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Die frühen Osterferien haben auch Vorteile. Niedersachsens Urlaubsregionen melden freie Betten und hoffen auf kurzentschlossene Gäste. Ein Überblick.
Hannover – Ende März ist schon Ostern. Dies bedeutet auch, dass die Osterferien in Niedersachsen recht früh beginnen. Der erste Ferientag ist der 18. März. Für viele beginnt am Wochenende die erste Urlaubszeit des Jahres. Die gute Nachricht für Kurzentschlossene: Es gibt noch freie Betten in Niedersachsens Urlaubsregionen, also vom Harz, über die Lüneburger Heide bis zur Nordsee.
Die allgemeine Buchungslage in diesem Jahr ist in der Lüneburger Heide gut, wie die Tourismusgesellschaft mitteilte. Wegen des frühen Ferientermins der Niedersachsen gebe es aber noch einige freie Betten in 150 Betrieben. „Über die Osterferientage sind wir bei 81 Prozent Auslastung“, sagt Ulrich von dem Bruch, Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH. Weil die Schulferien in Berlin und Nordrhein-Westfalen erst eine Woche später beginnen und bis Anfang April dauern, ist er optimistisch.
Insgesamt sei der Trend zu kurzfristigen Buchungen wie in den vergangenen zwei Jahren nicht mehr so ausgeprägt. „Nun heißt es, ganz früh buchen und dafür länger bleiben“, sagte von dem Bruch. Einige Urlauber würden sich besonders im Sommer gegen die hohen Temperaturen am Mittelmeer entscheiden. Vom Urlaub in der Heimat profitiere die Heide. Und die Betriebe könnten viel besser planen.
Urlaub in Niedersachsen: Noch freie Betten zwischen Harz und Nordsee
An der niedersächsischen Nordseeküste gelten die Osterferien traditionell als Start in die Saison. Allerdings kommen die Ferien auch für diese Urlaubsregion (zu) früh. Das bedeute beispielsweise, dass bislang noch kaum Strandkörbe in den Urlaubsorten aufgestellt seien, teilte eine Sprecherin der Tourismus-Agentur Nordsee (Tano) in Wilhelmshaven mit. Das sei meist erst ab April der Fall.
„Die Buchungslage für die Inseln, das Binnenland und die Küste ist gut“, teilt die Agentur mit, die für das Tourismusmarketing für die gesamte Nordseeküste zwischen Ems und Elbe zuständig ist. Im Durchschnitt liege die Auslastung bei 75 Prozent. Noch gebe es freie Unterkünfte an allen Orten der Nordseeregion. Gäste sollten allerdings dennoch nicht ohne Buchung anreisen, sondern sich vorher etwa bei Tourist-Informationen nach freien Unterkünften erkundigen und buchen, teilte die Tano-Sprecherin weiter mit.
Im Harz ist bisher nicht absehbar, wie sich die Lage für die Osterferien darstellt, wie der Harzer Tourismusverband mitteilte. Unter anderem, weil dort der Trend zu immer kurzfristiger stattfindenden Buchungen anhalte, sagte die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes, Carola Schmidt. Die Entwicklung der Urlauberzahlen sei zuletzt aber gut gewesen. Im vergangenen Jahr habe die Zahl der Übernachtungen zwar die Zahlen des Rekordjahres 2019 noch nicht wieder erreicht. Allerdings hätten die Buchungen wieder auf dem Vorkrisenniveau von 2017 und 2018 gelegen.
Die Rücknahme der verringerten Mehrwertsteuer führe allerdings weiter zu Schwierigkeiten. Zusammen mit den Auswirkungen der Inflation lägen Preise in der Gastronomie mittlerweile in einem Bereich, der nicht mehr von allen Gästen akzeptiert werde. „Das ist eine schwierige Situation, die durch den Arbeits- und Fachkräftemangel noch erschwert wird“, sagte Carola Schmidt.
Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa

