VonMarcel Priggeschließen
Gewitter-Wetter in Niedersachsen. Die Experten warnen vor Starkregen und Sturmböen. Das sind die aktuellen Aussichten.
Update von Donnerstag, 15. August, 10:33 Uhr: Die Unwetter in Niedersachsen sind weitestgehend abgezogen. Dennoch erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Donnerstag mitunter schwere Gewitter.
Ein Zwischenhocheinfluss beginnt sich langsam über Niedersachsen und Bremen zu etablieren, da eine Tiefdruckrinne allmählich ostwärts abzieht, berichten die Wetter-Experten. In der Nacht zum Freitag wird die Region vom Ausläufer eines Islandtiefs erreicht.
Es besteht am Donnerstag zunächst eine geringe Chance für vereinzelte Gewitter mit Starkregen zwischen 15 und 25 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit und Windböen von etwa 65 km/h (Windstärke 8), die im Laufe des Vormittags nachlassen. Ab dem späten Nachmittag besteht auf den Ostfriesischen Inseln eine geringe Wahrscheinlichkeit für vereinzelte Windböen von etwa 55 km/h (Windstärke 7) aus südwestlicher Richtung. Diese Windböen werden voraussichtlich am Freitagmorgen nachlassen.
Warnung vor schwerem Gewitter in Niedersachsen: Weitere Unwetter rollen an
Erstmeldung von Mittwoch, 14. August, 08:53 Uhr: Bremen/Hannover – Unwetter und Gewitter haben in Niedersachsen Schäden hinterlassen. In der Nacht zu Mittwoch, 14. August, mussten aufgrund des Wetters ein Altenheim evakuiert und ein Zug geräumt werden. Eine Besserung ist jedoch nicht in Sicht, erklären Meteorologen mit Blick auf Niedersachsen. Sie warnen weiter vor schwerem Gewitter und erklären: Das Schlimmste könnte noch auf den Norden zukommen.
So manch einer ist wohl von den Unwettern in Niedersachsen geweckt worden. Am Mittwochmorgen hat es ordentlich gekracht und auf regennasser Fahrbahn gab es sogar einen schweren Unfall auf der A1. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes soll es mit dem markanten Wetter erst einmal weitergehen. Warnungen vor schweren Gewittern und Unwetterwarnungen sind ausgesprochen worden.
Während es am Mittwochmorgen vor allem nordöstlich von Bremen knallen soll – die Experten sprechen von schwerem Gewitter und Starkregen von bis zu 40 Liter pro Quadratmeter pro Stunde – sind die nächsten Unwetter von Südwesten her auf dem Weg nach Niedersachsen.
Auch extreme Unwetter möglich: Schwere Gewitter mit heftigen Starkregenmengen im Norden möglich
Die Wetterlage in Niedersachsen und Bremen wird von einer Tiefdruckrinne mit schwül-heißer und gewitteranfälliger Luft bestimmt. Deshalb werden weitere Unwetter von den Experten erwartet. Am Mittwoch und in der Nacht zum Donnerstag sind in einigen Gebieten Niedersachsens starke Gewitter mit heftigem Regen zwischen 15 und 25 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Sturmböen um 80 km/h (Windstärke 9) und Hagel zu erwarten.
Die Meteorologen warnen jedoch vor allem vor den punktuell auftretenden Unwettern. An einigen Stellen kann es zu Gewittern kommen, die durch starken Regen mit Mengen zwischen 25 und 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Hagel von 2 bis 3 cm und schweren Sturmböen um 100 km/h (Windstärke 10) geprägt sind. Ein extremes Unwetter mit lokalen Starkregenmengen um 50 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit und/oder 80 Liter pro Quadratmeter mehrstündig ist zwar laut den Wetter-Experten unwahrscheinlich, aber nicht auszuschließen.
Gewitter halten am Mittwoch an: Laut Experten besseres Wetter in Sicht
Die Temperaturen liegen dabei am Mittwoch bei etwa 24 Grad auf den Inseln, während es im übrigen Gebiet schwül-warm bis heiß wird mit Werten zwischen 26 Grad im Emsland und 32 Grad an der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Aus diesem Grund gibt der DWD auch eine amtliche Hitzewarnung heraus. Es wird eine starke Wärmebelastung bis zu einer Höhe von 400 Metern erwartet, so die Experten.
Im Verlauf der Nacht zum Donnerstag lässt die Gewitteraktivität in Niedersachsen von Westen her langsam nach. Am Donnerstag wird es überwiegend aufgelockert bewölkt und größtenteils trocken sein. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 25 bis 28 Grad, auf den Inseln bei etwa 23 Grad. Der Freitag zeigt sich hingegen eher bewölkt. Regen und einzelne Schauer sind möglich, an der Nordsee herrschen Temperaturen von 22 Grad, in Bremen 25 Grad.
Rubriklistenbild: © DWD/Patrick Pleul/dpa

