VonFabian Raddatzschließen
Wann wird der erste Schnee fallen? Ein Wetter-Experte hat einen ersten Blick in die Zukunft gewagt. Im Norden scheinen die Chancen am höchsten zu sein.
Niedersachsen – Bei den jetzigen Temperaturen fällt der Gedanke an Schnee noch schwer. Viel zu warm zeigt sich das Wetter Anfang Oktober. „Es ist der wärmste September seit 1881!“, sagt auch Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Der große Regen bliebe aus, das Mega-Hoch schiebt sich auch in den Oktober hinein, die Wetter-Woche beginnt spätsommerlich.
„Auch der Montag und der Tag der Deutschen Einheit könnten uns stellenweise viel Wärme oder gar Hitze bringen. Bis auf 30 Grad könnte sich die Luft im Südwesten von Deutschland erwärmen“, so Jung. Die kalte Jahreszeit lässt somit auf sich warten, bei der großen Feier zum Tag der Deutschen Einheit in Hamburg mit umfangreichem Programm können Besucher sich wohl auch über mildes Wetter freuen.
Dennoch hat der Wetter-Experte in einem Video einen ersten vorsichtigen Ausblick in die Wintermonate 2023/24 gewagt. Der dürfte vor allem Schnee-Fans enttäuschen.
Wetter-Experte wagt erste Schnee-Prognose für den Winter 2023/24: Eher Nässe als Schnee
Denn laut dem US-Wetterdienst NOAA könnte der Winter 1 bis 2 Grad zu warm ausfallen. Mehr noch: Er könnte einer der wärmsten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden. Darauf deuten die bis zu 2 Grad hin, mit denen der Winter über dem neuen Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020 liegen könnte.
Große Schnee-Hoffnungen sollten sich Winter-Fans in die kommenden Monate daher nicht machen. Statt weißer Schneepracht erwartet der Experte ein nasses und mildes Wetter, das vor allem im Süden und im Westen Deutschlands sogar noch nasser als gewohnt ausfallen kann. „Das spricht für die klassische West-Wind-Wetterlage“, sagt der Wetter-Experte.
Dennoch könne es vorkommen, dass in höheren Lagen Schnee falle.
Schnee in Niedersachsen: Wetter-Experte wagt erste Prognose – „Weiße Kleckse im Norden“
Vor allem der Dezember könne sich in Sachen Schnee schwertun, heißt es. Aktuelle Modelle zeigen, dass es um 1 bis 2 Grad zu warm werden könnte. Und auch der Januar drohe, „recht warm“ zu werden, so Jung. Besserung zeigten die Modelle erst im Februar – und dann auch nur im Norden.
„Hier sind zwei weiße Kleckse zu sehen“, so der Experte. Diese würden darauf hindeuten, dass der Monat an diesen Stellen „normal temperiert“ ausfallen würde, erklärt Jung. Einer der weißen Kleckse lasse sich im Raum Hannover, in Niedersachsen, verorten, der andere im nördlichen Teil Mecklenburg-Vorpommerns.
Vielleicht liegt die Hoffnung ja für alle Winterfreunde auf dem Spät-Winter.
Wintertemperaturen sind dabei aber nur die halbe Miete, um für Schnee zu sorgen. Es braucht auch Niederschlag – und der zeigt sich vor allem in den zu warmen Winter-Monaten davor. Die Niederschlags-Chancen für den Norden im Monat Februar schätzt Jung wiederum als „normal“ ein.
Ob das für Schneefall reicht? Jedenfalls scheinen die Chancen darauf in den beiden weißen Klecksen am höchsten zu sein. „Vielleicht liegt die Hoffnung ja für alle Winterfreunde auf dem Spät-Winter“, so Jung. In Stein gemeißelt sei das alles jedenfalls noch nicht.
Rubriklistenbild: © Taneèek David/dpa & Dominik Jung/wetter.net

