Warnung an der Nordsee

Sturm-Warnung an der Nordseeküste – Starkregen und Orkanböen bis zu 130 km/h

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Ein Sturmtief trifft auf die Nordseeküste: Mit Orkanböen von bis zu Windstärke elf und massiven Regenfällen droht eine ernste Unwetterlage. Der Fährbetrieb ist bereits eingestellt.

Update vom 20. Oktober 2023, 10:38 Uhr: Im Laufe des Vormittags und Nachmittags bedeckt laut Deutschem Wetterdienst (DWD) Regen und Sprühregen den Norden Deutschlands. Starker bis stürmischer Ostwind sorgt dafür, dass es am heutigen Freitag so richtig ungemütlich wird. Zwischen einem komplexen Sturmtief, das von Nordfrankreich nach Großbritannien zieht und einem Hoch über Nordskandinavien, befindet sich Norddeutschland in einer „kräftigen Ostströmung“, so der DWD.

Starkregen und Orkan: Ausläufer eines Tiefs sorgen für Sturm-Warnung an der Nordseeküste

Die Ausläufer dieses Tiefs sorgen mitunter für länger anhaltende Niederschläge. Zeitweise können auch schwere Sturmböen über das Land peitschen. Auf den Inseln besteht laut DWD-Bericht ab Nachmittag Unwettergefahr durch orkanartige Böen. In der Nacht zu Samstag lässt diese Sturmlage dann allmählich nach, während der kräftige Regen bleibt. Die Temperaturen fallen auf etwa sechs bis zehn Grad.

Wetter-Trend am Wochenende für Niedersachsen: Es wird wärmer und trockener

Freitag, 20. Oktober 2023 7 bis örtlich 13 Grad, Orkanböen und Regen
Samstag, 21. Oktober 2023 13 bis 17 Grad, nachlassender Regen
Sonntag, 22. Oktober 2023um 15 Grad, überwiegend wolkig und ostwärts ziehender Regen
Montag, 23. Oktober 2023zwischen 14 Grad an der Küste und 17 Grad in den südlichen Landesteilen, überwiegend wolkig

Erstmeldung vom 20. Oktober 2023, 08:18 Uhr: „Wir haben es hier mit einem schweren Sturm zu tun“, sagt Wetter-Experte Dominik Jung in einem Video von wetter.net. Zum Teil soll es am heutigen Freitag, 20. Oktober 2023, zu orkanartigen Böen aus Ost kommen. Diese können auf der See bis zu 130 Kilometer pro Stunde erreichen. Während dies an der Ostseeküste für Sturmhochwasser sorgt, führt der starke Wind an der Nordseeküste zu ungewöhnlichen Niedrigwasserständen.

Wetterdienst warnt vor Starkregen und Orkanböen: Fähren auf der Elbe und zu den Inseln eingestellt

Aus diesem Grund könnten sowohl die Fähren zwischen den Ostfriesischen Inseln und dem Festland sowie Glücksstadt und Wischhafen an der Nordseeküste nicht fahren. Zum Abend hin könnte allerdings auch an der Nordsee Hochwasser drohen, sagt Jung. Bis morgen Mittag werden die Fähren wahrscheinlich nicht fahren können. Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine Warnung für die Nordseeküste ausgesprochen.

Orkanböen wüten derzeit an der Nordseeküste. Der Wetterdienst warnt vor Sturm und Starkregen. (Symbolbild)

An der Nordseeküste soll es dementsprechend nicht nur zu orkanartigen Böen mit bis zu Windstärke elf aus Ost kommen, sondern auch zu Dauerregen. „Trotz wechselnder Intensität an der Elbmündung“ können Regenmengen von bis zu 40 Liter pro Quadratmeter vom Himmel fallen. Der Wind hält bis Sonnabendfrüh an. In der Nordhälfte können Windböen mit bis zu 55 Kilometern pro Stunde aufkommen. Das entspricht Windstärke sieben. Einzelne stürmische Böen können aber auch 65 Kilometer pro Stunde erreichen.

Unwetter trifft auf Nordseeküste: Orkanböen können auf den Inseln 110 Kilometer pro Stunde erreichen

Im weiteren Verlauf zeigen sich laut DWD-Bericht vermehrt schwere Sturmböen, die zum Beispiel auf den Ostfriesischen Inseln 110 Kilometer pro Stunde erreichen können, also elf Windstärken. Grund für die Unwetter ist ein Hoch über Nordskandinavien und ein Sturmtief, das nach England zieht. Entsprechende Ausläufer erfassen Norddeutschland.

Rubriklistenbild: © dpa/Mohssen Assanimoghaddam

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