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Die Kauf-Preise für Wohnungen in Frankfurt sinken wegen stark gestiegenen Finanzierungskosten. Wer hingegen eine Wohnung mieten will, bekommt immer häufiger Probleme.
Frankfurt - In Frankfurt eine halbwegs bezahlbare Wohnung zu finden, wird immer schwieriger. Nach Zahlen des Maklerhauses JLL werden Wohnungen inzwischen im Mittelwert für 16,20 Euro pro Quadratmeter angeboten. Vor einem halben Jahr sah JLL das Niveau noch bei 16,10, vor fünf Jahren allerdings nur bei 14,55 Euro pro Quadratmeter.
In anderen Städten der sogenannten Top 7 ist die Entwicklung indes noch krasser. Die Mieten in Berlin haben sich nach Angaben des Maklerhauses in einem Jahr um 16,7 Prozent erhöht. Frankfurt ist nun nach der Hauptstadt nur noch drittteuerste Stadt für Mieter:innen. Vorne bleibt München.
Die Kaufpreise für Wohnungen in Frankfurt sinken auf hohem Niveau
Die Preise für Eigentumswohnungen sinken dagegen auf hohem Niveau weiter. Laut JLL werden diese in Frankfurt inzwischen im Mittelwert für 6680 Euro pro Quadratmeter inseriert, vor einem halben lag das Niveau bei 6870 Euro pro Quadratmeter. Weiterhin sind nur in München die Preise noch höher.
Die sinkenden Preise für Eigentumswohnungen erklärt JLL vor allem mit dem stark gestiegenen Zinsniveau. Die hohen Finanzierungskosten trieben viele Kaufinteressent:innen in den Mietmarkt zurück, was wiederum mit zu einer Verteuerung der Mieten führe, heißt es. (Christoph Manus)
Frankfurts Gesamtpersonalrat fordert von der Stadt, neue Betriebswohnungen für ihre Beschäftigten zu schaffen und Geringverdienenden einen Mietzuschuss zu zahlen.
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