Bundestagswahl

Enkel von Helmut Kohl zieht in Bundestag ein – Auch zweiter Promi-Verwandter aus Hessen dabei

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Frederik Bouffier und Johannes Volkmann, Nachkommen prominenter Politiker, gewinnen bei der Bundestagswahl 2025 in ihren Wahlkreisen in Hessen. Für einen war es dennoch eine Hängepartie.

Gießen – Der Sohn des früheren hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, Frederik Bouffier, hat in seinem Wahlkreis Gießen bei der Bundestagswahl die meisten Stimmen errungen. Der CDU-Politiker erreichte laut vorläufigem Ergebnis 30,4 Prozent der Erststimmen. 

Für Bouffier entwickelt sich Bundestagswahl 2025 zur Zitterpartie

Der 34 Jahre alte Jurist sitzt derzeit für die Christdemokraten im hessischen Landtag. Auf der Landesliste der Hessen-CDU steht Frederik Bouffier auf Platz 17. Letztlich sollte es eine ziemliche Hängepartie werden: „Kann sein, dass ich das erst morgen früh weiß“, hatte Bouffier noch gegen Mitternacht gesagt.

Johannes Volkmann aus Hessen zieht in den Bundestag ein. (Archiv)

Auf Platz 18 folgt Johannes Volkmann, Enkel des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl. Auch der 28 Jahre alte Volkmann, der im Lahn-Dill-Kreis ins Rennen ging, konnte in seinem Wahlkreis mit 34,3 Prozent die meisten Erststimmen auf sich vereinen. Auf X, ehemals Twitter, erklärte er: „Die Mehrheit unseres Landes will einen Politikwechsel, eine Migrationswende und eine bessere Wirtschaftspolitik – ich auch. Diese Mehrheiten kann man nicht ‚wegdemonstrieren‘, sondern man sollte sie respektieren – zumindest wenn der Vertrauensverlust in die politische Mitte aufgehalten werden soll.“

Kohl-Enkel aus Hessen will nach Bundestagswahl an eigener Arbeit gemessen werden

Die beiden Christdemokraten mit prominenter Verwandtschaft sind damit im neuen Bundestag vertreten. Ob es ein Wahlkreisgewinner ins Parlament schafft, hängt vom Zweitstimmenergebnis seiner Partei ab.

Sein berühmter Opa spiele für ihn im Alltag keine Rolle, sagte Volkmann zuletzt mehrfach. Er wolle an seiner eigenen politischen Arbeit gemessen werden. Einen Schub dürfte die Verbindung zum bekannten Großvater dennoch gegeben haben.

Derweil hatte es der Abend der Bundestagswahl in Hessen in sich: Die CDU feierte einen großen Erfolg, auch wenn sie mit 29 Prozent, wie im Bund, etwas hinter den eigenen Erwartungen zurückbleibt. Die SPD hat auch in Hessen deutlich verloren, kommt aber entgegen dem Bundestrend noch auf rund 18,5 Prozent und wurde damit vor der AfD (17,8 Prozent) zweitstärkste Kraft. 

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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