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Der Frühling lädt zu Ausflügen und Spaziergängen in die Natur ein. Außergewöhnlich schöne Ziele haben dabei Regionen in Niedersachsen zu bieten.
Hannover – Der Frühling kehrt so langsam in Niedersachsen ein. Die Temperaturen steigen und die ersten Pflanzen beginnen ihre Blütezeit. Ein guter Grund also, einen Kurzurlaub oder Tagestrip zu unternehmen. Denn die Natur in Norddeutschland hat zu dieser Jahreszeit einiges zu bieten. Von blühenden Apfelbäumen, besonderen Parks und ungewöhnlichen Tierbeobachtungen: Das sind die besten Reiseregionen in Niedersachsen im Frühling.
Apfelblüte im Alten Land: Besonders im Frühling einen Besuch wert
Das Alte Land, das sich unmittelbar vor den Toren Hamburgs erstreckt, ist das größte zusammenhängende Gebiet für den Obstanbau in Nordeuropa. Ab April erstrahlen hier über 18 Millionen Obstbäume in voller Blüte und tauchen die Landschaft in ein farbenfrohes Blütenmeer. Da die verschiedenen Obstsorten nacheinander blühen, dauert die Blütezeit mehrere Wochen an und ist zweifellos die attraktivste und schönste Zeit im Alten Land.
Etwa 500 Apfelbauern leben in dieser Urlaubsregion, die sich über 1.200 Quadratkilometer erstreckt. Die klimatischen Bedingungen sind ideal für den Obstanbau. Die nahe Nordsee sorgt im Mündungstrichter der Elbe häufig für ein maritimes Klima. Das Alte Land am Elbstrom profitiert zudem von jährlich 1.500 Sonnenstunden, die eine erfolgreiche Blüte und Ernte ermöglichen. Rund um die Obstblüte werden hier zahlreiche Veranstaltungen und Angebote organisiert, darunter das Altländer Blütenfest am ersten Maiwochenende in Jork, eines der größten Volksfeste im Alten Land.
Gartenjuwel in Hannover: beeindruckend viele Pflanzen in den Herrenhäuser Gärten
In der niedersächsischen Landeshauptstadt befindet sich nicht nur einer der größten Stadtwälder Deutschlands, sondern auch ein besonderes Gartenjuwel: Die Herrenhäuser Gärten in Hannover zählen zu den schönsten Parks Europas und präsentieren drei verschiedene Stilrichtungen der Gartenkunst, die im Frühling in voller Pracht erblühen. Der Große Garten besticht mit prächtigen Wasserspielen, einer Vielzahl heimischer und exotischer Pflanzen, Irrgärten und imposanten Skulpturen. Im benachbarten Berggarten können botanische Schätze und Schauhäuser mit blühenden Orchideen und tropischen Pflanzen entdeckt werden, während im Georgengarten rund 11.000 verschiedene Pflanzen aus den unterschiedlichsten Klimazonen zu finden sind.
Ein Spaziergang im denkmalgeschützten Kurpark: Naturerlebnis im Weserbergland
Das größte niedersächsische Staatsbad, Bad Pyrmont, liegt eingebettet in den Hügelketten des Weserberglandes und blickt auf eine lange Tradition zurück. Schon Ende des 17. Jahrhunderts waren Könige und Fürsten vom Kurpark begeistert. Heute dient der 17 Hektar große, denkmalgeschützte Kurpark als Naturerlebnis, Erholungsoase und Therapieumgebung.
Der Kurpark besticht durch die Kombination des eigenen Alleensystems der wie ein klassischer englischer Landschaftsgarten aussieht und gleichzeitig mit einem besonders seltenen Baumbestand aufwartet. Der berühmte Palmengarten mit seiner attraktiven tropischen Bepflanzung, in dem 330 Palmen sowie 400 subtropische Kübelpflanzen und Sträucher ein mediterranes Flair vermitteln, ist ebenfalls außergewöhnlich.
Zahlreiche Zugvögel und blaue Frösche: Tierisch gute Beobachtungen in der Lüneburger Heide:
In der Lüneburger Heide geht es derweil tierisch zu. Im März und April können Besucher in den Mooren der Heide, insbesondere im „Pietzmoor“ bei Schneverdingen und im „Schäfermoor“ im Naturpark Südheide, ein blaues Wunder erleben. Es ist die Paarungszeit der unter Naturschutz stehenden „Moorfrösche“, die hier ideale Lebensbedingungen vorfinden. Das Besondere an der Paarungszeit der Moorfrösche ist die Blaufärbung der Männchen. Aber auch Zugvögel sind im Naturpark zu Gast. Der südliche Teil der Lüneburger Heide ist sehr wasserreich, weshalb in den Hauptmonaten März bis Mai und September bis Oktober hier ein reges Kommen und Gehen herrscht. An den „Meißendorfer Teichen“ und im „Bannetzer Moor“ im Naturpark Südheide, wo sonst der Seeadler zuhause ist, sind von den Aussichtstürmen aus alle Arten von Limikolen, Kraniche, Schwarzstörche und Gänse zu beobachten.
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