Aktuelle Schäden noch nicht benannt

Tausende Haushalte in Niedersachsen in Hochwasser-Gefahr: „Prävention nicht auf der Tagesordnung“

+
Hochwasser ist unter anderem in der Verdener Altstadt ein stetig drohendes Problem. (Archivbild)
  • schließen

Eine neue Auswertung zeigt, dass Tausende Adressen in Niedersachsen in Hochwasser-Risikogebieten liegen. Die Auswirkungen könnten verheerend sein.

Hannover/Verden – Eine Analyse des Versicherungsverbandes GDV zeigt, dass in Niedersachsen Tausende von Adressen in Hochwassergefährdungsgebieten liegen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gibt an, dass es sich um fast 24.000 der etwa 2,6 Millionen Adressen im Bundesland handelt, wie der GDV bekannt gab. Obwohl das weniger als ein Prozent ausmacht, drohen Schäden in Milliardenhöhe.

„Obwohl die Zahlen amtlich und öffentlich bekannt sind, steht Prävention nicht auf der politischen Tagesordnung, sondern nur die Debatte um die Einführung einer Pflichtversicherung gegen Naturgefahren“, kritisiert die stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach. „Aufgrund des Klimawandels und damit häufiger auftretenden Wetterextremen sind Schäden in Milliardenhöhe vorprogrammiert.“

Studie unterstreicht enorme Gefahr durch Hochwasser in Niedersachsen und dem Bund

Die betroffenen Adressen beinhalten Wohngebäude, landwirtschaftliche und öffentliche Einrichtungen sowie Geschäftsgebäude. Sie befinden sich in vorläufig gesicherten oder offiziell festgelegten Überschwemmungsgebieten oder in sogenannten Hochwasser-Gefahrenzonen. Die Studie unterstreicht die enorme Gefahr durch Hochwasser in vielen Teilen Deutschlands. Grün- und Ackerflächen und deren potenzielle Hochwassergefährdung sind in der Analyse nicht berücksichtigt.

In einigen Bundesländern ist der Anteil der Hochwassergefährdungsadressen höher – in Sachsen sind es fast drei Prozent, in Thüringen etwa 2,7 Prozent und in Rheinland-Pfalz zwei Prozent. In Schleswig-Holstein (0,16 Prozent), Hamburg (0,08 Prozent) und Berlin (0,04 Prozent) ist dieser Wert niedriger.

Landkreise Wolfenbüttel und Celle besonders großflächig von Hochwasser bedroht

In Niedersachsen sind laut Analyse im Landkreis Wolfenbüttel prozentual die meisten Adressen (4,6 Prozent) hochwassergefährdet, gefolgt von den Landkreisen Celle (4,6 Prozent) und Northeim (3,3 Prozent). In Niedersachsen hatte sich um den Jahreswechsel herum ein Hochwasser über große Teile des Bundeslandes ausgebreitet. Viele Wasserpegel waren einige Tage über der höchsten Meldestufe, und Hunderte von Bewohnern mussten zeitweise ihre Häuser verlassen.

Nach dem sogenannten Weihnachtshochwasser erwartet das niedersächsische Umweltministerium frühestens im März eine vorläufige Schadensschätzung. Ein Sprecher des Ministeriums teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass die Schadenshöhe noch nicht absehbar sei. Das Wasser – unter anderem an der Aller bei Verden – sei noch nicht vollständig abgeflossen und weitere Untersuchungen seien notwendig. In den letzten Tagen haben Behörden erneut vor Hochwasser an mehreren Flüssen gewarnt.

Die Landesregierung hatte Mitte Januar das Innenministerium beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium den Schaden zu ermitteln. Dabei werden unter anderem Schäden an Deichen und Straßen erfasst. Auch Verluste von Unternehmen, Landwirten und Haushalten werden registriert.

Hinweis: Der Redakteur Marvin Köhnken hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.

Kommentare