Straßensperren zum Hurricane: Droht das Anreise-Chaos?

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Gleich mehrere Baustellen mit Vollsperrungen behindern die Fahrt zum Hurricane-Festival in Scheeßel. Wer mit dem Auto anreist, muss Umwege und mehr Zeit einplanen.

Scheeßel – Wer in diesem Jahr mit dem Auto oder mit dem Wohnmobil in Richtung Hurricane-Festival nach Scheeßel unterwegs ist, sollte sich kundig machen und vielleicht ein bisschen mehr Zeit einplanen. Gleich drei längerfristige Baustellen in und um Scheeßel herum erschweren die Anreise. Zwar bestehen entsprechend Umleitungen, für die Anfahrt aus Richtung Norden und Westen ist über den Festival-Zeitraum von Donnerstag, 15. Juni, bis Montag, 19. Juni, teilweise mehr Zeit einzuplanen. Auch im Kernort Scheeßel und umzu kann es dadurch langsamer zugehen als sonst.

Der Hurricane-Stau in Scheeßel. Dieses Jahr kommt es auch im Umland zu Behinderungen.

„Es gibt in diesem Jahr deutlich mehr Probleme“, sagt auch Rotenburgs Polizeisprecher Heiner van der Werp, gerade auf den Hauptstrecken sei das der Fall. Droht nun ein Anreise-Chaos? „Wir erwarten in Absprache mit der Polizei kein Chaos“, sagt Yvonne Neumann von der Scheeßeler Gemeindeverwaltung. Die Umleitungen seien ausgeschildert. Insbesondere die Elsdorfer Sperrung sei kein Problem. Immerhin habe sie die längste Zeit der mehr als 25-jährigen Hurricane-Geschichte nicht existiert.

Hurricane-Veranstalter beruhigen: Die Kapazitäten reichen aus

Auch Hurricane-Veranstalter FKP Scorpio hat sich die Sache genau angesehen und eigene Schlüsse gezogen. „Bereits seit Anfang des Jahres haben wir alle frühzeitig geplanten sowie nun kurzfristig hinzugekommenen Verkehrsbeeinträchtigungen betrachtet und unser bestehendes Verkehrskonzept dahingehend überprüft“, so ein Sprecher der Hamburger Agentur.

Metronom mit Zusatzstopps in Scheeßel

Wie zu den vergangenen Hurricane-Auflagen passt die Metronom-Eisenbahngesellschaft ihren Fahrplan an das Festival an. Normalerweise hält mit der Linie RB41, der sogenannte Bummelzug zwischen Hamburg und Bremen, tagsüber stündlich ein Zug in Scheeßel. Im An- und Abreiseverkehr zum und vom Hurricane legt aber wieder die schnellere Linie RE4 einen Zusatzhalt ein. So hält am Donnerstag und Freitag, 15. und 16. Juni, von 10.27 Uhr an in beide Richtungen etwa alle halbe Stunde ein Zug am Scheeßeler Bahnhof. Sonderhalte gibt es auch am Montag zwischen etwa 7 und 14 Uhr, auch dann besteht ein Halbstunden-Takt nach Hamburg beziehungsweise Bremen. Am Samstag und Sonntag gibt es laut Metronom-Fahrplan keine Sonderhalte in Scheeßel. Der detaillierte Hurricane-Sonderfahrplan ist online unter www.der-metronom.de abrufbar.

Das Ergebnis: Es werde keine Umleitungen nur für den Festivalbetrieb geben, sondern der Anreiseverkehr werde über die im normalen Verkehr eingerichteten Umleitungen geführt. „Diese sind in Absprache mit der Polizei kapazitiv ausreichend und auch alternativlos“, so der FKP-Scorpio-Sprecher auf Anfrage der Kreiszeitung.

Hurricane-Besucher über A1-Anschlüssen in Sittensen und Elsdorf besonders betroffen

Zwischen Elsdorf und Abbendorf geht aktuell nichts. Dort entsteht ein Radweg, die Landesstraße 131 ist in diesem Bereich daher bis Ende Juli voll gesperrt. Die Umleitung führt über Gyhum und Hesedorf nach Abbendorf und andersrum. Von dort aus geht es wieder über die L131 nach Scheeßel.

In Scheeßel auf der L130 in Höhe des Fuhrenkamps wird gerade ein Kreisverkehr gebaut. In Folge dessen ist die Landesstraße ebenfalls in dem Bereich ebenfalls voll gesperrt – das betrifft vor allem die Hurricane-Besucher, die auf dem Weg zum Eichenring die A1 in Sittensen verlassen. In Helvesiek werden sie über Rehr auf die Bundesstraße 75 bei Lauenbrück geleitet, die direkt nach Scheeßel führt.

In und um Scheeßel gibt es über den Sommer mehrere Straßensperrungen.

In  Tostedt, 20 Kilometer von Scheeßel aus die B75 runter, wird aktuell die Ortsdurchfahrt unter Vollsperrung saniert. Die Arbeiten sollen bis Ende Juli gehen. Eine weiträumige Umleitung ist eingerichtet, Polizeisprecher van der Werp verweist auch hier auf die Umleitung über Helvesiek, Rehr und Lauenbrück. Allerdings gehöre die B75 aus Richtung Tostedt ohnehin nicht zu den Hauptstrecken zum Festival.

Polizei: Anfahrt könnte deutlich „rumpeliger“ werden

Die Anfahrt an den beiden Hauptanreisetagen am Donnerstag von 10 bis 20 Uhr und Freitag von 10 bis 18 Uhr könne also deutlich „rumpeliger“ vonstattengehen als sonst, so der Polizeisprecher zusammenfassend. Wenn ein Unfall passiere, könne die Situation schnell kippen. Allerdings verweist er auf die über die Jahre sehr unterschiedlichen Anreise-Situationen zum Hurricane: Gibt es in einem Jahr einen großen Stau, kann im nächsten Jahr auch alles problemlos laufen.

Rubriklistenbild: © Heyne

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