VonCarolin Gehrmannschließen
Wetterexperten rechnen ab Freitag mit heftigen Unwettern in Deutschland. Schwere Überschwemmungen könnten die Folge sein. Im Norden ist die Situation etwas anders.
Bremen – Das Wetter sollte in dieser Jahreszeit eigentlich freundlich sein, doch derzeit ist davon wenig zu spüren. Der Sommer zeigt sich stattdessen von seiner rauen Seite. Gerade erst fegten schwere Unwetter über Teile Deutschlands hinweg. Vor allem die Südhälfte war von Gewittern mit Starkregen betroffen, es gab zahlreiche Überschwemmungen, beispielsweise in Bayern.
Und die nächste Unwetterfront ist demnach bereits im Anmarsch. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in seiner Wetterprognose vom Mittwoch, 29. Mai, vor Gewittern und sehr viel Regen in den kommenden Tagen.
Ab Freitag Unwetter mit Regenmengen von bis zu 200 Liter für Deutschland erwartet
Laut Diplom-Meteorologen Dominik Jung von wetter.net soll es schon bald losgehen: „Seit Tagen beobachten wir die möglichen Regenfälle am Freitag, Samstag und Sonntag. Die Prognosen gehen dabei von extrem hohen Mengen aus. In der Spitze bis 200 Liter.“ Der Schwerpunkt der Starkregen-Wetterlage liege dabei im Südosten, besonders in Sachsen und in Nordbayern. Aber auch Thüringen, Baden-Württemberg sowie Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Brandenburg könnten betroffen sein, so Jung.
Teilweise könnten die Regenfälle zu historischen Hochwassern führen, warnt er. Das Potenzial dafür sei einigen Wettermodellen zufolge vorhanden, besonders in der Nähe von Flüssen könnte es „wirklich sehr böse werden“. Die exakte Lage des Starkregens sei allerdings noch nicht klar, erklärt der Experte. Daher „sollte man ab sofort die Wetter- und Unwetterwarnungen gut im Blick behalten“.
Erhöhtes Gewitterrisiko und Schauer: Wetterprognosen für Niedersachsen und Bremen
Könnten die Unwetter sich also auch noch ausweiten und auch in Niedersachsen und Bremen für Überschwemmungen sorgen? Bereits am Mittwoch bestand eine erhöhte Gewittergefahr für Niedersachsen – in einigen Regionen wurden Sturmböen und Hagelschauer erwartet.
Ab Donnerstag, 30. Mai, rechnet der DWD weiterhin mit Schauern und Gewittern mit lokalem Starkregen im Norden, die vereinzelt auch unwetterartig ausfallen können. Die Regenfälle sollen jedoch nicht dauerhaft anhalten wie im Süden. Die Experten rechnen für die Nordhälfte insgesamt mit deutlich geringeren Niederschlagsmengen.
Auch wenn sich der Norden demnach auf teils starke Schauer und Gewitter einstellen muss, besonders ab Freitag – ganz so heftig wie in der Südhälfte wird es voraussichtlich nicht werden.
Am Wochenende bleibt es regnerisch – die weiteren Aussichten für den Norden
Die sonstigen Aussichten für Niedersachsen und Bremen versprechen ab Donnerstag Höchstwerte zwischen 17 und 20 Grad. Am Donnerstag ist es zunächst noch freundlich, vormittags zieht sich der Himmel dann zu und es kommt zu ersten Schauern und Gewittern, die ab den Mittagsstunden auch stärker ausfallen können. Der Wind dazu ist schwach, an der Nordsee mäßig.
Am Freitag, 31. Mai, sollen die Temperaturen ähnlich hoch ausfallen. Die Schauer- und Gewitteraktivität soll im Verlauf des Tages zunehmen, ehe sie in der Nacht zu Samstag abnimmt. Samstag kann es immer noch zu Regenfällen und Gewittern kommen, allerdings weniger stark als am Tag zuvor. Der Wind könnte dann etwas kräftiger wehen.
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