VonFabian Raddatzschließen
Nach und nach hält der Winter Einzug in Niedersachsen. Die Temperaturen nähern sich der 0-Grad-Marke – und unterschreiten diese sogar.
Hannover – Es wird langsam winterlich in Niedersachsen. Nach Wetter-Chaos zwischen Schnee-Prognose und 16 Grad rutschen die Temperaturen nun allmählich in den Keller. Laut der aktuellen 10-Tages-Prognose des Deutschen Wetterdienstes DWD ist ein Temperatur-Absturz bereits ab kommenden Wochenende, 16. und 17. November, auszumachen.
Die Werte fallen demnach bereits ab Samstag unter die 10-Grad-Grenze, um dann im Verlauf der kommenden Woche immer tiefer zu gehen. Ab Mittwoch, 20. November, kann die 0-Grad-Marke geknackt werden, nur um dann noch tiefer zu sinken. Ob es dann auch zu Schneefall in Niedersachsen kommen kann, bleibt fraglich.
Bislang ist nur im Harz bereits Schnee gefallen, für die Region ist auch weiterer Schneefall vorhergesagt. Meteorologen erwarten Tageshöchstwerte von -1 Grad am Dienstag, 19. November. Leichter Schneeregen kann aber bereits am vorigen Montag einsetzen.
Der Winter erreicht Niedersachsen: Vorher ist es trüb und bewölkt
Im übrigen Bundesland und auch in Bremen startet das Wochenende überwiegend bewölkt und trüb. Im Süden kann es vorübergehend etwas auflockern, örtlich kommt es zu Sprühregen, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilt. Die Höchstwerte liegen zwischen 9 und 12 Grad. Es weht ein schwacher bis mäßiger Wind aus Südwest, an der See auch frisch bis stark.
Auch am Samstag bleibt es teils stark bewölkt, lediglich südlich des Mittellandkanals zeigt sich die Sonne. Ab dem Nachmittag breitet sich von der Küste her ein leichter Regen über das Land aus. Bei Höchstwerten von 8 bis 11 Grad weht ein schwacher bis mäßiger, an der Küste auch frischer bis starker Südwestwind.
Wetter-Anomalie für Niedersachsen vorhergesagt: „Einer der wärmsten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen“
Generell fielen die vergangenen Monate zu warm aus, sagt Wetter-Experte Dominik Jung. Er hält auch einen zu milden Winter für realistisch. Demnach ist in Richtung Westen Deutschlands im Dezember eine Abweichung von 1 bis 1,5 Grad Celsius über dem Klima-Mittel möglich. Im Osten sogar bis zu 2 Grad darüber. Auf einer Karte zeigt Jung die Anomalien, die aus dem Modell hervorgehen. Im Januar zeigt sie auch eine stärkere Abweichung für den Norden Deutschlands. Dann kann es auch in Teilen von Niedersachsen bis zu 2 Grad wärmer werden als im Zeitraum zwischen den Jahren 1991 bis 2020.
„Wenn es so kommen sollte“, sagt Jung, „wäre das wieder ein Winter, der im Bereich der wärmsten Winter liegt, seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881.“ Wahrscheinlich würde er sogar in den Top Ten landen. Jung betont aber auch, dass es sich bei dem Modell um einen Trend handelt. „Ob es wirklich so kommt, kann heute natürlich noch keiner hervorsagen.“
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