Wetter in Niedersachsen bleibt gefährlich: Zunehmende Regenfälle an Silvester befürchtet
VonFabian Raddatz
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Das Wetter bleibt im Norden auch bis ins neue Jahr hinein gefährlich. Es drohen Regen und Sturm. Die Hochwasser-Lage könnte sich weiter verschärfen.
Hannover/Bremen/Cuxhaven – Der Regen hört nicht auf. Während Helfer in Niedersachsen und Bremen sowie auch in anderen Teilen Deutschlands seit Tagen gegen das Hochwasser kämpfen, könnte sich die Lage in den kommenden Tagen noch einmal dramatisch verschärfen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt noch stärkere Regenfälle als bislang voraus – bis ins neue Jahr hinein.
Hochwasser in Norddeutschland – Die Bilder der extremen Wetterlage
Bereits jetzt sind zahlreiche Flüsse und Bäche über die Ufer getreten. An einigen Stellen drohen sogar Deiche zu brechen. In Bremen etwa können sich Bürger Sandsäcke abholen, um ihre Häuser zu schützen. Menschen, die sich selbst nicht mehr helfen können, werden in Rettungsbooten oder in Kanus aus dem kniehohen Wasser gerettet.
Wetter an Silvester: Zunehmende Regenfälle und Sturm vorhergesagt
Es sind dramatische Szenen, die sich in diesen Tagen im Norden abspielen. Da verheißen auch die weiteren Wetter-Aussichten nichts Gutes. Eine Unwetterfront rollt heran und bringt Dauerregen und Sturmböen mit sich. Schlimmer noch: Die Regenmengen können laut DWD in den nächsten Tagen drastisch zunehmen. Dazu sind Böen in Sturmstärke vorhergesagt – eine gefährliche Mischung.
Die Hochwasser-Lage in Niedersachsen ist – wie hier in Lauenstadt bei Schulenburg (Region Hannover) – bereits jetzt kritisch. In den kommenden Tagen sind zusätzliche Regenfälle und auch Sturm vorausgesagt.
So warnt der Deutsche Wetterdienst zunächst am Donnerstag, 28. Dezember, und in der Nacht zu Freitag in Nordseenähe vor stürmischen Böen, die an der nordfriesischen Küste bis zu 85 km/h schnell werden können. Diese sollen sich an der Nordsee auch über den Freitag halten und bis in das nordwestliche Binnenland ziehen.
Gewitter, Sturm, Regen: Gefährliche Wetter-Lage in Niedersachsen
Während sich am Donnerstag anfangs noch Auflockerungen bei milden Temperaturen bis 12 Grad zeigen, ziehen im Laufe des Tages die ersten Regenschauer auf. Auch am Freitag sind Schauer vorausgesagt, an der See drohen laut DWD einzelne Gewitter.
Die schauerartigen Regenfälle sorgen auch Samstag, 30. Dezember, für eine gefährliche Wetterlage, im Oberharz kann Schnee fallen. Wenigstens soll der Wind nachlassen, so die Wetter-Experten. Nur an den Küsten bleibt es stürmisch. Doch bereits am Silvester-Sonntag nehmen die Böen wieder an Fahrt auf – vor allem im Nordwesten.
In der Nacht zu Sonntag bleibt es zunehmend regnerisch und stürmisch. Erst am Dienstag, 2. Januar 2024, soll der Wind nachlassen.
Silvester-Wetter: Niederschlagsspitze zu Neujahr erwartet – viel Regen auch nächste Woche
Doch von einer Entspannung der Hochwasser-Lage ist nicht auszugehen: Wie die 10-Tage-Prognose des DWD zeigt, muss in Bremen und Niedersachsen in den nächsten Tagen bis ins Neujahr hinein mit mindestens gleichbleibenden, teils aber sogar höheren Niederschlagsmengen als bislang gerechnet werden.
Während die Regenkurve von Mittwoch auf Donnerstag, 28. Dezember, noch nach unten zeigt, geht die am Wochenende wieder steil nach oben. Am Sonntag, 31. Dezember, erreichen die Niederschlagsmengen ihren vorzeitigen Höhepunkt. Zum Montag, 1. Januar, hin scheint sich die Lage wieder etwas zu beruhigen. Doch am Dienstag steigt die Niederschlagsmenge wieder, bleibt bis zum Ende der kommenden Neujahrs-Woche in etwa gleich. Eine Entspannung der Wetterlage scheint sich erst mit Beginn des ersten Januar-Wochenendes einzustellen.