VonTobias Farnungschließen
Bis zu 800.000 Besucher erwartet die Stadt Fulda zum diesjährigen Weihnachtsmarkt in der Innenstadt – so viele wie noch vor Corona. Eine der Neuigkeiten: Es gibt wieder Erbsensuppe.
Fulda - An mehr als 100 Ständen und Hütten, verteilt auf sechs unterschiedliche Erlebnisbereiche, werden die Marktbeschicker vom 24. November bis zum 23. Dezember in der Fuldaer Innenstadt ihre Produkte anbieten. 17.600 Quadratmeter groß ist die Fläche des diesjährigen Marktes. Unter den Ständen – wie Dominik Höhl, Marketing- und Tourismuschef der Stadt Fulda, bei der gestrigen Pressekonferenz mit einem Lächeln feststellte – gibt es in diesem Jahr auch wieder einen mit Erbsensuppe.
Stadt Fulda gibt Details zum Weihnachtsmarkt bekannt
Zwar nicht die traditionelle Erbsensuppe der Metzgerei Schneider, um deren Nicht-Berücksichtigung es im vergangenen Jahr emotionale Diskussionen in Teilen der Fuldaer Bürgerschaft gab. „Aber Erbsensuppe wird es schon geben.“ Laut Bürgermeister Dag Wehner (CDU) hat sich die Metzgerei Schneider in diesem Jahr überhaupt nicht um einen Stand beworben.
Der Markt hat täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet, auf den Bühnen sind mehr als 90 Auftritte geplant, 30 davon richten sich explizit an Kinder und Familien. Am Totensonntag (26. November) bleibt der Weihnachtsmarkt geschlossen. „Vor allem den Gewerbetreibenden war es aber sehr wichtig, an diesem umsatzstarken Wochenende zumindest samstags öffnen zu dürfen“, berichtete Wehner.
Wir wissen, dass ein Besucher im Schnitt rund 30 Euro pro Tag ausgibt.
Daher habe es im Vorfeld eine Abstimmung zwischen Stadt, dem Handel, Dehoga sowie katholischer und evangelischer Kirche gegeben, bei der dieser Kompromiss erarbeitet wurde. „Ein Kompromiss, mit dem wirklich alle Seiten sehr gut leben konnten“, so Wehner.
Service
Der Fuldaer Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr am 24. November eröffnet und am 23. Dezember geschlossen. Die Stände und Hütten öffnen täglich von 11 bis 20 Uhr. Der Winterwald bleibt bis zum 30. Dezember geöffnet.
Am 23. Dezember, einen Tag vor Heiligabend, wird dann Schluss sein mit dem Budenzauber. Mit Ausnahme des Winterwaldes, der auch zwischen den Jahren noch geöffnet sein wird. Apropos Winterwald: Auf der Fläche vor der Stadtpfarrkirche wird es am 6. und 29. Dezember als neues Format eine After-Work-Party geben.
Ein weiteres Event, auf das sich Wehner und Höhl schon heute freuen, ist das Weihnachtssingen auf dem Domplatz, das in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal stattfindet. „Das wird Gänsehautfeeling bescheren“, ist Höhl überzeugt. Es findet am 16. Dezember von 18 bis 19.30 Uhr statt.
Archiv-Video: Eröffnung Weihnachtsmarkt Fulda
Der Bürgermeister betonte am Dienstag im Stadtschloss die wirtschaftliche Bedeutung des Weihnachtsmarktes für die Stadt und Region Fulda. „Aus Studien wissen wir, dass der durchschnittliche Weihnachtsmarktbesucher knapp 30 Euro pro Tag in der Region lässt. Selbst bei 600.000 Besuchern wären das schon rund 18 Millionen Euro an zusätzlicher Wertschöpfung, die durch den Markt in die Stadt kommen“.
Wehner betonte auch, dass die Stadt sehr intensiv mit den Sicherheitsbehörden am Sicherheitskonzept arbeitet. „Wir sind da durch die Großveranstaltungen der vergangenen Jahre bereits sehr gut aufgestellt, schauen uns aber aktuelle Entwicklungen genau an“, so Ordnungsdezernent Wehner, der aber klarstellt: „Der Fuldaer Weihnachtsmarkt ist sicher!“

