Hochwasser im Norden

Wetter in Niedersachsen bleibt gefährlich: Zunehmende Regenfälle an Silvester befürchtet

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Das Wetter bleibt im Norden auch bis ins neue Jahr hinein gefährlich. Es drohen Regen und Sturm. Die Hochwasser-Lage könnte sich weiter verschärfen.

Hannover/Bremen/Cuxhaven – Der Regen hört nicht auf. Während Helfer in Niedersachsen und Bremen sowie auch in anderen Teilen Deutschlands seit Tagen gegen das Hochwasser kämpfen, könnte sich die Lage in den kommenden Tagen noch einmal dramatisch verschärfen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt noch stärkere Regenfälle als bislang voraus – bis ins neue Jahr hinein.

Hochwasser in Norddeutschland – Die Bilder der extremen Wetterlage

Verden von oben fotografiert. Die Aller ist bis in die Altstadt über die Ufer getreten.
In Verden ist die Aller über ihre Ufer getreten. Die Südbrücke in die Altstadt wurde am Freitag wegen des Hochwassers gesperrt. © dpa
Hochwasser und Überschwemmungen der Aller in der Region Heidekreis nach tagelangen starken Regenfällen.
Auch der Heidekreis in Niedersachsen ist nicht vor Überschwemmungen gefeit. Bis zum Jahreswechsel könnten Regen und Sturm die Lage weiter verschlechtern. © Ulrich Stamm/IMAGO
Hochwasser in Hoya: Impressionen von Donnerstag
Hochwasser in Hoya: Impressionen von Donnerstag © Oliver Siedenberg
Umgeben von Wasser ist dieser Feldhase.
Umgeben von Wasser ist dieser Feldhase. © Dorn
Feuerwehrleute stehen in der Nacht am Deich und reichen Sandsäcke.
Mit Sandsäcken bauten die Einsatzkräfte Quellkaden auf, um die Schadstellen einzugrenzen. © Kreisfeuerwehr Verden/Oestmann
Hochwasser in Niedersachsen: Eine vom Wasser überspülte und abgesperrte Straße.
Die L330 zwischen Hoya und Hassel ist seit Donnerstagnachmittag wegen des Hochwassers unpassierbar. © Moritz Frankenberg/dpa
Einsatzkräfte bauen eine Sandsacke-Sperre gegen Hochwasser.
Auch am Serengeti-Park in Hodenhagen sind viele Helfer im Einsatz gegen das Hochwasser. © Philipp Schulze/dpa
Hochwasser in Hoya: Impressionen von Donnerstag
Hochwasser in Hoya: Impressionen von Donnerstag © Oliver Siedenberg
Hochwasser in Niedersachsen - Lilienthal Wörpe Wümme
Ein Gartenhaus steht hinter einem durchweichten Deichabschnitt an der Wörpe in Lilienthal. Durch das Hochwasser des Flusses sowie der nahegelegenen Wümme gab es in der Nacht einen Deichriss. © Focke Strangmann/dpa
Der Serengeti Park Hodenhagen von oben fotografiert. Mehrere Flächen sind überflutet.
Der Serengeti-Park in Hodenhagen steht teilweise unter Wasser. Viele Tiere müssen evakuiert werden. © Philipp Schulze/dpa
Serengeti-Park-Leiter Fabrizio Sepe begleitet Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) laufen auf einer Straße.
Serengeti-Park-Leiter Fabrizio Sepe begleitet Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in der aktuen Hochwasser-Lage. © Klaus Müller
Heidschnucken-Rettung der DLRG ist im vollen Gange.
Mehrere Heidschnucken wurden am Mittwoch von der DLRG in der Nähe von Hannover vor dem Hochwasser gerettet. © Karsten Hölscher/dpa/DRLG Wedemark
Niedersachsen, Überschwemmungen in der Region Hannover Hochwasser und Überschwemmungen der Leine
Hochwasser und Überschwemmungen bei Hannover © Ulrich Stamm/Imago
Niedersachsen, Überschwemmungen in der Region Hannover
Überschwemmungen in der Region Hannover  © Ulrich Stamm/Imago
Niedersachsen, Überschwemmungen in der Region Hannover
Hochwasser und Überschwemmungen der Leine. © Ulrich Stamm/Imago
Niedersachsen, Überschwemmungen in der Region Hannover
Überschwemmungen in der Region Hannover. © Ulrich Stamm/Imago
Hochwasser in Niedersachsen, Hagen-Grinden
Ein Wohnhaus am Deich auf der Weserinsel Hagen-Grinden. Das Hochwasser ist auch hier angekommen. © Christof Dathe/dpa
Hochwasser in Niedersachsen - Weser
Eine Schild „Parkplatz für Busse“ schaut aus dem Hochwasser. Der Wasserstand der Weser ist in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Angesichts anhaltender Regenfälle und gesättigter Böden bleibt die Hochwassergefahr in Teilen von Deutschland hoch. © Friso Gentsch/dpa
Hochwasser in Bremen-Borgfeld: Anwohner transportiert Nachbarn per Kanu
Ein Mann in Bremen-Borgfeld half per Kanu. Er brachte Anwohner zu ihren Häusern und transportierte Pumpen für die Feuerwehr. © Nord-West-Media TV
Die Feuerwehr deponierte Sandsäcke an der Astruper Straße.
Die Feuerwehr deponierte Sandsäcke an der Astruper Straße. © Archiv: Feuerwehr
Ein Trecker zieht einen Wohnwagen vom Wieltsee weg. Die Weser ist in Dreye über die Ufer getreten.
Ein Trecker zieht einen Wohnwagen vom Wieltsee weg. Die Weser ist in Dreye über die Ufer getreten. © Sigi Schritt
Hochwasser in Niedersachsen – Oker
Die hochwasserführende Oker überflutet in Oker teilweise die Promenade. Für die Flussgebiete der Oker und der Innerste warnte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) vor einer weiteren Verschärfung der Hochwasserlage. © Thomas Schulz/dpa
Hochwasser in Niedersachsen - Sarstedt
Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident Niedersachsen, steht am Fluss Innerste im Landkreis Hildesheim. Weil machte sich an verschiedenen Orten ein Bild der angespannten Hochwassersituation in Niedersachsen. © Julian Stratenschulte/dpa
Der Lauf des Klosterbachs in Stuhr ist mittig noch zu erkennen. Das Wasser ist an Weihnachten jedoch weit über das Ufer getreten.
Der Lauf des Klosterbachs in Stuhr ist mittig noch zu erkennen. Das Wasser ist an Weihnachten jedoch weit über das Ufer getreten. © Rainer Jysch
Hochwasser in Niedersachsen
Das Hochwasser am Weserwehr im Landkreis Verden (Aufnahme mit Drohne). Zufahrt und Durchfahrt sind seit Weihnachten gesperrt. Laut der Behörden in Niedersachsen bleibt die Hochwasser-Lage in den nächsten Tagen weiter angespannt. © Christof Dathe/dpa
Stadtspeicher Hochwasser
Mit „Big Packs“ wird die Mauer am Rotenburger Stadtspeicher gestützt. © Michael Krüger
Hochwasser Samtgemeinde Hoya
Hochwasser Samtgemeinde Hoya © Oliver Siedenberg
Hochwasser in Niedersachsen - Okertalsperre
Die Hochwasserentlastungsanlage lässt Wasser aus der komplett gefüllten Okertalsperre im Harz. © Julian Stratenschulte/dpa
Hochwasser in Niedersachsen – Leda
Hochwasser vom Burlage-Langholter Tief, einem Nebenfluss der Leda. © Lars Penning/dpa
Hochwasser in Niedersachsen – Leda
Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchen die Ortschaft zu sichern, nachdem das Hochwasser vom Burlage-Langholter Tief, einem Nebenfluss der Leda, über die Deiche trat. © Lars Penning/dpa
Hochwasser in Niedersachsen – Feuerwehr
Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchen mit Sandsäcken das Wasser in Schach zu halten. © Lars Penning/dpa
Hochwasser in Niedersachsen - Schloss Marienburg
Das Schloss Marienburg in der Region Hannover steht vor überfluteten Feldern am Fluss Leine. © Julian Stratenschulte/dpa
Hochwasser in Niedersachsen - Ruthe im Landkreis Hildesheim
Hochwasser in Niedersachsen: Der Fluss Innerste mündet an der Ortschaft Ruthe im Landkreis Hildesheim in den Fluss Leine. © Julian Stratenschulte/dpa

Bereits jetzt sind zahlreiche Flüsse und Bäche über die Ufer getreten. An einigen Stellen drohen sogar Deiche zu brechen. In Bremen etwa können sich Bürger Sandsäcke abholen, um ihre Häuser zu schützen. Menschen, die sich selbst nicht mehr helfen können, werden in Rettungsbooten oder in Kanus aus dem kniehohen Wasser gerettet.

Wetter an Silvester: Zunehmende Regenfälle und Sturm vorhergesagt

Es sind dramatische Szenen, die sich in diesen Tagen im Norden abspielen. Da verheißen auch die weiteren Wetter-Aussichten nichts Gutes. Eine Unwetterfront rollt heran und bringt Dauerregen und Sturmböen mit sich. Schlimmer noch: Die Regenmengen können laut DWD in den nächsten Tagen drastisch zunehmen. Dazu sind Böen in Sturmstärke vorhergesagt – eine gefährliche Mischung.

Die Hochwasser-Lage in Niedersachsen ist – wie hier in Lauenstadt bei Schulenburg (Region Hannover) – bereits jetzt kritisch. In den kommenden Tagen sind zusätzliche Regenfälle und auch Sturm vorausgesagt.

So warnt der Deutsche Wetterdienst zunächst am Donnerstag, 28. Dezember, und in der Nacht zu Freitag in Nordseenähe vor stürmischen Böen, die an der nordfriesischen Küste bis zu 85 km/h schnell werden können. Diese sollen sich an der Nordsee auch über den Freitag halten und bis in das nordwestliche Binnenland ziehen.

Gewitter, Sturm, Regen: Gefährliche Wetter-Lage in Niedersachsen

Während sich am Donnerstag anfangs noch Auflockerungen bei milden Temperaturen bis 12 Grad zeigen, ziehen im Laufe des Tages die ersten Regenschauer auf. Auch am Freitag sind Schauer vorausgesagt, an der See drohen laut DWD einzelne Gewitter.

Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchen mit Sandsäcken das Wasser in Schach zu halten.

Die schauerartigen Regenfälle sorgen auch Samstag, 30. Dezember, für eine gefährliche Wetterlage, im Oberharz kann Schnee fallen. Wenigstens soll der Wind nachlassen, so die Wetter-Experten. Nur an den Küsten bleibt es stürmisch. Doch bereits am Silvester-Sonntag nehmen die Böen wieder an Fahrt auf – vor allem im Nordwesten.

In der Nacht zu Sonntag bleibt es zunehmend regnerisch und stürmisch. Erst am Dienstag, 2. Januar 2024, soll der Wind nachlassen.

Silvester-Wetter: Niederschlagsspitze zu Neujahr erwartet – viel Regen auch nächste Woche

Doch von einer Entspannung der Hochwasser-Lage ist nicht auszugehen: Wie die 10-Tage-Prognose des DWD zeigt, muss in Bremen und Niedersachsen in den nächsten Tagen bis ins Neujahr hinein mit mindestens gleichbleibenden, teils aber sogar höheren Niederschlagsmengen als bislang gerechnet werden.

Während die Regenkurve von Mittwoch auf Donnerstag, 28. Dezember, noch nach unten zeigt, geht die am Wochenende wieder steil nach oben. Am Sonntag, 31. Dezember, erreichen die Niederschlagsmengen ihren vorzeitigen Höhepunkt. Zum Montag, 1. Januar, hin scheint sich die Lage wieder etwas zu beruhigen. Doch am Dienstag steigt die Niederschlagsmenge wieder, bleibt bis zum Ende der kommenden Neujahrs-Woche in etwa gleich. Eine Entspannung der Wetterlage scheint sich erst mit Beginn des ersten Januar-Wochenendes einzustellen.

Rubriklistenbild: © Rainer Droese/imago

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