Weniger Fahrten zu Stoßzeiten: Metronom dünnt Fahrplan aus

+
Ein Metronom-Zug hält am Rotenburger Bahnhof.
  • schließen

Bis Dezember bietet der Metronom weniger Fahrten an, betroffen sind auch die Linien zwischen Hamburg und Bremen über Rotenburg. Vor allem Pendler müssen umdisponieren.

Rotenburg – Beim Metronom fehlt nach wie vor Personal. Deshalb wird die Eisenbahngesellschaft ab dem 28. August einige Fahrten streichen. Betroffen ist laut einer Mitteilung auch die Linie RB41 mit einigen Verbindungen von Rotenburg über Scheeßel und Lauenbrück nach Hamburg und zurück. Bei den gestrichenen Zügen handele es sich um sogenannte Verstärkerfahrten. „Dies sind Züge, die das Unternehmen in den Hauptverkehrszeiten kurz vor oder nach den eigentlichen Zügen einsetzt, um bestimmte Verbindungen zu entlasten.“

Die normalen, stündlichen Fahrten mit dem Bummelzug RB41 zwischen Hamburg und Bremen bleiben demnach unberührt – genauso wie die der schnelleren RE4. Zu den gestrichenen Zügen gehört der, der sich werktags um 6.09 Uhr von Rotenburg aus in Richtung Hamburg auf den Weg macht. Reisende müssen hier auf die Abfahrten um 5.49 oder 6.29 Uhr ausweichen. Außerdem fällt die Fahrt um 18.31 Uhr von Hamburg-Harburg bis Rotenburg aus. Insbesondere Pendler müssen sich also umstellen. Die Verstärkerzüge, die zwischen Hamburg und Tostedt verkehren, entfallen ebenfalls. Eine Übersicht der Ausfälle gibt es online.

Personal fehlt in mehreren Metronom-Abteilungen

Mit diesem vom Metronom bezeichneten Ersatzfahrplan möchte das Verkehrsunternehmen laut Mitteilung „seine Verlässlichkeit erhöhen“. Er soll bis zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember gelten. Rainer Blüm, technischer Geschäftsführer: „Der häufig kurzfristige Ausfall von Zügen in den vergangenen Wochen war für unsere Fahrgäste und uns immer wieder ärgerlich. Uns ist bewusst, dass dieser Schritt für Fahrgäste zu Unannehmlichkeiten führen kann – mit dem neuen Ersatzfahrplan schaffen wir jedoch eine deutlich bessere Planbarkeit für alle.“

Auch in der Werkstatt und bei den Zugbegleitern fehle es an Personal. „Wir haben große Probleme, wenn es zu Krankheiten oder Urlaub kommt“, so eine Metronom-Sprecherin gegenüber der Kreiszeitung. Neues Personal könne nicht einfach eingesetzt werden, es müsse erst auf den Verbindungen geschult werden. Kleiner langfristiger Lichtblick: Zum 1. August haben 15 Auszubildende beim Metronom angefangen.

Kommentare