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Sebastian Peters
Marcel Prigge
Fabian Raddatz
Der Bahnstreik trifft Niedersachsen und Bremen hart. Es gibt Ausfälle und Verspätungen, auch nach dem offiziellen Ende des Streiks.
Update von Donnerstag, 16. November, 19:15 Uhr: Auch nach dem Ende des 20-stündigen Warnstreiks der Gewerkschaft GDL rechnet die Deutsche Bahn am Donnerstag mit weiteren Störungen im Zugverkehr. Der Fern- und Regional-Verkehr werde bis zum Tagesende massiv beeinträchtigt sein, hieß es auf der Homepage der Bahn. Am Freitag sollen die Züge auch in Niedersachsen wieder nach Fahrplan fahren.
Wie die Züge zwischen Bremen und Hamburg fahren, ist zur Stunde allerdings noch völlig offen. Dort war bei Lauenbrück im Landkreis Rotenburg (Wümme) ein ICE mit einer Regionalbahn auf Werkstattfahrt kollidiert. Wie lange die Bergung an der Unfallstelle dauern wird, steht noch nicht fest.
Die Arbeitsniederlegung hatte im Norden nicht zu einem größeren Chaos an den Bahnhöfen geführt, weil sich die Fahrgäste lange genug darauf vorbereiten konnten. Über den Notfahrplan war zumindest ein Teil der Verbindungen im Nah- und Fernverkehr sichergestellt worden.
Bahnstreik in Niedersachsen: Ersatzverkehr nicht möglich – Alternativen dauern Stunden
Update von Donnerstag, 16. November, 13:44 Uhr: Die Strecke Bremen – Hamburg ist gesperrt. Das teilt Metronom am Donnerstagmittag mit. Grund dafür ist die Zugkollision des ICE bei Lauenbrück. Zwischen Tostedt und Rotenburg kommt es nun zu einer Vollsperrung, „eine zunächst angedachte Durchfahrt auf einem freien Gleis kann nach erneuter Einschätzung der Bergungsteams und der Fahrdienstleitung vor Ort nicht realisiert werden“, berichtet das Unternehmen auf ihrer Internetseite.
Strecke Bremen – Hamburg gesperrt: Das müssen Fahrgäste wissen
Der RE4 fährt von Hamburg Hbf bis nach Tostedt und wendet dort zurück nach Hamburg Hbf.
Der RE4 von Bremen Hbf kommend, wendet bereits in Rotenburg (Wümme) zurück nach Bremen Hbf.
Ein Busnotverkehr (BNV) ist angefragt, jedoch noch nicht bestätigt.
Wann die Strecke wegen der noch ausstehenden Bergung der kollidierten Züge wieder normal befahrbar sein wird, ist derzeit noch offen.
Update von Donnerstag, 16. November, 11:57 Uhr: Die meisten Metronom-Züge von und nach Bremen fahren planmäßig ab. Das ist auf der Internetseite des Bahnunternehmens ersichtlich. Aufgrund der Zugkollision des ICE bei Lauenbrück, kann es dennoch zu Verspätungen und Teilausfällen auf der Strecke zwischen Tostedt und Scheeßel kommen, berichtet Metronom in einer Mitteilung.
Volle Straßen, leere Bahnhöfe: Die Auswirkungen des Bahnstreiks sind sichtbar
Update von Donnerstag, 16. November, 10:42 Uhr: Im Bremer Umland sind am Morgen die Auswirkungen des Bahnstreiks sichtbar: auf den großen Zufahrtsstraßen der Hansestadt herrscht stockender Verkehr. Währenddessen sind die Bahnhöfe leer, kaum ein Pendler verirrt sich zu einem der Umstiegspunkte, berichtet ein Fotoreporter von Nord-West-Media TV.
Update von Donnerstag, 16. November, 09:52 Uhr: Rund 80 Prozent aller ICE- und IC-Fahrten der Deutschen Bahn sollen heute entfallen. Das teilt die DB mit. Die Züge, die fahren, sollen länger sein, um den Reisenden mehr Kapazitäten zu ermöglichen. Wie voll diese Züge nun sind, ist unklar – denn die Situation an vielen Bahnhöfen im Norden ist bislang ruhig. Wie ein DB-Sprecher erklärte, seien im Vorhinein viele Fahrgäste gut informiert worden.
Diese Verbindungen der Deutschen Bahn sollen vom Bahnstreik betroffen sein
- RE 1 (Norddeich (Mole)
- RE 5 (Cuxhaven - Hamburg Hbf)
- RE 8 (Bremerhaven-Lehe - Hannover Hbf)
- RE 9 (Osnabrück Hbf - (Bremen Hbf) - Bremerhaven-Lehe)
- RB 37 (Bremen - Soltau - Uelzen)
- RB 38 (Hannover - Soltau - Buchholz - (Hamburg-Harburg))
- RB 40 (Braunschweig Hbf - Helmstedt)
- RB 44 und RB 48 (Braunschweig - Salzgitter-Lebenstedt)
- RB 45 (Braunschweig Hbf - Schöppenstedt)
- RB 77 (Bünde - Hameln - Hildesheim)
- RB 79 (Hildesheim - Bodenburg)
- RB 80/81 (Göttingen/Bodenfelde - Nordhausen)
- RB 82 (Göttingen - Kreiensen - Bad Harzburg)
- RB 86 (Einbeck Mitte - Göttingen)
Update von Donnerstag, 16. November, 08:11 Uhr: Der Bahnstreik der GDL trifft Bremen: Wie auf der Akutmeldung-Seite der Nordwestbahn ersichtlich, fallen derzeit alle Züge, die über den Hauptbahnhof der Hansestadt fahren, aus. Auf den Strecken der RS1, RS2, RS3, RS4, RS6 sowie der RS30 werden Zugausfälle bis in den späten Nachmittag gemeldet. Informationen für die Züge, die danach fahren sollen, liegen nicht vor.
Zugausfälle der NWB – Diese Strecken sollen von dem Streik betroffen sein
- RS 1 (Bremen-Farge - Verden (Aller))
- RS 2 (Bremerhaven-Lehe - Twistringen)
- RS 3 (Wilhelmshaven - Bremen)
- RS 4 (Nordenham - Bremen)
- RS 6 (Rotenburg (Wümme) - Verden (Aller))
- RS 30 (Bad Zwischenahn - Bremen)
- RE 18 (Wilhelmshaven - Oldenburg - Osnabrück)
- RB 58 (Bremen - Vechta - Osnabrück)
- RB 59 (Esens - Wilhelmshaven)
„Ein Schienenersatzverkehr kann leider nicht eingerichtet werden“, heißt es in den Meldungen weiter. Mögliche alternative Verbindungen gebe es auf der Internetseite www.fahrplaner.de. Diese könnten jedoch zu Frust unter den Fahrgästen führen. Denn eine alternative Streckenverbindung von beispielsweise Bremerhaven nach Bremen – für die ein Zug etwas weniger als eine Stunde braucht – wird hier mit mehreren Stunden angeben.
So fahre etwa der Bus 530 bis Hagen, von da müssten sich die Reisenden ein Anrufsammeltaxi bestellen, um bis nach Uthlede zu kommen. Von dort fährt der Bus 677 nach Vegesack. Weiter geht es in dem Bus 94 nach Bremen-Burg, dann in den Bus 90 nach Gröpelingen und von dort dann mit der Straßenbahn 10 bis zum Hauptbahnhof.
Warnstreik startet: Nordwestbahn steht still, Reisende warten
Update von Donnerstag, 16. November, 06:09 Uhr: Der GDL-Warnstreik zeigt seine Auswirkungen. Diverse Züge fallen aus, Pendler stehen teilweise fragend am Bahnsteig. Auch in Hamburg zeigen sich die Auswirkungen des Streiks. Die örtlichen S-Bahnen stehen still.
Update von Mittwoch, 15. November, 20.40 Uhr: Der Streik nähert sich seinem offiziellen Beginn um 22 Uhr. Bereits zuvor mussten Reisende mit Ausfällen und Verspätungen rechnen, die voraussichtlich morgen noch massiver werden. Der Streik soll bis Donnerstag, 16. November, 18 Uhr andauern.
Generell gilt: Vor Fahrtantritt sollte die Verbindung überprüft werden. Entweder per App oder durch einen Anruf bei der Deutschen Bahn.
Bahnstreik in Niedersachsen: „Ich gehe davon aus, dass fast kein Zug fährt“
Update von Mittwoch, 15. November, 14.53 Uhr: Auch das Unternehmen Transdev, zu dem auch die S-Bahn in Hannover gehört, wird von dem Streik stark betroffen sein. Der Betrieb werde massiv beeinträchtigt, so die Großraum-Verkehr Hannover (GVH) am Mittwoch. Reisende sollen sich im Internet über den aktuellen Stand informieren. Der Stadtbahn- und Busverkehr von regiobus und ÜSTRA sind von dem Streik derweil nicht betroffen.
Deutsche Bahn mit Konsequenzen: DB sagt wegen Streik Gespäche mit GDL ab
Update von Mittwoch, 15. November, 13.28 Uhr: Die Deutsche Bahn sagt wegen des großangelegten Streiks alle weiteren geplanten Gespräche mit der GDL ab. Wie DB-Personalvorstand Martin Seiler am Mittwoch erklärte, könne man nicht erwarten, dass weiter verhandelt werde, wenn man Verabredungen breche und Millionen Reisende mit einem kurzfristigen Streik in Haftung nehme. „Entweder man streikt oder man verhandelt, beides gleichzeitig geht nicht.“
Eigentlich sollte im Wochenrythmus verhandelt werden: Die Termine an diesem Donnerstag und Freitag entfallen, sonst sollte es am 23. und 24. November, am 5. und 6. Dezember sowie am 14. und 15. Dezember mit den Gesprächen weitergehen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem mehr Gehalt und eine Inflationsprämie. So viel verdient ein Lokführer aktuell.
Streik im Norden: Nordwestbahn voraussichtlich enorm von Zugausfällen betroffen
Update von Mittwoch, 15. November, 12.38 Uhr: Auch die Nordwestbahn (NWB) wird in Niedersachsen und Bremen viele Zugausfälle aufgrund des GDL-Streiks hinnehmen müssen. Wie das Unternehmen gegenüber kreiszeitung.de erklärt, wird den Reisenden empfohlen, gar nicht erst zu einem Bahnhof zu kommen „und dort auf den Zug oder möglicherweise auf Schienenersatzverkehr zu hoffen“. Es bestehe zwar die Möglichkeit, dass mal ein Zug fahre, so der NWB-Sprecher Steffen Högemann, aber das sei nicht sehr wahrscheinlich. „Ich gehe davon aus, dass es ähnlich sein wird wie beim letzten Streik und fast kein Zug fährt.“
Aufgrund des Lokführerstreiks soll die NBW auch im Oldenburger Land betroffen sein. Hier wird ein Busersatzverkehr geplant. Reisende aller NWB-Verbindungen sollen sich auf der Website der Nordwestbahn über aktuelle Meldungen informieren.
Bahnstreik in Niedersachsen: Ausfälle und Verspätungen bei Metronom-Zügen trotz Ersatzfahrplan
Update von Mittwoch, 15. November: 11:18 Uhr: Wie die Bahngesellschaft Metronom am Mittwochmorgen erklärt, soll der reguläre Betrieb – auch auf den Pendlerstrecken – trotz Bahnstreik planmäßig stattfinden. Der Grund: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der metronom Eisenbahngesellschaft mbH sind nicht zum Streik aufgerufen“, heißt es in einer Stellungnahme.
Es werde davon ausgegangen, dass der Betrieb nach dem derzeit gültigen Ersatzfahrplan stattfinden kann, erklärt das Unternehmen. Dennoch sollte beachtet werden, dass es zu betrieblichen Einschränkungen auf den Strecken kommen kann. Verspätungen und auch Ausfälle könnten auch aufseiten der Metronom auftreten, da es „beispielsweise in Stellwerken oder in der Betriebszentrale“ zu Beschränkungen kommen kann.
Streik der GDL betrifft auch Metronom: Diese Strecken könnten ausfallen
RE2 (Uelzen - Celle - Hannover), RE2 (Hannover - Northeim - Göttingen), RE3+RB31 (Hamburg - Lüneburg - Uelzen), RE4+RB41 (Bremen - Rotenburg - Hamburg)
Auch sollen die Fahrgäste der Metronom wegen des GDL-Streiks mit einem höheren Fahrgastaufkommen rechnen. „Wir empfehlen allen Fahrgästen, mehr Zeit für die Fahrt einzuplanen und sich vor Fahrtantritt über die bekannten digitalen Auskunftsmedien zu informieren“, so die Bahngesellschaft.
Auch Hamburg betroffen: S-Bahnen fallen wegen Streik aus
Update von Mittwoch, 15. November, 10:21 Uhr: Aufgrund des Bahnstreiks der GDL werden Ausfälle der Bahnen in Niedersachsen und Bremen erwartet. Auch Hamburg wird in den kommenden Stunden schwer betroffen sein. Denn: Die S-Bahn in Hamburg wird lahmgelegt. Wie die DB erklärt, kommt es zu massiven Beeinträchtigungen des S-Bahn-Verkehrs in der Hansestadt. Als Alternative sollten U-Bahnen und Busse genutzt werden.
Update von Mittwoch, 15. November, 7:50 Uhr: Vom heutigen Mittwochabend, bis einschließlich morgen, werden deutschlandweit massive Ausfälle im Bahnverkehr erwartet. Der Grund: Ein Streik der Lokführergewerkschaft GDL. Auch in Niedersachsen und Bremen sollten Zugreisende ein Auge auf die aktuellen Fahrpläne werfen. Die Deutsche Bahn (DB) appelliert bereits: „Bitte verschiebt eure Reise“.
Metronom, DB und NWB: Zugausfälle aufgrund des GDL-Streiks sind zu erwarten
Das schreibt die DB bei X (ehemals Twitter). Aktuelle Informationen gebe es auf der Fahrplanseite der Bahn. Dort heißt es auch, dass sich aufgrund des Streiks Sondermöglichkeiten im Zugverkehr ergeben. Bedeute im Klartext: Der GDL-Warnstreik führt auch zu Rechte, die sich für die Bahnreisenden ergeben. Reisende können ihr bereits vorhandenes Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Auch ist es möglich, die Reise vorzuverlegen. In diesem Falle wäre eine frühe Zugverbindung am Mittwoch sinnvoll, so die DB. Falle die Verbindung im Zuge des Streiks aus, sei auch eine Kostenrückerstattung möglich.
Wie sieht die Situation in Niedersachsen und Bremen genau aus? Sucht man am Mittwochmorgen nach aktuellen Abend-Verbindungen auf den Internetseiten der Nordwestbahn (NWB) sowie der Metronom, lassen sich noch keine akuten Ausfälle feststellen. Weitere Informationen sind bislang vonseiten der Bahndienstleister nicht bekannt.
Massiver Bahnstreik: Zugausfälle am Mittwoch und Donnerstag in Niedersachsen und Bremen
Erstmeldung von Dienstag, 14. November, 19:35 Uhr: Hannover/Bremen – Im Tarifstreit um bessere Löhne hat die Lokführergewerkschaft GDL einen Bahnstreik ab Mittwochabend, 15. November 2023, angekündigt. Beginnen soll er um 22 Uhr und bis Donnerstag, 18 Uhr, dauern. Auch Reisende in Bremen und Niedersachsen müssen sich auf massive Ausfälle und Verspätungen einstellen.
Bestreikt werden sollen alle Züge des Fern-, Regional- und Güterverkehrs. Neben Lokführern sind auch Zugpersonal sowie Beschäftigte bei der Infrastruktur – also etwa Fahrdienstleiter in den Stellwerken – aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen.
Bahnstreik bereits ab Mittwochabend: Massive Zugausfälle in Niedersachsen und Bremen erwartet
Unklar ist bislang, ob während des 20-Stunden-Streiks überhaupt Züge fahren. Die Bahn hatte einen Sonderfahrplan angekündigt. Mit diesem sollen wenigstens 20 Prozent des Regelangebots bedient werden. Dazu will die Bahn extra lange Züge im Fernverkehr einsetzen.
Es ist davon auszugehen, dass erneut die Zugbindung bei den günstigen Tickets aufgehoben und Fahrgästen das Umbuchen angeboten wird.
Bahnstreik im Norden: Ausfälle der Nordwestbahn und Metronom
Auch bei regionalen Anbietern, etwa der Nordwestbahn und der Metronom, die zwischen Niedersachsen und Bremen verkehrt, müssen Reisende mit Ausfällen und Verspätungen rechnen. Ausgenommen vom Streikaufruf sind alle ÖPNV-Verbindungen. Dementsprechend fahren die Busse und Straßenbahnen der BSAG in Bremen planmäßig.
GDL ruft Bahnstreik aus: Darum geht es
Die Deutsche Bahn reagierte empört auf die Streikpläne – eigentlich sollte am Donnerstag die nächste Verhandlungsrunde beginnen. Vertreter von GDL und Bahn hatten sich vergangenen Donnerstag zur ersten Verhandlungsrunde für einen neuen Tarifvertrag getroffen und nach einigen Stunden die weiteren Gespräche auf Donnerstag, 16. November, vertagt. „Der Streikbeschluss zum jetzigen Zeitpunkt ist ein Unding. Wir haben gerade erst vier weitere Verhandlungstermine mit der Lokführergewerkschaft vereinbart, wir haben bereits in der Auftaktrunde ein 11-Prozent-Angebot auf den Tisch gelegt“, sagte DB-Personalvorstand Martin Seiler laut einer Mitteilung.
Die Gewerkschaft fordert in den Tarifverhandlungen unter anderem 555 Euro mehr pro Monat für die Beschäftigten sowie eine Inflationsausgleichsprämie von bis zu 3000 Euro. Als Knackpunkt gilt bereits jetzt die Forderung nach einer Arbeitszeitreduzierung von 38 auf 35 Stunden für Schichtarbeiter bei vollem Lohnausgleich.
Rubriklistenbild: © Steffen Oevermann/dpa





