Aktion Advent

WR spendet 3000 Euro an Alzheimer Gesellschaft und Werkstatt für junge Menschen

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Dankbar über die Spende: Die Werkstatt für junge Menschen wird da Geld für ihre mobile Küche einsetzen, berichten und Büsra Dikmen, Anke Engel und Jürgen Fesch.
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Die Spende der Werra-Rundschau aus der Aktion Advent über 3000 Euro geht in diesem Jahr an die ganz junge und an die alte Generation.

Eschwege – Sowohl die Werkstatt für junge Menschen als auch die Alzheimer-Gesellschaft Werra-Meißner erhalten jeweils 1500 Euro aus dem Spendentopf.

WR spendet 1500 Euro an Werkstatt für junge Menschen in Eschwege

Seit mehr als vier Jahrzehnten setzt sich die evangelische Einrichtung für junge Menschen ein. Sie bietet außerdem Beratung für junge Menschen ohne Ausbildungsplatz an und erleichtert den Einstieg ins Berufsleben und schafft Angebote für langzeitarbeitslose, ältere Menschen. Sozialarbeit, Betreuungshilfe, Maßnahmen zur Berufsvorbereitung, Ausbildungsbegleitung oder auch einfach Beschäftigung gehören zum Angebot, das die Werkstatt für junge Menschen Schulabgängern, die noch ohne Orientierung sind, unterbreitet. In diesem Jahr feierte die Werkstatt ihr 40-jähriges Bestehen.

Sie haben in dieser Zeit dafür gesorgt, dass Tausende Jugendliche aus der Region eine berufliche Zukunft haben. Heute berät und begleitet die Werkstatt für junge Menschen insgesamt jährlich 640 junge und ältere Menschen mit 30 Fachkräften. „Wir arbeiten nach dem Prinzip ,Hilfe zur Selbsthilfe’“, sagt Vorstand Anke Engel. Ihr Handeln beziehe Ziele und Interessen der jungen Menschen mit ein. „Wir setzen an ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten an und arbeiten praxisorientiert“, heißt es im Leitbild der Einrichtung. Zu den Auftraggebern zählen heute die Agentur für Arbeit, das Jobcenter Werra-Meißner, der Werra-Meißner-Kreis, Städte und Gemeinden, das Land Hessen, Bundesministerien und der Europäische Sozialfond.

Die Spende wird die Werkstatt für junge Menschen in ihre mobile Küche investieren, berichten Büsra Dikmen und Jürgen Fesch. Sie ist während der Pandemie entstanden. Zum einen, um in der Zeit, in der Abstand gehalten wurde, etwas unter freiem Himmel zu bauen, zum anderen um gemeinsam zu kochen, ohne sich zu nahezukommen. Sie wurde während der Pandemie ein beliebter Treffpunkt im Freien, spielte während des Jubiläumsfestes eine tragende Rolle und wird derzeit im Inneren genutzt. Die Küche mit Strom-, Gas- und Wasseranschluss ist regelmäßig in Betrieb und es gab schon Interesse an Kopien. Auf einem Hänger ist sie transportabel, durch ihre massive Bauweise aus Eiche und Fichte aber schwer. Vom Geld aus der Aktion Advent soll noch ein Regal dazukommen, eine neue Kaffeemaschine und Verbrauchsmaterialien gekauft werden. Nicht projektbezogene Spenden sind immer willkommen.

Werra-Rundschau unterstützt gemeinnützige Einrichtungen seit zehn Jahren

Seit 45 Jahren gibt es die von unserer Partnerzeitung HNA ins Leben gerufene Aktion Advent. Ihr Ziel: Bedürftige aus der Region zu unterstützen. Dazu gehören Familien, gemeinnützige Einrichtungen und Einzelpersonen, denen es an alltäglichen Dingen fehlt. Bei Geschäftsleuten und Restaurantbesitzern aus unserem Verbreitungsgebiet stellen wir in der Vorweihnachtszeit zudem unsere Sammeldosen auf. Jahr für Jahr erhalten wir außerdem finanzielle Unterstützung von regionalen Unternehmen. Auch Einzelspenden unserer Leser gehen in großer Zahl ein. Alle tragen dazu bei, dass sich die Spendensummen jedes Jahr im mittleren sechsstelligen Bereich befindet. Aus diesem Spendentopf verteilt die Werra-Rundschau jedes Jahr 3000 Euro, um gemeinnützige Einrichtungen, die sich um das Allgemeinwohl vor Ort sorgen, zu unterstützen. Bedacht wurden in den vergangenen zehn Jahren schon der Bau des stationären Hospiz in Eschwege, die Grünen Damen, Eschwege hilft, die Eschweger Tafel, die Bürgerhilfe Sontra, die Fachstelle für Suchtprävention, der Verein Aufwind, die Diakonie Eschwege-Land, der Verein Frauen für Frauen, die Kreisjugendfuerwehr oder die evangelische Familienbildungsstätte. ts

WR spendet 1500 Euro an Alzheimer Gesellschaft Werra-Meißner

Die Alzheimer Gesellschaft Werra-Meißner wurde 2004 als Zusammenschluss von pflegenden Angehörigen und Fachleuten gegründet. Sie verstehen sich als Selbsthilfeverband für Betroffene und Angehörige. Ihr Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Demenz im Werra-Meißner-Kreis.

Die Alzheimer Gesellschaft verwendet das Geld für laufende Projekte, so Torsten Rost und Dr. Uwe Streckenbach.

Demenz und die Alzheimer-Erkrankung seien in den vergangen 20 Jahren aus der Tabu-Ecke in die Mitte der Gesellschaft gerückt, empfindet es Vorstandsmitglied Torsten Rost, der von Anfang an dabei ist. Das liege daran, dass in einer immer älter werdenden Gesellschaft auch mehr Demenzfälle auftreten. „Uns ist es wichtig, dass die Patienten trotz ihrer Erkrankung ihre Würde bewahren können“, sagt Vorsitzender Dr. Uwe Streckenbach. Wichtig sei, dass auch Angehörige den Umgang mit Demenzerkrankten lernen. Die Herausforderung sei, Diskussionen nicht eskalieren zu lassen, den Erkrankten Recht zu geben, aber selbst Vernünftiges durchzusetzen. Das sei sehr anstrengend und könne überfordern. „Es ist aber keine Niederlage, sich professionelle Hilfe zu holen“, sagt der Mediziner.

Die Alzheimer Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, eine trägerneutrale Beratung von Betroffenen und Angehörigen anzubieten. Sie haben dazu ein Service-Telefon eingerichtet und sind unter der Rufnummer 0 56 51/3 35 41 79 montags bis freitags zwischen 9 und 16 Uhr erreichbar. Ansprechpartnerin ist die Demenzberaterin Claudia Becker, die am Telefon eine Erstberatung und Unterstützungsvermittlung anbietet.

Die Spende wird die Alzheimer Gesellschaft zur Finanzierung bereits laufender Projekte einsetzen. Bereits seit 2004 wird in Eschwege unter Verantwortung der Alzheimer Gesellschaft Werra-Meißner ein regelmäßiger Café-Nachmittag veranstaltet. Der Nachmittag (jede Woche Dienstag, 14.30 bis 17.00 Uhr) beinhaltet neben dem gemeinsamen Kaffeetrinken ein Programm zur Erinnerungspflege, Bewegung und Spiel, Wahrnehmungsübungen sowie Musizieren und Singen. Seit 2011 findet auch in Herleshausen ein regelmäßiges geselliges Nachmittagscafé für demenzkranke Menschen statt. Gemeinsam mit ehrenamtlich Engagierten möchte die Alzheimer-Gesellschaft Werra-Meißner die weitere Entwicklung begleiten und unterstützen. Beide Projekte werden ehrenamtlich im Seniorenheim Am Brückentor und im St.-Elisabeth-Heim in Herleshausen organisiert. „Jeder kann vorbeikommen“, sagt Torsten Rost. Spenden sind auch hier immer willkommen.

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