Nordsee

Orkanartige Böen und Sturmflut: Fähren an der Nordseeküste stellen Betrieb ein

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Sturmflut-Gefahr an der Nordseeküste: Der Fährverkehr zu mehreren Inseln wird eingestellt. Reisende müssen sich auf Einschränkungen einstellen.

Niedersachsen –  Ein herannahendes Sturmtief zwingt Reisende in Niedersachsen, sich auf mögliche Einschränkungen im Fährverkehr entlang der Küste kurz vor Weihnachten einzustellen. Die Deutsche Bahn kündigte am Dienstag, 19. Dezember, an, dass der Fährdienst zur ostfriesischen Insel Wangerooge am Freitag, 22. Dezember, komplett ausgesetzt wird. Die Fährdienste werden von einer Tochtergesellschaft der Bahn betrieben. Ab Donnerstagnachmittag sollen bereits Fahrten von Harlesiel in Friesland und von Wangerooge gestrichen werden. Auch die Insel Langeoog warnte vor möglichen Fährausfällen am Donnerstag und Freitag.

Laut Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind stürmische Tage für Norddeutschland zum Wochenende hin zu erwarten. An der deutschen Nord- und Ostseeküste sollen von Donnerstag bis Samstagnacht schwere bis orkanartige Böen der Stärken 10 und 11 aus westlicher bis nordwestlicher Richtung auftreten. Dies entspricht Windgeschwindigkeiten von 90 bis 110 km/h.

Sturmtief über Norddeutschland: Ost- und Nordfriesische Inseln nicht erreichbar

Die Fähre von Harlesiel nach Wangerooge wird aufgrund eines Sturmtiefs eingestellt.

Aufgrund des stürmischen Wetters erwartet der Sturmflutwarndienst des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Norden die Möglichkeit mehrerer leichter Sturmfluten. Nach den Prognosen vom Dienstag könnte am Freitag auch eine schwere Sturmflut auftreten. Das Hochwasser könnte dann am Freitagmorgen an der niedersächsischen Küste bis zu zwei Meter höher als das durchschnittliche Tidehochwasser sein.

Laut NLWKN treten leichte Sturmfluten nach dem langjährigen Durchschnitt bis zu zehnmal in der Saison zwischen September und April auf. Normalerweise stellen sie keine größere Belastung für die Küstenschutzanlagen dar. Schwere Sturmfluten treten statistisch gesehen einmal alle zwei Jahre auf.

Wyker Dampfschiffs-Reederei streicht alle Verbindungen zu den Nordfriesischen Inseln

Und auch im Nachbarbundesland Schleswig-Holstein wirbelt das herannahende Sturmtief die Fahrpläne der Fähren zu den Nordfriesischen Inseln ordentlich durcheinander. Laut dpa plant die Wyker Dampfschiffs-Reederei plant, am Donnerstag, 21. Dezember, sämtliche Verbindungen von Langeneß, Hooge und Schlüttsiel auszusetzen.

Am 20. Dezember werden um 7.15 Uhr und 15.15 Uhr zusätzliche Fähren von Langeneß nach Hooge und Schlüttsiel eingesetzt. Von Hooge aus starten um 7.45 Uhr und 16.00 Uhr jeweils eine Extrafähre nach Schlüttsiel. Zudem gibt es um 11.15 Uhr und 19.15 Uhr zusätzliche Verbindungen nach Langeneß. Von Schlüttsiel aus werden um 10.00 Uhr und 18.00 Uhr zusätzliche Fähren nach Hooge und Langeneß abfahren. Laut den Informationen muss je nach Wetterbedingungen bis zum 23. Dezember mit weiteren Ausfällen gerechnet werden. (csa/dpa)

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