Prognosen zeigen

Wetter-Chaos in Niedersachsen erwartet: Erst Schnee, dann wieder 16 Grad

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In Niedersachsen könnte es schon in wenigen Tagen den ersten Wintereinbruch samt Schnee geben. Kurz darauf droht der nächste Wetterwechsel.

Hannover – Der November ist bereits fast zur Hälfte um und viele Menschen fragen sich, kommt nun der Winter oder nicht? Bislang zeigte sich das Wetter im Norden im Herbstmodus. Bis auf zaghafte Anzeichen für den ersten Schnee in Niedersachsen machte sich der Winter noch nicht wirklich bemerkbar.

Auf Niedersachsen rollt Schnee zu (Symbolbild).

Das könnte sich allerdings nun schlagartig ändern. Neueste Wetterprognosen zeigen, dass es noch im November den ersten Wintereinbruch im Norden geben könnte. Auch eine Schneedecke in weiten Teilen Niedersachsens ist möglich. Doch kurz darauf droht bereits die Kehrtwende.

Wetterprognosen rechnen mit Sturm und Temperatursturz in der kommenden Woche

Derzeit halten die trüben Wetterbedingungen im Norden noch an. Auch in den kommenden Tagen kratzen die Temperaturen dabei des Öfteren an der Zehn-Grad-Marke, erklärt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net in seinem aktuellen Wettervideo.

„Nachdem beim Wetter seit Wochen außer viel Nebel und etwas Sonnenschein kaum noch etwas passiert ist, wird es nächste Woche gleich richtig spannend. Tiefs dringen nach Deutschland vor und bringen uns viel Wind und Sturm, sogar ein Orkantief könnte uns nächste Woche Mittwoch oder Donnerstag treffen“, erklärt Jung, der zugleich klarmacht, dass diese Prognose noch unsicher sei.

An der Nordsee sind kurze Gewitter möglich. Auch Regen macht sich verstärkt im Norden breit. Laut wetter.com könnten die Temperaturen in Hannover am Samstag (23. November) auf nur noch zwei Grad absinken.

Erster Wintereinbruch in Niedersachsen? – Ende November könnte es Schnee geben

Eine Modellberechnung des amerikanischen Global Forecast System (GFS) macht Hoffnung auf den ersten Schnee in Niedersachsen. Diesen könnte es den Berechnungen zufolge am Freitag (22. November) geben. Stellenweise seien dabei bis zu sieben Zentimeter Neuschnee möglich. In Bremen könnte es um die drei Zentimeter der weißen Pracht geben.

Am Freitag (22. November) könnte es in Niedersachsen weiß werden.

„Wahrscheinlich wird es weiß in den höheren Lagen, aber in den tiefen Lagen rund um Hamburg eine Schneedecke? – Da mache ich auch gerne einmal ein Fragezeichen dahinter“, erklärt Wetterexperte Jung dazu. In Lagen ab 500 bis 600 Metern wäre eine Schneedecke im Norden allerdings durchaus denkbar, so der Meteorologe weiter. An vielen Stellen könnte der Erdboden noch zu warm sein und so eine Schneedecke verhindern.

Das europäische Wettermodell (ECMWF) geht hingegen von weniger Schnee in tiefen Lagen an besagtem Freitag aus. Auch hier seien die Prognosen allerdings noch nicht sicher, so Jung.

Nach dem ersten Wintergruß droht der nächste Wetterumschwung – mit bis zu 16 Grad

Lange wird sich der Wintereinbruch, sollte er so kommen, wie prognostiziert, allerdings nicht halten. „Nach dem kurzen Wintergruß in der nächsten Woche könnte es allerdings rasch wieder milder werden. Spitzenwerte über zehn Grad wären dann wieder möglich. Es scheint also wirklich nur ein kurzer Winterauftritt zu werden“, erklärt Meteorologe Jung.

Je nach Wettermodell werden in der letzten Novemberwoche sogar Spitzenwerte von bis zu 16 Grad erwartet. Auch der Wettertrend des Deutschen Wetterdiensts (DWD) hält einen Anstieg der Temperaturen in Niedersachsen und Bremen für möglich. Rund um die letzte Novemberwoche schwanken mögliche Temperaturen in Hannover und Bremen zwischen knapp unter fünf und bis zu 15 Grad. Sollte der Winter mild ausfallen, könnte es in Niedersachsen auch deutlich nasser werden, als im Rest der Bundesrepublik. (jr)

Rubriklistenbild: © Janis Meyer/Priller&Maug/Imago & Rene Traut/Imago

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