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Schlechte Aussichten für den Norden: Eine Bauernregel sagt wochenlanges schlechtes Wetter in Niedersachsen voraus. Gewitter und Starkregen drohen.
Hannover/Bremen – Erst war es heiß, dann nass: Das Wetter in Niedersachsen ist und bleibt wechselhaft. Nach einer Hitzewarnung vom Deutschen Wetterdienst ist es zu starken Gewittern und Unwettern im Norden gekommen. Soll der Spätsommer so regnerisch bleiben? Eine alte Bauernregel besagt, dass das tatsächlich der Fall sein könnte.
Gewitter und Regen in Niedersachen: Bauernregel sagt 40 Tage schlechtes Wetter voraus
Langanhaltende Regenphasen wünscht sich keiner im Norden. Eine Bauernregel, die sich auf das Wetter am 30. August bezieht, sagt genau dies jedoch voraus. „Bischof Felix zeigt an, was wir 40 Tag’ für Wetter haben.“ Die Aussichten für Niedersachsen sind demnach wohl eher bescheiden.
Bauernregel für den 30. August: Wer war Bischof Felix?
Die altkirchlichen Märtyrer Felix und Adauctus, die stets gemeinsam erwähnt werden, haben eine lange Tradition der Verehrung, obwohl es keine historisch verlässlichen Quellen über sie gibt. Sie werden jedes Jahr am 30. August geehrt. Die Legende dieser beiden Märtyrer taucht erstmals im Martyrologium Ados von Vienne aus dem 9. Jahrhundert auf. Laut dieser Legende wurde der römische Priester Felix auf Anordnung des Präfekten Dracus – dessen historische Existenz nicht belegt ist – zu den Tempeln der Götter Serapis, Merkur und Diana gebracht, um dort Opfer darzubringen. Anstatt jedoch den Göttern zu opfern, betete Felix zu Christus, woraufhin die Standbilder von ihren Sockeln fielen und am Boden zerschellten. Dies führte zu seiner Verurteilung zur Hinrichtung. Auf dem Weg zur Hinrichtungsstätte gesellte sich ein Mann zu ihm, der sich als Christ zu erkennen gab und zusammen mit Felix das Martyrium erlitt. Dieser Mann wurde später von den Christen Adauctus genannt.
Denn zunächst liegt die Kaltfront eines Tiefs aus dem Nordmeer über Niedersachsen und bewegt sich langsam in südöstlicher Richtung. Im Vergleich zu den vorherigen Tagen strömt eine deutlich kühlere Meeresluft aus Nordwesten ein, die unter dem Einfluss von Hochdruck aus dem Westen kommt. Es kann am Freitag, 30. August, zeitweise zu starken Gewittern mit Starkregen zwischen 15 und 25 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit und Windböen von etwa 60 km/h (Windstärke 7) kommen, die vom Bergland ausgehen und zum Abend hin abklingen.
Das Wetter in Niedersachen bleibt wechselhaft: Gewitter, Regen und Sonnenschein kommen auf den Norden zu
Der Vormittag und der weitere Tagesverlauf sind geprägt von dichter Bewölkung und gelegentlichem schauerartigem und vereinzelt gewittrigem Regen. Das Niedersachsen-Wetter bleibt bei einem Wechsel von Sonne und Wolken meist trocken. Mit Höchsttemperaturen von 21 bis lokal 26 Grad ist es deutlich kühler als zuvor. Der Wind weht schwach bis mäßig aus nördlicher Richtung, an der See ist er mäßig.
Der Samstag zeigt sich im Norden wechselnd bewölkt mit einzelnen Schauern, während es an der Nordsee und der Elbe noch länger freundlich und trocken bleibt. Die Temperaturen steigen an der See auf etwa 20 Grad, sonst liegen sie zwischen 22 und 27 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nordost bis Ost.
Bauernregel in Niedersachsen: Trend zeigt deutlich die Wetter-Wende an
Das Wetter in Niedersachsen am Sonntag bleibt freundlich, wobei am Nachmittag vereinzelte Schauer nicht ganz auszuschließen sind. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 26 und 30 Grad, auf den Inseln teilweise bei 24 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig, an der See frischer aus östlicher Richtung.
Tatsächlich scheint an der Bauernregel nichts dran zu sein. Der Wetter-Trend bleibt weiter freundlich, bestätigen Experten. Eine andere Bauernregel sagt sogar einen Hitze-Herbst voraus. Meteorologen teilen diese Meinung. Die erste Septemberhälfte soll außergewöhnlich sonnig und warm ausfallen.
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