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Unwetter in Hessen – Experten geben Entwarnung

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  • Florian Dörr
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  • Maibrit Schültken
    Maibrit Schültken
  • Sören Kemnade
  • Fabian Raddatz
    Fabian Raddatz

In weiten Teilen Deutschlands sind für das Wochenende heftige Regenfälle und Gewitter vorausgesagt. Für Hessen melden Wetter-Experten nun aber Entwarnungen.

Update vom 1. Juni, 10.24 Uhr: Der DWD vermeldet am Samstagmorgen gute Nachrichten für Hessen. Die Warnkarte für das gesamte Bundesland ist grün. Das bedeutet: „Keine Warnungen“. In den folgenden Städten und Kreisen haben die Wetterexperten die Warnungen vor Unwetter mit schwerem Gewitter aufgehoben:

  • Odenwaldkreis
  • Wetteraukreis
  • Vogelsbergkreis
  • Kreis und Stadt Offenbach
  • Kreis Fulda
  • Kreis Bergstraße
  • Kreis Darmstadt-Dieburg und Stadt Darmstadt
  • Main-Kinzig-Kreis

Unwetter in Hessen mit schweren Gewittern und Regenmassen: Wetter-Experten geben Entwarnung

Meldungen, die teilweise vor Dauerregen bis Sonntagabend (2. Juni) gewarnt haben, sind ebenfalls aufgehoben. Diese Städte und Kreise sind vorerst nicht weiter von starken Regenfällen betroffen:

  • Kreis Darmstadt-Dieburg und Stadt Darmstadt
  • Odenwaldkreis
  • Kreis Fulda
  • Kreis Bergstraße
  • Main-Kinzig-Kreis

+++ 20.54 Uhr: Die angekündigten Unwetter könnten Teile Hessens noch über Tage beschäftigen. Denn für einen breiten Streifen im Osten des Bundeslandes, der sich über Darmstadt, Offenbach, den Vogelsberg, Bad Hersfeld bis nach Eschwege zieht, gilt eine Vorinformation des DWD vor schweren Gewittern bis zum Sonntag. Vorinformationen werden dann von den Experten in Offenbach veröffentlicht, wenn Wetterereignisse zwar erwartet werden, allerdings noch Unklarheiten bezüglich des genauen Zeitpunkts und der betroffenen Region bestehen. Betroffen sind in Nord- und Osthessen nach aktuellem Stand die Kreise Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg. Hier muss zwischen Samstagmittag und Sonntag mit „gebietsweise kräftigen Gewittern mit Unwetterpotenzial“ berechnet werden.

Experten befürchten Hochwasser wie nur alle 20 Jahre in Hessen

+++ 18.26 Uhr: Die Hessische Hochwasservorhersagezentrale erwartet größere Hochwasser für die hessischen Flussabschnitte von Rhein und Neckar. Wie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) am Freitag mitteilte, kann es dabei zu statistisch nur alle 20 Jahre auftretenden Hochwassern kommen.

Am Pegel Worms am Rhein wird demnach voraussichtlich am Sonntagvormittag die hessische Meldestufe 1 überschritten. Je nach Abfluss des Neckars kann sich dort zu Beginn der kommenden Woche ein großes Hochwasser mit Überflutung bebauter Gebiete entwickeln, wie es im Schnitt nur alle 20 Jahre auftritt. Das entspräche der hessischen Meldestufe 3. Am Pegel Mainz soll die hessische Meldestufe 1 im Laufe des Sonntags erreicht werden.

Auch am Neckar ist nach Angaben des HLNUG mit Hochwasser zu rechnen. Der Pegel Rockenau erreicht voraussichtlich schon in der Nacht zum Samstag die hessische Meldestufe 1. Im Verlauf des Samstags soll der Pegel dann die hessische Meldestufe 3 deutlich überschreiten. Auch hier rechnet das HLNUG am Wochenende mit einem großen, über 20-jährlichen Hochwasser. Weiter im Inneren Hessens erwartet die Behörde nur vereinzelt Überschreitungen der Meldestufen.

Nach den Niederschlägen der vergangenen Tage seien die Böden vielerorts gesättigt und könnten kein Wasser mehr aufnehmen, teilte das HLNUG mit. Außerdem habe der Deutsche Wetterdienst (DWD) für das Wochenende Dauerregen und regional teils extreme Regenmengen im Osten und Süden Hessens prognostiziert. Schon in der Nacht zum Samstag sollen diese einsetzen. Die Regionen zwischen Odenwald, Spessart und Rhön seien besonders betroffen, dort könne es zu Regenmengen zwischen 30 und 40 Litern pro Quadratmeter kommen.

+++ 16.50 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat neue Warnungen vor starken Gewittern in Hessen herausgegeben. Demnach wird im kompletten südlichen Teil des Landes über das Rhein-Main-Gebiet mit Frankfurt bis hinauf nach Mittelhessen vor Blitzschlag, umstürzenden Bäume, Aquaplaning und Hagelschlag gewarnt. Bis 17.30 Uhr sei demnach mit Unwettern zu rechnen.

Blitze sind während eines Gewitters über der Skyline von Frankfurt am Main und der Autobahn A661 zu sehen.

Amtliche Wetterwarnung: In diesen hessischen Landkreisen drohen Überschwemmungen und Gewitter

+++ 15.07 Uhr: Das Tiefdruckgebiet über Deutschland scheint tatsächlich auch vor Hessen keinen Halt zu machen. Neue Warnungen des DWD prophezeien einen ungemütlichen Nachmittag. Starke Gewitter mit lebensgefährlichen Blitzschlägen, vereinzelten umstürzenden Bäumen oder herabstürzenden Gegenständen werden am Donnerstag bis etwa 15.45 Uhr erwartet. Durch weiteren Regen kann es zu Überflutungen oder Aquaplaning kommen.

Für diese hessischen Kreise sprach der DWD eine Warnung der Stufe 2 von 4 aus:

  • Wetteraukreis
  • Stadt Frankfurt
  • Kreis Groß-Gerau
  • Hochtaunuskreis
  • Main-Kinzig-Kreis
  • Main-Taunus-Kreis
  • Stadt Offenbach
  • Vogelsbergkreis

+++ 13.11 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt die ersten amtlichen Warnungen für diese zwei hessischen Landkreise heraus:

  • Kreis Bergstraße
  • Odenwaldkreis

Von Freitag (31. Mai) bis Sonntag (2. Juni) bestehe hier Dauerregen-Gefahr der Stufe 2 von 4. Niederschlag von 40 bis 60 Litern pro qm kann zu Überflutungen von Straßen oder Unterführungen führen.

„Flutbingo ist angesagt“: Auch in Hessen könnte es zu Überschwemmungen kommen

+++ Update vom Donnerstag, 30. Mai, 08.55 Uhr: Auch das Rhein-Main-Gebiet könnte am Wochenende von Dauerregen und Überschwemmungen betroffen sein. Doch wo genau das Unwettertief in Hessen zuschlagen wird, ist bisher nicht klar. „Flutbingo ist angesagt“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung.

Nach neusten Prognosen könnten Regenmengen von 30 bis 50 Liter pro qm oder gebietsweise sogar 100 bis 120 Liter pro qm auch am Main für Überflutungen sorgen. „Dort wo es schon sehr nass ist, kommt nochmal richtig viel Regen obendrauf, das macht die Lage sehr brisant“, warnt Jung.

+++ Update vom Mittwoch, 29. Mai, 16.30 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat für Freitag (31. Mai), 12 Uhr bis Sonntag, 15 Uhr für den Kreis Fulda und den Main-Kinzig-Kreis eine Vorabinformation vor Unwetter ausgesprochen. Der DWD rechnet mit gewittrigem Dauerregen in wechselnder Stärke. Die Niederschlagsmengen können dabei zwischen 50 und 120, lokal sogar bis zu 150 Liter den Quadratmeter in 48 Stunden liegen.

Für das Wochenende sind schwere Unwetter in Hessen zu erwarten

Erstmeldung vom Mittwoch, 29. Mai, 9.37 Uhr: Frankfurt/Main – Der Sommer steht vor der Tür. Doch in Deutschland ist davon derzeit wenig zu spüren. Das Wetter zeigt sich wechselhaft. Und es dürfte noch einmal schlimmer werden, bevor es besser wird: Der Deutscher Wetterdienst (DWD) rechnet in seiner aktuellen Wetterprognose vom Mittwoch, 29. Mai, mit Gewitter und sehr viel Regen in den kommenden Tagen.

Das französische Wettermodell (oben rechts) rechnet mit weniger Wassermengen insgesamt als das kanadische Wettermodell, dafür wird hier der Starkregen deutlich weiter nach Westen geschoben. Damit wäre auch Hessen mit 145 Litern stark betroffen.

Auch Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net sagt: „Seit Tagen beobachten wir die möglichen Regenfälle am Freitag, Samstag und Sonntag. Die Prognosen gehen dabei von extrem hohen Mengen aus. In der Spitze bis 200 Liter.“ Im Fokus lägen demnach Sachsen, Bayern, Thüringen, Baden-Württemberg, „aber möglicherweise auch Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Brandenburg“, so Jung.

Auch in Hessen: Extremes Unwetter ab Freitag – Experte warnt vor Überschwemmungen

Bereits ab Freitag soll die Starkregen-Wetterlage einsetzen, mit dem Schwerpunkt im Südosten: in Sachsen und in Nordbayern. Wetter-Experte Jung warnt: „Das sind Regenmengen, die im Rahmen der Ahrtalflut aufgetreten sind, allerdings dieses Mal noch deutlich flächendeckender und noch etwas intensiver.“

An Mainz, Donau und Elbe sowie an den Nebenflüssen könnte es zu einem massiven Hochwasser kommen. „Aber auch die Bäche und Flüsse drumherum wären betroffen“, sagt Jung. Der Boden sei bereits jetzt schon sehr nass und könne kaum noch Regen aufnehmen. „Sollten die angekündigten Regenmengen so eintreten, steht etlichen Regionen ein großes, vielleicht sogar historisches Hochwasser bevor.“ Für Hessen würde das im schlechtesten Fall 145 Liter in der Spitze bedeuten.

Zwar sei die exakte Lage des Starkregens noch nicht klar, so Jung, doch „sollte man ab sofort die Wetter- und Unwetterwarnungen gut im Blick behalten“.

Wetter in Hessen: Gewitter und Starkregen bereits ab Mittwochabend möglich

Auch der DWD warnt vor Gewittern und Starkregen in Hessen: Die ersten Gewitter könnten bereits am Mittwochabend auftreten und können sich bis in die Nacht zu Donnerstag ziehen. Dabei könnten auch vereinzelter Starkregen von 15 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde sowie stürmische Böen von bis zu 65 km/h nicht ausgeschlossen werden, heißt es.

Am Donnerstag erwartet der DWD ebenfalls viele Wolken und im Tagesverlauf Schauer und Gewitter, örtlich mit Starkregen. Es bleibt um die 17 bis 20 Grad warm, in Hochlagen um 15 Grad. In der Nacht zu Freitag ist es weiter wolkig mit weiteren Schauern, vereinzelt gibt es auch noch kurze Gewitter. Es kühlt ab auf 10 bis 7 Grad.

Auch der Freitag zeigt sich wechselhaft. Neben Regen und Schauern sind auch Gewitter und Starkregen möglich. Die Temperaturen pendeln sich zwischen 17 und 20 Grad ein, in den Hochlagen der Mittelgebirge bei 15 Grad. Am Samstag wechselnd bis stark bewölkt und gebietsweise noch Schauer oder schauerartiger Regen.

Unwetter und Überschwemmungen: Wetter-Experte mit bitterer Prognose

„Schlechter könnte ein Sommerstart kaum verlaufen“, sagt Wetter-Experte Jung. Ein Ende dieser nassen Großwetterlage sei nicht in Sicht. „Wir klemmen seit Wochen zwischen einem Hoch über Osteuropa und einem Hoch auf dem Atlantik fest. Mittendrin treiben immer wieder Gewitter- und Unwettertiefs ihr Unwesen.“ Diese kämen kaum voran und würden deshalb immer wieder über Mitteleuropa für schwere Unwetter sorgen – „und das oft genug genau über Deutschland“, so Jung.

Wann sich die Wetterlage umstellt und wir vielleicht mal ein Frühsommerhoch bekommen werden, mit stabil sonnigem und trockenem Wetter, das lasse sich aktuell nicht sagen.

Rubriklistenbild: © Jan Eifert/dpa

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