Überflutungen

Dauerregen in Deutschland – Droht wieder Hochwasser im Norden?

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Im Südosten Deutschlands stehen viele Straßen durch den Dauerregen unter Wasser. Weiterer Regen ist angesagt. Droht auch im Norden Hochwasser?

Hannover – Dauerregen hat den Südosten Deutschlands fest im Griff. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für einige Regionen die Warnstufe 3 ausgesprochen. Es drohe „Gefahr für Leib und Leben“ durch überflutete Straßen oder mögliche Erdrutsche. Doch wie sieht die Wetterlage im Norden aus?

Kommt der Dauerregen auch nach Norddeutschland?

Die heftigen Überflutungen vom Jahresbeginn 2024 dürften vielen Menschen im Norden Deutschlands noch gut im Gedächtnis sein. Und auch im Sommer gab es in Niedersachsen und Bremen häufig unbeständiges Wetter. Nicht selten brachten Unwetter Starkregen mit sich. Teilweise mit fatalen Folgen: So wurde eine Forschungseinrichtung überflutet, was die Mitarbeiter dort um Jahre zurückwarf.

Auch am Serengeti-Park in Hodenhagen sind viele Helfer im Einsatz gegen das Hochwasser.

Angesichts der Wetterlage in Bayern und Süddeutschland stellt sich also die Frage, ob auch in Niedersachsen und Bremen Überflutungen drohen. Nach Informationen des DWD muss davon aber vorerst nicht ausgegangen werden. „Aufgrund der Wetterlage ist eine Herausgabe von Wetterwarnungen nicht erforderlich“, heißt es im Warnlagebericht des DWD am Samstagmittag, 14. September. Demnach werden bis Sonntagmittag keine Wettergefahren erwartet.

Kühles Wetter in Norddeutschland – kein Hochwasser in Sicht

Laut DWD fließt zwischen einem Hoch über Westeuropa und einem Tiefdruckkomplex über Südosteuropa mit einer nordwestlichen Strömung kühle Meeresluft nach Niedersachsen und Bremen ein. Und das bringt wechselhaftes Wetter mit sich.

Die Wetterprognose für Niedersachsen und Bremen

►Am Samstag, 14. September, bleibt es größtenteils trocken. Die Temperaturen erreichen Spitzenwerte zwischen 15 und 17 Grad, in den höheren Lagen des Harzes sind es 13 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig, teilweise auch frisch, aus nordwestlicher Richtung.

►In der Nacht zum Sonntag, 15. September, ziehen Wolkenfelder durch den Norden Deutschlands, ansonsten ist es zeitweise locker bewölkt oder klar und weitestgehend trocken. Die Temperaturen sinken auf 4 bis 8 Grad, auf den Inseln bleibt es bei etwa 13 Grad. Am Sonntag zeigt sich in den östlichen Landesteilen überwiegend freundliches Wetter, westlich der Weser ist es dichter bewölkt und es kann vereinzelt etwas regnen. Die Temperaturen erreichen maximal 15 Grad im Oberharz, ansonsten liegen die Höchstwerte um 18 Grad. Der Wind weht schwach aus nordwestlicher Richtung.

►In der Nacht zum Montag, 16. September, ist es im Westen dicht bewölkt und es kann gebietsweise etwas regnen, an der Nordsee sind Schauer möglich, im Osten ist es teils gering bewölkt. Die Tiefsttemperaturen liegen bei 5 Grad im Wendland, um 10 Grad an der mittleren Weser und 15 Grad auf den Inseln, im Oberharz sind es 5 Grad. Der Wind weht schwach, an der Nordsee mäßig, aus Nord bis Nordwest. Am Montag ist es zunächst stark bewölkt, vereinzelt kann es etwas regnen, später wird es von Norden her freundlicher und meist trocken. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 18 und 20 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig, an der See zunehmend frisch, aus nördlichen Richtungen.

(Quelle: Deutscher Wetterdienst)

Bislang gibt es keine Prognose für Hochwasser oder Überflutungen in Norddeutschland. Das zeigt auch ein Blick auf die Website der deutschen Hochwasserzentrale, einer Initiative der Bundeswehr. Auf einer Karte werden dort die Orte in Deutschland angezeigt, an denen mit Hochwasser zu rechnen ist.

Von keiner der 99 Pegelmessstationen liegen derzeit Hochwasserinformationen vor. Zudem gibt es keine Warnungen vor Sturmfluten oder Hochwasser. Das gilt auch für Bremen, wo keine der sechs Pegel ein Hochwasser anzeigen.

Rubriklistenbild: © Philipp Schulze/dpa

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