VonFabian Raddatzschließen
Akute Hochwasser-Gefahr im Norden. In Bremen und Hamburg wurden bereits Promenaden überschwemmt. Und es soll noch heftiger werden. Die Ereignisse im Live-Ticker.
Update, 14 Uhr: Die Hochwasser- und Sturmflut-Warnung für das Wesergebiet wurde aufgehoben. Laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) kann Entwarnung gegeben werden. Auch für Hamburg besteht aktuell keine Hochwasser-Gefahr mehr.
Wie das BSH mitteilt, ist die Gefahr aber noch nicht gebannt: „In der Nacht von Freitag zu Sonnabend wird das Hochwasser an der ostfriesischen Küste, im Weser- und Elbegebiet bis 1 Meter höher, in Emsgebiet etwa 1,5 m höher und an der nordfriesischen Küste 3 bis 5 Dezimeter höher als das mittlere Hochwasser eintreten.“
Warnung vor schwerer Sturmflut: Fischmarkt in Hamburg erneut überschwemmt
Update, 13 Uhr: Eine zweite Sturmflut hat den Hamburger Fischmarkt erneut unter Wasser gesetzt. Die Elbe schwappte am Mittag über die Kaimauer. Laut Reportern vor Ort steht das Wasser etwa knietief auf dem Platz und der Brücke zum Fähranleger. Der Pegelstand liegt dabei höher als in der Nacht.
Um 13.37 Uhr soll dann der Höchststand erreicht sein. Mit weiteren Überflutungen sei nicht zu rechnen, heißt es.
Heftiger Herbststurm zieht über Nord-Niedersachsen: Hochwasser-Lage verschärft sich
Update, 12 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt aktuell vor schweren Gewittern im Norden Niedersachsens. So müssen sich die Menschen etwa in den Landkreisen Diepholz, Verden, Rotenburg und Nienburg – so wie Bremen – auf Hagel, Blitze und starke Regenfälle einstellen. Dazu treten starke Windböen auf.
In der DWD-Warnung heißt es: „Lebensgefahr! Vereinzelt können beispielsweise Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Während des Platzregens sind kurzzeitig Verkehrsbehinderungen möglich.“
Es ist davon auszugehen, dass durch die Auswirkungen des Herbststurms die Hochwasser-Lage und Sturmflut-Gefahr im Norden noch einmal verschärft wird.
Sturmflut-Warnung im Norden: Erste Überschwemmungen in Bremen und Hamburg
Erstmeldung vom 24. November, 10 Uhr: Hamburg/Bremen – Ein schwerer Herbststurm und Regenmassen sorgen aktuell für Hochwassergefahr im Norden. Das BSH warnt in einer Mitteilung vom Freitagmorgen vor einer schweren Sturmflut an der Nordsee-Küste.
Aber auch im Landesinneren, an den großen Flüssen, gilt Hochwassergefahr. So ist in Bremen bereits in der Nacht zu Freitag Teile der Weser-Promenade Schlachte überschwemmt worden. Laut der BSH-Prognose könnte der Pegelstand der Weser auf 2 bis 2,5 Meter über dem mittleren Tidehochwasser ansteigen. Schwere Sturmflut-Gefahr!
Schwere Sturmflut-Gefahr im Norden: Hamburger Fischmarkt unter Wasser – Fähr-Verkehr an der Nordsee eingeschränkt
In Hamburg stand der Fischmarkt unter Wasser, wie 24hamburg.de berichtet. Der Pegel der Elbe sei laut der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) schon in der Nacht auf 3,62 über Normalhöhennull gestiegen. Mit Lautsprecheransagen fuhr die DLRG am Donnerstagabend durch die vom Hochwasser betroffenen Wohngebiete und warnte die Anwohner, ihre Fahrzeuge und Habseeligkeiten in Sicherheit zu bringen.
Deutlich mehr Wasser dürfte es in der Elb-Meteropole in den Mittagsstunden geben, dann rechnet das BSH mit Wasserständen von 3,87 bis 4,37 Metern. Das entspricht den Angaben zufolge etwa 1,75 bis 2,25 Meter über dem mittleren Hochwasser.
Aufgrund der Sturmwarnung und des Hochwassers sollten am Freitag einige Fähren zwischen den Nordseeinseln und dem Festland ausfallen oder erst später fahren, wie die Wyker Dampfschiffs-Reederei auf seinen Internetseiten mitteilte.
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