VonElias Bartlschließen
Der Februar 2024 ist fast so warm wie ein April und bricht damit alle bisherigen Wetter-Rekorde. Während Allergiker unter den vielen Pollen leiden, freuen sich die Pflanzen über den Frühlingsanfang.
Niedersachsen – Der Februar 2024 setzt neue Maßstäbe. Es zeichnet sich ab, dass es der wärmste Februar seit über 140 Jahren sein wird. Noch nie war ein Februar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen so warm wie in diesem Jahr.
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Februar 2024: Wärmster Februar seit 140 Jahren – schwierige Zeiten für Allergiker
Der Februar zeigt sich aktuell fast so warm wie ein typischer April. Die Natur ist ihrer Zeit um drei Wochen voraus, was besonders Allergiker zu spüren bekommen. Die Luft ist voller Pollen. Erle und Hasel haben bereits ihre Blütezeit hinter sich, während Weide, Ulme und Pappel gerade nun richtig beginnen. Allergiker sollten sich also auf eine herausfordernde Zeit einstellen.
Sanfte Luftströme und reichlich Regen sind die Hauptmerkmale, nur der Winter fehlt gänzlich. Der Februar verläuft genau so, wie es die langfristigen Wettermodelle schon vor Monaten prognostiziert hatten – extrem mild. Der Monat weist aktuell eine durchschnittliche Temperatur von 7,1 Grad auf.
Wetterdienst warnt vor Sturm in Niedersachsen
Ein typischer März hat normalerweise eine Durchschnittstemperatur von 4,6 Grad – ein Wert, der in diesem Jahr schon im Februar überschritten wird. Es ist nicht zu erwarten, dass der Februar noch großes Winter-Wetter mit sich bringt. Schnee mit Schneedecke ist höchstens in den höheren Lagen der Alpen zu erwarten.
Auch am Donnerstag wird es in Niedersachsen stürmisch. Nach bereits sehr windigen Wetterverhältnissen am Mittwoch prognostiziert der Deutsche Wetterdienst für Donnerstag Sturm und Unwetter. Über der Nordsee soll sich ein kleinräumiges Orkantief bilden, das vor allem in der Nacht zu Freitag schwere Sturmböen mit sich bringen kann. Mit geringer Wahrscheinlichkeit könnten vereinzelt sogar orkanartige Böen mit bis zu 120 Kilometern pro Stunde auftreten. Besonders betroffen sollen Schleswig-Holstein, Teile von Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Teile von Mecklenburg-Vorpommern sein. Sogar bis Nordhessen gilt die Wetterwarnung.
Nach dem Sturm wird es zwar etwas kühler, aber mit fünf bis zehn Grad bleibt es für die Jahreszeit weiterhin zu warm. Der Winter ist aber weiterhin nicht in Sicht. „Dauerfrost oder gar eine Schneedecke bis runter wird es in diesem Februar ganz sicher nicht mehr geben. Die neuesten Vorhersagen deuten nun auf einen Frühlingsdurchbruch Anfang März hin. Jegliche Berechnungen bezüglich eines Märzwinters sind aktuell aus den Wettertrends verschwunden“, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung.
Gefahr und Schnee: Temperaturen in Niedersachsen sinken drastisch
Zum Freitag hin soll der Wind etwas nachlassen. Wechselhaft und regnerisch soll es zum Wochenende hin aber bleiben. Während am Donnerstag noch Temperaturen zwischen 9 und 14 Grad zu erwarten sind, soll es in Niedersachsen zum Samstag hin abkühlen. Vor allem in den Nächten könnten die Temperaturen demnach am Samstag auf null Grad und am Sonntag sogar auf minus ein Grad sinken. In Niedersachsen drohen dann Glätte-Gefahr und tückischer Schneeregen.
Von Regen bis Schneeregen: Unbeständiges Wetter am Wochenende
Zum Start ins Wochenende präsentiert sich der Himmel am Samstag überwiegend bedeckt, immer wieder unterbrochen von Regenschauern und gelegentlichen kurzen Gewittern. Die Höchsttemperaturen des Tages liegen zwischen sieben Grad an der Küste der Nordsee und zehn Grad in der Nähe der Oker. Der Wind weht schwach bis mäßig aus südlicher Richtung.
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Mit dem Einbruch der Dunkelheit in der Nacht auf Sonntag lässt der Niederschlag vorübergehend nach und die Wolken lockern sich auf, stellenweise klart es sogar vollständig auf. Zum Morgen hin verdichten sich die Wolken erneut von Südwesten her und bringen verstärkten Schneeregen oder Regen mit sich, was eine Gefahr für Glätte darstellt.
Die nächtlichen Tiefsttemperaturen bewegen sich zwischen null und zwei Grad, auf den Inseln werden vier Grad erwartet. Der Wind weht schwach, an der Küste teils mäßig, aus Süd bis Südost.
Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa


