VonMarcel Priggeschließen
Von Stararchitekten entworfen oder die Jahrhunderte überdauert: Niedersachsen bietet eine beeindruckende Vielfalt an architektonischen Bauwerken.
Hannover – Ob alte Fachwerkhäsuer, Burgen oder die Gebäude der Hanse: In Niedersachsen sind allerlei bauwerkliche Highlights zu finden. Zum Beispiel befindet sich einer der schiefsten Türme der Welt in Niedersachsen. Aber auch es gibt auch architektonische Sehenswürdigkeiten, die gewollt so aussehen, wie sie aussehen. Das sind die besonderen Gebäude in Niedersachsen.
Am Oldenburger Schloss sind die ältesten Rhododendren Deutschlands zu finden
Das Oldenburger Schloss, in einem strahlenden Hellgelb, ist ein beeindruckender Anblick für alle Besucher. Über die Jahrhunderte hinweg hat das Schloss mehrmals sein Erscheinungsbild verändert. Im frühen 17. Jahrhundert ließ Graf Anton Günther auf den Grundmauern einer mittelalterlichen Wasserburg seinen Residenzsitz im Stil der Renaissance errichten.
Der angrenzende Garten des Schlosses, mit seinen alten Bäumen, prächtigen Gehölzkulturen, Wasserläufen und sanften Wiesen, wirkt wie ein „begehbares Gemälde“. Schon vor zwei Jahrhunderten begann man hier mit dem Anbau von Rhododendren, die heute als die ältesten in Deutschland gelten.
Mahnmal vom Stararchitekten Daniel Libeskind: Besonderes Museumsquartier in Osnabrück
Das Felix-Nussbaum-Haus, mit seiner beeindruckenden Architektur, bildet zusammen mit dem neoklassizistischen Gebäude des Kulturgeschichtlichen Museums, der im Jahr 1900 erbauten Villa Schlikker und dem Akzisehaus das Osnabrücker Museumsquartier. Das Gebäude selbst ist ein in Stahl gegossenes Holocaust-Mahnmal.
Der Entwurf für dieses markante Museum stammt vom amerikanischen Stararchitekten Daniel Libeskind, der auch für den Bau des Jüdischen Museums in Berlin verantwortlich war und den Wettbewerb zur Neugestaltung von Ground Zero in New York gewonnen hat. Im Jahr 1998 wurde das Felix-Nussbaum-Haus aus Holz, Beton und Zink in Osnabrück eröffnet.
Das größte mittelalterliche Rathaus in Norddeutschland befindet sich in Lüneburg
Das Rathaus von Lüneburg ist nicht nur ein Ort der Verwaltung, sondern auch ein Wahrzeichen. Mit seinen 259 Räumen gehört es zu den bemerkenswertesten Baudenkmälern Norddeutschlands und ist das größte mittelalterliche Rathaus im Norden. Der Bau des Rathauses begann um 1230 und wurde über die Jahrhunderte hinweg ständig umgebaut und erweitert. Dank seiner 700-jährigen Baugeschichte finden sich im gesamten Rathaus Spuren aus den verschiedensten Epochen.
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