VonCarolin Gehrmannschließen
Im Zelt oder Wohnmobil kann man die sieben Ostfriesischen Inseln hautnah erleben. Bei Nordsee-Urlaubern ist Camping total im Trend. Doch nicht überall geht das.
Cuxhaven – Camping an der Nordsee, am besten direkt am Strand oder in den Dünen, ist für viele der Inbegriff von Ferien und Sommergefühl. Urlaub im Zelt oder Wohnwagen wird immer beliebter: 2023 verbuchten die Campingplätze in Deutschland wieder einen neuen Besucherrekord, wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat.
Die Ostfriesischen Inseln sind ebenfalls sehr gefragt. Erholungssuchende aus ganz Europa schätzen sie wegen ihrer Ursprünglichkeit und der Nähe zur Natur. Vor allem das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer ist ein Besuchermagnet, da hier ein einzigartiger Naturraum hautnah erlebt werden kann. Camping-Fans sollten jedoch nicht einfach mit Sack und Pack drauflosfahren. Denn nicht auf allen der sieben Nordsee-Inseln ist es möglich, seine Zelte aufzuschlagen.
Camping auf den Ostfriesischen Inseln – welche Angebote es für Wohnmobile gibt
Auch Wohnmobile und Wohnwagen haben nicht überall Zutritt. Denn fünf der insgesamt sieben Ostfriesischen Inseln sind autofrei, nämlich Juist, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge. Nur nach Borkum und Norderney kann man mit dem PKW reisen. Auch Wohnmobile sind hier willkommen.
Auf der beliebten Insel Norderney gibt es gleich mehrere Campingplätze:
- Campingplatz Eiland, (Zelte und Wohnmobile), in der Nähe des Leuchtturms
- Campingplatz Spilak, (Zelte und Wohnmobile), in der Nähe des Leuchtturms
- Campingplatz Um Ost, (Zelte und Wohnmobile), nahe des Golfplatzes
- Campingplatz Tünnbak, gehört zu einem Reiterhof, 7 km vom Hafen entfernt
Auch in der Jugendherberge Norderney Dünensender gibt es einen Zeltplatz. Wer lieber mit dem Wohnmobil campen möchte, sollte sich aber rechtzeitig um einen Platz auf der Fähre kümmern, um auf die Insel zu gelangen, empfiehlt die Touristikagentur Ostfriesische Inseln GmbH. Die Fähren nach Norderney starten vom Hafen in Norden-Norddeich – übrigens die älteste Stadt Ostfrieslands mit höchster touristischer Auszeichnung.
Zum Zelten bieten sich auf den Ostfriesischen Inseln einige Möglichkeiten
Die größte der sieben Inseln, Borkum, kann zwei Campingplätze vorweisen, auf denen sowohl Urlaub im Zelt als auch mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen möglich ist. Die moderne Anlage „Insel Camping Borkum“ liegt zentral in Stadtnähe und bietet auch Plätze zum Dauercampen an. Es können sogar Wohnwagen gemietet werden. Zum Strand sind es nur wenige Minuten zu Fuß.
Der Campingplatz „Aggen Borkum“ im Osten der Insel liegt zwischen Dünen und Salzwiesen. Wer die Ruhe sucht, ist hier also richtig. Es gibt einen Zeltplatz sowie Caravan- oder Wohnmobil-Stellplätze. Die Insel Borkum ist mit der Fähre von Emden oder Eemshaven in den Niederlanden aus zu erreichen. Auch hier ist es wichtig, sich frühzeitig einen Platz für die Überfahrt zu sichern.
Nicht überall sind Wohnmobile erlaubt – einige Inseln haben nur Zeltplätze
Auf Langeoog, Spiekeroog und Baltrum können Camper hier grundsätzlich nur im Zelt Urlaub machen. Camping im Wohnmobil ist auf den autofreien Inseln nicht möglich. Die drei kleineren Inseln verfügen allesamt über Zeltplätze, teilweise sogar mit eigenem Badestrand.
Auf der Insel Juist, der längsten der Ostfriesischen Inseln, gibt es derzeit gar keinen Campingplatz. Camping und Zelten sind daher derzeit nicht möglich. Da auf der 17 Kilometer langen Insel ebenfalls keine Autos erlaubt sind, müssen nicht nur der Wohnmobile, sondern auch der Pkw zu Hause beziehungsweise auf dem Festland bleiben. Am Fähranleger in Norddeich gibt es Parkplätze.
Auf zwei Inseln ist Camping aktuell gar nicht möglich
Ähnlich sieht es auch auf Wangerooge aus. Aktuell gibt es auf der östlichst gelegenen Insel keinen Campingplatz. Daher fällt der Urlaub im Zelt oder Wohnwagen hier flach. Pkw dürfen ebenfalls nicht mit nach Wangerooge gebracht werden. Urlauber können die Natur des nur 7,94 Quadratkilometer großen Eilands stattdessen mit dem Fahrrad oder zu Fuß erkunden. Alle wichtigen Punkte sind hier innerhalb von nur zehn Minuten zu erreichen – und das bei bester Luftqualität.
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