. Derzeit komme es auf der A4, A5 und A7 zu mehreren kilometerlangen Staus, teilte ein Polizeisprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit.
Die Situation sei „sehr problematisch“, so der Polizeisprecher. Die betroffenen Autofahrer wurden durch das Deutsche Rote Kreuz weiterhin mit Getränken versorgt. Zudem waren Kräfte des Technischen Hilfswerks vor Ort, um die Lkw abzuschleppen oder anzuschieben.
Derweil sind die Warnungen des Deutschen Wetterdiensts (DWD) vor starkem Schneefall und Glatteis in den osthessischen Kreisen aufgehoben worden beziehungsweise ausgelaufen. Bis zum Nachmittag warnt der DWD noch vor Schneefall. Die Meteorologen rechnen bis 14 Uhr mit einer Schneemenge zwischen 5 und 15 Zentimetern. Verbreitet werde es glatt.
+++ 21.14 Uhr: Wie die Polizei auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, ist die Situation aktuell besonders auf den Autobahnen angespannt. Vielerorts kommen Lkw aufgrund der Witterung nicht vom Fleck. Betroffen sind die Autobahnen 5, 7 und 4. Die Ordnungshüter erhalten nun auch tatkräftige Unterstützung vom Roten Kreuz und vom Technischen Hilfswerk.
Schnee und Eisglätte in Hessen: Lkw kommen auf Autobahnen nicht weiter
Im Bereich Fulda sei der Tag bisher relativ glimpflich verlaufen, so die Beamten. Und auch insgesamt habe es keine schweren Unfälle gegeben - lediglich Auffahrunfälle mit Sachschäden und wenigen Leichtverletzten. Eine detaillierte Bilanz der Polizei soll es am Donnerstagmorgen geben.
+++ 17.16 Uhr: Wegen des Schneefalls und der Witterungsbedingungen hat die Lokale Nahverkehrsgesellschaft (LNG) den Busverkehr im Altkreis Hünfeld seit 16.30 Uhr eingestellt. Betroffen sind die Linien 70 bis 87. Das teilen die LNG und die RhönEnergie mit. Zwischen Gießen und Fulda fahren zudem seit dem Nachmittag keine Züge (RB 45) mehr. „Die Situation kann lokal sehr unterschiedlich sein. Der Busverkehr wird daher der aktuellen, lokalen Wetterlage angepasst“, erklärt die RhönEnergie.
Nicht nur im Kreis Fulda (siehe Update von 12.01 Uhr), auch im Vogelsberg wird am Donnerstag (18. Januar) kein Präsenzunterricht an den Schulen stattfinden. Das hat das Staatliche Schulamt für den Landkreis Gießen und den Vogelsbergkreis entschieden. Eine reguläre Schülerbeförderung könne vielerorts nicht gewährleistet werden, so die Verantwortlichen. Es soll Distanzunterricht und eine Notbetreuung geben.
Schnee und Glätte in Hessen: Unfall mit Krankenwagen in Fulda
+++ 16.40 Uhr: Wie die Polizei am späten Nachmittag auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, liegt die Zahl der Glätte-Unfälle in der Region aktuell im unteren zweistelligen Bereich. In den meisten Fällen sei lediglich Sachschaden entstanden.
Bei einem Unfall auf der A4 bei Kirchheim seien allerdings zwei Polizeibeamte leicht verletzt worden. Dort war es zunächst zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Lkw gekommen. Eine Funkstreife der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld fuhr zur Unfallstelle um den Unfall aufzunehmen.
Aufgrund der winterlichen Verhältnisse wurde durch die Funkstreife zuerst die Unfallstelle abgesichert und danach die Unfallaufnahme durchgeführt. Kurz nach der Unfallaufnahme kam es zu einem Zusammenstoß zwischen einem rumänischen Kleintransporter und dem Streifenwagen.
„Ein 28-jähriger rumänische Fahrer eines Kleintransporters erkannte nach momentanem Ermittlungsstand den Funkstreifenwagen zu spät und fuhr auf den stehenden Streifenwagen auf“, so die Polizei. Zum Unfallzeitpunkt befanden sich beide Polizeibeamten im Streifenwagen und wurden durch den Zusammenstoß leicht verletzt. Sie mussten anschließend in ein umliegendes Krankenhaus gebracht werden. Am Streifenwagen entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 6000 Euro, am rumänischen Kleintransporter in Höhe von circa 1500 Euro.
Auch bei einem Unfall in Nentershausen wurde eine Person leicht verletzt. Nach ersten Erkenntnissen ist dort ein Pkw gegen einen Baum gerutscht.
In der Alfred-Dregger-Allee in Fulda kam es unterdessen zu einem Auffahrunfall mit einem Pkw und einem Krankenwagen, wie Reporter vor Ort berichten. Genaue Details zum Unfallhergang und ob jemand verletzt wurde, ist aktuell noch nicht bekannt.
+++ 13.27 Uhr: In Fulda hat es am Vormittag angefangen zu schneien. Das aufgrund des angekündigten Unwetters befürchtete Schneechaos ist zunächst aber ausgeblieben - nicht nur in Osthessen, sondern im ganzen Bundesland. Laut den sieben Polizeipräsidien in Hessen war die Lage am Mittwochmorgen zunächst ruhig, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).
Entwarnung gibt es allerdings noch nicht. Bis Donnerstagmorgen besteht laut dem Wetterdienst hohe Glättegefahr durch gefrierenden Regen. Am Frankfurter Flughafen sind seit dem Mittag keine Flugzeugstarts mehr möglich. Die Flugzeuge könnten wegen des anhaltenden Eisregens vor dem Start nicht mehr sicher enteist werden, sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport.
Schnee und Glätte in Hessen: Schulen in Fulda bleiben dicht
+++ 12.01 Uhr: Wie das Schulamt mitteilt, fällt nicht nur am Mittwoch, sondern auch am Donnerstag der Präsenzunterricht in allen Schulen des Schulamtsbezirks Fulda aus. Witterungsbedingt werde „Distanzunterricht mit Notbetreuung“ stattfinden, heißt es.
Durch gefrierenden Regen und Eisregen ist auf den Straßen äußerste Vorsicht geboten. Doch wie entsteht eigentlich Eisregen?
Update von 17. Januar, 7.23 Uhr: Nachdem bereits am Dienstagabend feststand, dass heute viele Schulen im Main-Kinzig-Kreis dicht bleiben, hat am Mittwochmorgen auch das Staatliche Schulamt in Fulda auf die aktuellen Schnee- und Glätte-Warnungen reagiert. „In Absprache mit den Schulträgern findet heute witterungsbedingt in allen Schulen im Schulamtsbezirk Fulda Distanzunterricht statt“, so das Schulamt. Darüber informieren die Fuldaer Schulen auch auf ihren Webseiten.
Auf den Straßen in Hessen ist heute besondere Vorsicht geboten. Die Menschen müssen sich am Mittwoch auf Unwetter und Glatteis einstellen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor kräftigen Schneefällen, die von Süden aus ab dem Morgen Richtung Norden ziehen. Autofahrten sollten nach Möglichkeit vermieden werden.
Laut DWD-Warnkarte (Stand 7 Uhr) könnte die Glätte besonders im Süden Hessens zum Problem werden. Dort wird von Mittwochmorgen bis Donnerstagmorgen vor extremen Glatteis (Stufe 4 von 4) gewarnt. Im Raum Frankfurt sowie im südlichen Main-Kinzig-Kreis müsse „mit erheblichen Beeinträchtigungen im Straßen- und Schienenverkehr gerechnet werden“, heißt es.
Auch in Osthessen wird es den aktuellen Warnungen zufolge glatt - und das offenbar früher als erwartet. Bereits ab 10 Uhr bestehe „eine sehr hohe Glättegefahr durch gefrierenden Regen sowie starken Eisansatz“. Gestern Abend hatte der Wetterdienst eine Glättewarnung ab Mittwochabend, 17 Uhr, herausgegeben (siehe Update von Dienstag, 18.24 Uhr).
Zusätzlich bekommen es zahlreiche Landkreise in Hessen - darunter auch die osthessischen Kreise Fulda, Vogelsberg und Hersfeld-Rotenburg - mit starkem Schneefall zu tun. Von Mittwoch, 11 Uhr, bis Donnerstag, 9 Uhr, werden Mengen zwischen 15 und 30 Zentimeter erwartet. „In Staulagen werden Mengen bis 40 Zentimeter erreicht“, so der DWD.
+++ 18.24 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Wetter- und Unwetterwarnungen für Mittwoch weiter präzisiert. Im Landkreis Fulda wird ab dem frühen Morgen starker Schneefall erwartet. Eine Glättewarnung gilt jedoch erst ab 17 Uhr.
Für den Main-Kinzig-Kreis hat der DWD eine Unwetterwarnung vor Glatteis bereits ab 12 Uhr herausgegeben. Die Meteorologen rechnen hier mit gefrierendem Regen. Zahlreiche Schulen stellen daher auf Distanzunterricht um. An den Schulen im Kreis Fulda soll der Unterricht weitgehend normal stattfinden.
Fulda: Schneefall und Eisregen im Anmarsch - Wetterdienst warnt
Ob die Stadtbusse in Fulda fahren, hängt laut RhönEnergie von den letztlich herrschenden Wetterverhältnissen ab. Insgesamt dürfte es in Hessen am Mittwoch zu großen Verkehrsbehinderungen kommen. Auch der Flugverkehr ist betroffen. Wegen des erwarteten Wintereinbruchs in der Mitte und dem Süden Deutschlands bietet die Lufthansa in Frankfurt nur einen „Rumpfflugplan“ an. Für Südhessen gilt eine Warnung vor extremem Unwetter.
Update vom 16. Januar, 12.26 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat nun amtliche Unwetterwarnungen für die Landkreise Fulda, Main-Kinzig, Vogelsberg und Hersfeld-Rotenberg herausgegeben. Von Mittwoch, 17. Januar, 6 Uhr, bis Donnerstag, 18. Januar, 9 Uhr, besteht demnach „die Gefahr des Auftretens von starkem Schneefall (Stufe 3 von 4)“.
Straßen können laut DWD stellenweise unpassierbar sein. Unter anderem können Bäume unter der Schneelast zusammenbrechen. „Vermeiden Sie alle Autofahrten!“, warnt der Wetterdienst. Wer trotzdem fahren muss, sollte die entsprechende Winterausrüstung haben und sein Fahrverhalten an das Wetter anpassen.
Zusätzlich zu starken Schneefälle kann es verbreitet glatt werden - besonders im Main-Kinzig-Kreis. Denn für den osthessischen Landkreis gilt zusätzlich eine Warnung vor Glatteis (Stufe 3 von 4). „Es besteht eine hohe Glättegefahr durch gefrierenden Regen und Eisansatz“, teilt der DWD mit.
Es müsse dabei allgemein mit größeren Beeinträchtigungen im Straßen- und Schienenverkehr gerechnet werden. Der Wetterdienst sprechen gar von einer „Gefahr für Leib und Leben durch plötzlich überfrierende Nässe oder schlagartig gefrierenden Regen“.
Wetter in Hessen: Unwetter mit Eisregen und Schnee im Anmarsch
Erstmeldung vom 16. Januar, 11.49 Uhr: Fulda - „Das werden zwei brisante Wettertage in der Landesmitte“, schätzt Diplom-Meteorologe Dominik Jung die aktuelle Wetter-Lage ein. Seit gut einer Woche deutet sich nun eine Luftmassengrenze genau über Deutschland an. Am Mittwoch ist es nun soweit. Das Tief Gertrud schiebt sich nach Deutschland rein.
„Es bringt aus Südwesten milde Luftmassen, aus Norden halten die kalten Polarluftmassen dagegen“, berichtet Jung. Genau über Deutschland liegt die Wettergrenze. An dieser Grenze komme es zu Eisregen und das teilweise über Stunden hinweg, auf der kalten Seite falle dagegen viel Schnee. „20 bis 30 Zentimeter Neuschnee sind regional möglich und das selbst in tiefen Lagen“, prognostiziert der Meteorologe.
Vor allem der gefrierende Regen erhöht die Glatteis-Gefahr. „Das gibt eine Rutschpartie“, warnt der Wetter-Experte. Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für die Landkreise Fulda, Main-Kinzig, Vogelsberg und Hersfeld-Rotenberg bereits auf Glatteis hingewiesen.
Diese Wetter-Phänomene bleiben nicht ohne Folgen: „In einigen Regionen wird morgen und am Donnerstag kaum noch was gehen“, prognostiziert der Meteorologe. „Durch den massiven Eisregen kann es zu erheblichen Behinderungen im öffentlichen Leben kommen. Der Eisregen ist dabei noch gefährlicher als der starke Schneefall.“
Schneefall und Eisregen kann laut Jung Äste abbrechen und Bäume umstürzen lassen. Eisregen kann sich an Oberleitungen und Stromleitungen absetzen und für Schäden durch das große Gewicht sorgen. „Da werden Erinnerungen an das Schneechaos aus dem Jahr 2005 im Münsterland wach“, so der Wetter-Experte.
Luftmassengrenze über Deutschland: Starker Schneefall und Eisregen erwartet
In jedem Fall müsse am Mittwoch und Donnerstag mit einer „sehr brisanten Wetterlage“ gerechnet werden. Die Niederschlagsfront von Gertrud bleibe bis Donnerstagabend quer über Deutschland liegen. Betroffen sei besonders die Mitte und später auch der Süden des Landes. „Nachdem die Schneefallgrenze erst massiv ansteigt, fällt sie später wieder rasch ab. Es wird aber auch Regionen geben, da fällt die ganze Zeit nur Schnee!“, so die Prognose des Meteorologen.
Noch bis Ende der Woche soll es zudem eisige Nächte geben - teilweise unter minus 10 bis minus 15 Grad. Ab Montag komme dann eine Wetterumstellung. Es werde deutlich milder, nasser und stürmischer. Das Tauwetter haben dann zur Folge, dass die Flusspegel wieder ansteigen. „Was für ein Wetterchaos in diesem Winter“, bilanziert Experte Jung.
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