Lüneburger Heide

Das erste Kartoffel-Hotel der Welt kommt aus Niedersachsen

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Das erste Kartoffel-Hotel der Welt steht in der Lüneburger Heide. Neben kulinarischen Highlights wird den Besuchern auch Kartoffel-Wellness geboten.

Küsten – Es gibt einige ungewöhnliche Orte in Niedersachsen. So liegen beispielsweise sowohl „Amerika“ und „Rußland“ in dem Bundesland, als auch die größte Weltkarte der Welt. Aber dass es auch ein Hotel gibt, dass sich auf eine ganz bestimmte Bodenknolle spezialisiert hat, dürfte wohl nur wenigen bekannt sein. Denn das erste Kartoffel-Hotel der Welt kommt aus Niedersachsen – und bietet den Besuchern einige einmalige Attraktionen.

Das erste Kartoffel-Hotel der Welt steht in Niedersachsen – mitsamt einmaligen Wellnessangeboten

Kartoffeln – eine perfekte Beilage bei nahezu allen Gerichten und auch als Hauptspeise nicht zu verachten. Es ist also kein Wunder, dass sie bei den meisten Deutschen besonders beliebt ist. Ganz besondere Knollen-Liebhaber sollten sich jedoch überlegen, dem ersten Kartoffel-Hotel der Welt in der Lüneburger Heide einen Besuch abzustatten. Denn dort, genauer im Dorf Lübeln in der Gemeinde Küsten, können Besucher dem Kartoffel-Kult frönen. 23 Zimmer stehen zur Verfügung, alle nach einer anderen Kartoffel-Sorte benannt

Das erste Kartoffelhotel der Welt steht in der Gemeinde Küsten in der Lüneburger Heide. Neben einem Restaurant gibt es dort einmalige Wellness-Angebote rund um die Kartoffel. (Montage)

Kurios, aber wahr: Mit Kartoffel-Wellness können sich die Besucher verwöhnen lassen. So wird eine Kur mit den Erdäpfeln angeboten, die laut Hotelseite einmalig in Deutschland ist. Die Wellnessbehandlungen soll antiseptisch, feuchtigkeitsspendend und zellerneuernd wirken. Neben Gesichtsmasken und Ganzkörperpackungen werden auch Kartoffel-Massagen und Kartoffelbäder angeboten.

Natürlich gibt es auch ein Restaurant, dass die Hotelgäste allerlei verschiedener Gerichte serviert. Im Mittelpunkt steht natürlich das „Gold der Heide“, also die Erdknolle. Oftmals sind bereits mehrere Säcke mit Kartoffeln, die frisch vom benachbarten Bauern geliefert wurden, vor der Eingangstür platziert, schreibt das Hotel im Internet. Das Restaurant bietet die Kartoffel dabei in allen Facetten an – ob sie nun geröstet, gekocht, püriert, gebraten oder im Ofen gebacken wird. Auch vielfältig, aber auf ganz andere Art und Weise ist der älteste Flohmarkt Deutschlands, der auch in Niedersachsen stattfindet. Seit 57 Jahren gibt es dort Allerlei für kleines Geld.

Kartoffeln aus der Heide weltberühmt und EU-geschützt

Warum sind die Kartoffeln aber überhaupt so beliebt in der Region? Unter anderem, weil die „Lüneburger Heidekartoffel“ weltberühmt ist, schreibt die Heide-Tourismusseite. Sie hätten als eine besonders schmackhafte regionale Spezialität überregionale Bedeutung erlangt. Bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Region das größte Kartoffelanbaugebiet Deutschlands – 40 Prozent der deutschen Kartoffeln kommen von dort.

Auch die Heide selbst sei daran „schuld“. Denn wegen der sandigen Böden würde die Knolle dort besonders gut wachsen. Die „Heidekartoffeln“ sind deshalb sogar besonders von der EU geschützt. Nur Hersteller aus der dortigen Region dürfen die Bezeichnung „Lüneburger Heidekartoffel“ verwenden. Selbst die besten Hotels in Niedersachsen haben kein solches Thema als Tourismushighlight.

Rubriklistenbild: © Dguendel, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons/Hans-Martin Kaiser/dpa

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