VonHolger Heitmannschließen
Eine Lagerhalle hat in Unterstedt am Schulweg gebrannt. Rund 120 Feuerwehrleute sind damit beschäftigt gewesen, den Brand zu löschen und Fahrzeuge sowie Geräte wie Radlader und Kettensägen vor den Flammen zu retten. Menschen und auch Tiere waren nicht in Gefahr. Die meisten Feuerwehrleute kehrten am Mittag nach Rotenburg zurück, um sich dort wieder der Hochwasserbekämpfung zu widmen. In Unterstedt ist eine Brandwache zurückgeblieben, um auf etwaige Glutnester zu achten. Die Polizei hat die Suche nach der Brandursache aufgenommen.
Um 7.48 Uhr wurde die Feuerwehr wegen eines Brandes nach Unterstedt gerufen. Ein Zeuge hatte das Feuer laut Polizei in dem etwa 800 Quadratmeter großen Gebäude entdeckt. Zunächst war von einem mittleren Feuer auszugehen, berichtete Feuerwehrsprecherin Natasha Carstensen, das sich dann aber doch als größer herausstellte. Immerhin: Den Anwohnern geht es gut, auch die Feuerwehrleute sind im Einsatz unbeschadet geblieben. „Es geht allen gut“, so Carstensen, ein Krankenwagen stand nur zur Absicherung bereit. Die Feuerwehr verhinderte, dass die Flammen auf angrenzende Gebäude des Gehöfts oder auf Nachbarhäuser übergriffen. Anwohner wurden mit einer Radiomeldung gewarnt und aufgefordert, Fenster und Türen zu verschließen.
Die Feuerwehrleute wollten sich in Rotenburg eigentlich gerade zur Hochwasser-Bereitschaft in Rotenburg treffen, als der Alarm kam. So waren schnell Einsatzkräfte in großer Zahl am Brandort. „Man sieht hier vielen die Erschöpfung an, die seit dem 22. Dezember wegen der Überschwemmungen im Einsatz sind, aber es geht noch“, sagte Carstensen. Die Feuerwehrleute in Unterstedt kommen aus Zeven, Bötersen, Westerwalsede, Eversen, Rotenburg, Waffensen, Ahausen und der Ortschaft selbst, während Kollegen andernorts gegen Hochwasserschäden kämpfen.
Kräftezehrende Arbeit für erschöpfte Feuerwehrleute
Wegen des hohen Wasserbedarfs auf dem Unterstedter Bauernhof kam das Löschwasser nicht nur aus den an die nächstgelegenen Hydranten angeschlossenen Schläuchen, sondern auch aus den Wassertanks der Feuerwehrfahrzeuge, die immer wieder aus weiter entfernten Hydranten aufgefüllt wurden.
Dass Asbest im Dach des brennenden Gebäudes verbaut ist, bestätigte sich nicht, aber die kräftezehrende Arbeit der mit Atemschutzgeräten ausgestatteten Feuerwehrleute wurde durch die PV-Anlage auf dem Dach erschwert - etwa durch die Gefahr, dass die Anlage abstürzt.
Zur Brandursache konnte die Polizei, die vor Ort die Ermittlungen aufgenommen hat, noch nichts sagen. In der Halle lagerten unter anderem Arbeitsgeräte einer Garten- und Landschaftsbaufirma und zahlreiche Elektrokleinstgeräte. Nach vorläufiger Schätzung dürfte der Schaden bei etwa 80000 Euro liegen.
Der DRK-Kreisverband Rotenburg verpflegte die Feuerwehr vor Ort, das DRK hat wie die Feuerwehr einen Schichtdienst eingerichtet, eigentlich ebenfalls wegen der Hochwassereinsätze.
