Zugausfälle

Bahnstreik in Niedersachsen: Diese Züge sollen fahren – und diese fallen aus

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Die GDL streikt, die Deutsche Bahn ruft einen Notfallplan aus. Das hat auch Auswirkungen auf Niedersachsen. Welche Züge ausfallen – und welche trotzdem fahren.

Hannover/Bremen – Die Bahn wird bestreikt. Ab Mittwochabend, 15. November, um 22 Uhr bis Donnerstagabend, 16. November, 18 Uhr wird die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) für 20 Stunden ihre Arbeit einstellen. Es kommt zu massiven Einschränkungen im Zugverkehr, auch in Niedersachsen und Bremen. Kreiszeitung.de hat nachgefragt, welche Züge im Norden trotzdem fahren und welche ausfallen.

Die GDL streikt – und das hat bundesweite Auswirkungen. Die Deutsche Bahn erklärte am Dienstag zunächst: Im Fern- und Regionalverkehr werde das Angebot an Zugfahrten stark reduziert, dafür würden aber längere Züge eingesetzt, „um möglichst viele Menschen an ihr Ziel bringen zu können“. Weiter empfiehlt die Bahn ganz allgemein aber „auf nicht notwendige Reisen zu verzichten“. Und so sieht die Lage in Niedersachsen aus:

Streik in Niedersachsen: Diese Züge fahren – und diese fallen aus

Eine gute Nachricht vorweg: Der Straßenbahn- und Busverkehr in Niedersachsen und Bremen ist nicht vom Streik betroffen. Alle Straßenbahnen und Busse sollen fahren. Anders sieht das zum Beispiel für die S-Bahnen aus.

Vom Streik betroffen: die Nordwestbahn.

Im Westen und Nordwesten Niedersachsen verkehrt die Nordwestbahn. Laut dem stellvertretenden Pressesprecher Steffen Högemann wird der Verkehr massiv eingeschränkt sein. „Wir empfehlen keinen, an den Bahnhof zu kommen und dort auf den Zug oder möglicherweise auf Schienenersatzverkehr zu hoffen“, sagt er auf Nachfrage von kreiszeitung.de. Er gehe davon aus, dass fast kein Zug fahren wird. „In der kurzen Zeit für alle Verbindungen einen Schienenersatzverkehr zu finden, ist unmöglich“, so Högemann weiter. Dennoch werde versucht, teilweise einen Busverkehr einzurichten. Genauere Infos konnte Högemann aber nicht geben.

GDL-Bahnstreik legt Niedersachsen lahm: Kaum Zugverkehr bei der Nordwestbahn

Laut dem stellvertretenden Pressesprecher bestehe die Möglichkeit, dass der eine oder andere Zug der Nordwestbahn doch fährt. „Aber darauf sollte man sich nicht verlassen.“ Die Nordwestbahn könne nur sehr kurzfristig darüber informieren, welche Züge ausfallen und welche fahren. „Unsere Fahrgäste sollten sich daher im Internet über unseren Fahrplaner immer kurzfristig informieren.“ Und selbst, wenn kein Ausfall angekündigt ist, könne Högemann nicht versprechen, dass der Zug dann wirklich kommt. „Ich gehe davon aus, dass es ähnlich sein wird wie beim letzten Streik und fast kein Zug fährt“, betonte er. Auf der Website der Nordwestbahn können sich Fahrgäste im Laufe des Tages kurzfristig über Zugausfälle der Nordwestbahn erkundigen.

Auch im Oldenburger Land wird die Nordwestbahn wegen des Lokführerstreiks wohl nicht fahren. Ein Busersatzverkehr ist für diese Region derweil geplant.

Eingeschränkter Verkehr bei Nordwestbahn: Diese Züge fahren nicht

Die Wahrscheinlichkeit ist also sehr hoch, dass folgende Verbindungen von Mittwochabend um 22 Uhr bis Donnerstag um 18 Uhr nicht oder nur sehr eingeschränkt verkehren werden:

  • RS 1 (Bremen-Farge - Verden (Aller))
  • RS 2 (Bremerhaven-Lehe - Twistringen)
  • RS 3 (Wilhelmshaven - Bremen)
  • RS 4 (Nordenham - Bremen)
  • RS 6 (Rotenburg (Wümme) - Verden (Aller))
  • RS 30 (Bad Zwischenahn - Bremen)
  • RE 18 (Wilhelmshaven - Oldenburg - Osnabrück)
  • RB 58 (Bremen - Vechta - Osnabrück)
  • RB 59 (Esens - Wilhelmshaven)

Nicht nur im Norden, auch im Süden Deutschlands wird gestreikt. Es fallen auch Verbindungen in Bayern aufgrund des Bahnstreiks aus.

Regulärer Betrieb beim Metronom – Diese Züge sollen trotz Streik fahren

Viel besser sieht es dagegen für die Züge der „Metronom Eisenbahngesellschaft“. Deren Mitarbeiter sind laut Website des Unternehmens nicht zum Streik aufgerufen. „Wir gehen daher davon aus, dass der reguläre Betrieb nach dem derzeit gültigen Ersatzfahrplan stattfinden wird“, heißt es.

Die Züge des Metronoms sollen wie gewohnt fahren. Es kann zu einigen Einschränkungen kommen

Allerdings sei jedoch zu beachten, dass bei betrieblichen Einschränkungen seitens der Infrastrukturanbieter und -betreiber, beispielsweise in Stellwerken oder in der Betriebszentrale, mit Einschränkungen auch im Betrieb von Metronom in Form von (Teil-)Ausfällen und Verspätungen zu rechnen ist. Die zuständigen Stellen stünden diesbezüglich in ständigem Kontakt, um auf mögliche aktuelle Entwicklungen schnell reagieren zu können. Sobald Informationen über Einschränkungen vorliegen, werde das Unternehmen diese auf der Website von Metronom bekannt geben.

Eventuell auch Einschränkungen beim Metronom: Streik könnte diese Strecken zum Stillstand bringen

Die folgenden Zugverbindungen des Metronom sollen also wie geplant verkehren. Mit Einschränkungen wie Verspätungen und hohem Fahrgastaufkommen muss dennoch zu rechnen sein:

  • RE2 (Uelzen - Celle - Hannover)
  • RE2 (Hannover - Northeim - Göttingen)
  • RE3+RB31 (Hamburg - Lüneburg - Uelzen)
  • RE4+RB41 (Bremen - Rotenburg - Hamburg)

Aufgrund des Streiks sei zudem generell mit einem erhöhten Fahrgastaufkommen in den Zügen des Metronom zu rechnen. Reisende sollten daher mit Verspätungen und anderen Einschränkungen in Form von stark ausgelasteten Zügen rechnen. Das Unternehmen empfiehlt, mehr Zeit für die Fahrt einzuplanen und sich vor Fahrtantritt über die Zugverbindung zu informieren. Das geht im Internet über die Homepage von Metronom oder der Bahn sowie in der „DB Navigator“-App.

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