Gewerbegebiet in Gefahr: In Diepholz ist die Feuerwehr im Dauereinsatz

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Der Lehmder Mann ist wegen Hochwassers bis auf Weiteres gesperrt
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Der Diepholzer Süden ist massiv vom Hochwasser betroffen. Im Gewerbegebiet Masch setzt die Feuerwehr Hochleistungspumpen ein, damit die dort beheimateten Unternehmen keinen Schaden nehmen, und neben dem Lehmder Damm werden etliche weitere Straßen gesperrt.

Diepholz – Es ist ein Einsatz größeren Ausmaßes, der seit Dienstagabend im Diepholzer Gewerbegebiet Masch läuft. Weil das Hochwasser dort einige Betriebe bedrohte – vor allem die Firma Vensys – setzte die Feuerwehr Diepholz zwei Hochleistungfördersysteme ein. Diese wurden von der Betriebsfeuerwehr des Exxon-Mobil-Standortes in Voigtei sowie von der Feuerwehr Osnabrück gestellt.Auch Landwirte mit ihren eigenen Pumpen halfen. Bis zu 10 000 Liter pro Minute wurden so aus den Gräben im Gewerbegebiet in den naheliegenden Baggersee gepumpt. Darüber infiormierte Stadtbrandmeister Frank Schötz.

Die Feuerwehr war bereits am Dienstagabend zu Hilfe gerufen worden, weil sich die Lage auf dem Betriebsgelände der Firma Vensys zuspitzte. Seit Tagen hatte das Unternehmen schon mit eindringendem Wasser zu kämpfen, dann fehlte nur noch ein Zentimeter bis zur ersten Stromverteilung. Gefahr im Verzug!

Die Pumpen liefen die ganze Nacht, den kompletten Mittwoch und Schötz prophezeite eine Fortsetzung des „notfallmäßigen“ Einsatzes bis weit in den Donnerstag. Das Problem waren die überlasteten Gräben, über die Wasser aus der Hunte zurück ins Gewerbegebiet drückte. Alle vier Ortswehren der Stadt Diepholz waren im Einsatz, insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte beteiligt.

Im Verlaufe des Mittwochs sperrte die Stadt Diepholz diverse Straßen in der Graftlage und im Gewerbegebiet. Am Mittwochvormittag war der durch das Diepholzer Hochwassergebiet führende Lehmder Damm noch offen. Wer als Autofahrer aber nicht aufpasste, riskierte schon mal, mit dem Wagen in eine große Pfütze zu rauschen. Denn nach und nach eroberte das Wasser die Straße für sich. Die Stadt Diepholz reagierte und sperrte die Strecke bis auf Weiteres für den Verkehr. Später folgten weitere Straßen und Wege. Wegen des Hochwassers nicht befahrbar sind: Dieselstraße, Junkernhäusern, Moorstraße (von Dr. Jürgen-Ulderup-Straße bis Junkernhäusern-Brücke), Reessingstraße, Siemensstraße, Graftlage-Hemtewede, Huntebruchsweg, Skulpturenpfad, Eschholt, Porschestraße, Radweg parallel zur B51, Ossenbecker Straße (ab Falkenhardter Weg bis Quelleweg).

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