Energiekrise

Gasversorger in Niedersachsen und Bremen erhöhen Preise

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Aufgrund der Gasumlage passen regionale Energieversorger wie SWB und Enercity die Gaspreise an. Aber nicht jeder erhebt die Umlage ab 1. Oktober 2022.

Hannover – Auch wenn die Bundesregierung die Mehrwertsteuer auf Gas senkt: Die Gasumlage ab 1. Oktober 2022, die schon jetzt erhöhten Preise und das, was noch kommen wird, wird die Bürgerinnen und Bürger über das Maß hinaus belasten. Die einzelnen Energieversorger in Bremen und Niedersachsen sind gerade dabei, ihre Gaspreise aufgrund der Gasumlage in der Energiekrise und zur Rettung der Gasimporteure anzupassen.

Rettung der Gasimporteure: Gasversorger in Niedersachsen und Bremen erhöhen die Preise

Die SWB AG in Bremen hebt den Gaspreis in der Grundversorgung deswegen zum 1. Oktober 2022 von 8,9 auf 11,78 Cent pro Kilowattstunde an, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Eine SWB-Sprecherin sagte, die entsprechenden Anschreiben und E-Mails an die Kunden würden schon seit Montag versendet. Die notwendigen Preisänderungsanzeigen in den Tageszeitungen seien am Donnerstag erschienen. Betroffen sind bei SWB demnach rund 140.000 Verträge.

Die regionalen Gasversorger in Bremen und Niedersachsen passen aufgrund der Gasumlage ab 1. Oktober 2022 die Preise an. (Symbolbild)

Das Unternehmen Enercity aus Hannover kündigte ebenfalls an, die Umlage schon zum 1. Oktober 2022 in den neuen Preis einfließen zu lassen. Die entsprechende Information in den Regionalmedien sollte am Freitag erfolgen. Enercity betonte darüber hinaus, auch die von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) angekündigte Mehrwertsteuersenkung auf Erdgas zum 1. Oktober 2022 an die Kunden weitergegeben zu wollen.

Gasversorger in Niedersachsen und Bremen erhöhen Preise: EWE in Oldenburg erhöht erst am 1. November

Der Energieversorger EWE aus Oldenburg erhebt die Gasumlage hingegen erst vom 1. November an von seinen rund 700.000 Erdgas-Kunden. Der für Oktober zu entrichtende Anteil der Umlage werde auf die übrigen beiden Monate des Quartals verteilt, erklärte ein Sprecher. Die Kunden würden fristgerecht darüber informiert.

Die Umlage bedeutet für Gaskunden eine erhebliche finanzielle Belastung. Allerdings kündigte Bundeskanzler Scholz an, im Gegenzug die Mehrwertsteuer auf Erdgas für die Dauer der bis Frühjahr 2024 geltenden Umlage von 19 auf 7 Prozent zu senken. (Mit Material der dpa)

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa

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