VonSebastian Petersschließen
Nach einem Wolfsangriff auf der Halbinsel Hahnöfersand gibt es nun eine neue Sichtung im Alten Land. Ein Landwirt hat den Wolf gefilmt, der offensichtlich auf Beutesuche war.
Jork – Im Alten Land, kurz vor der Obstbaumblüte, sorgt eine mutmaßliche Wolfssichtung für Unruhe. Ein Handyvideo, das in den sozialen Netzwerken geteilt wird, scheint einen Wolf zu zeigen, der zwischen Obstbäumen umherwandert, nur wenige Meter von mehreren Wohnhäusern entfernt.
Entdeckung eines Wolfes zwischen Obstbäumen und Wohnhäusern im Alten Land
Erst vor einigen Wochen machte ein Wolfsangriff auf der Halbinsel Hahnöfersand Schlagzeilen. Dort wurden vier Schafe offensichtlich von einem Wolf getötet und neun weitere verletzt. Nun gibt es eine weitere Wolfssichtung. Ein Landwirt hat am 3. April 2024 gegen 16 Uhr einen Wolf gefilmt, der zwischen Obstbäumen, kleinen Gräben und Wohnhäusern offensichtlich auf der Suche nach Beute war.
Das Tier schien sich durch den lauten Traktor und die Hupe nicht gestört zu fühlen. Der Wolf schaute zwar auf, flüchtete aber nicht. „Lässt sich gar nicht abschrecken“, kommentierte eine Zuschauerin unter das Video.
Ein Vorfall in Italien zeigt, wie gefährlich ein Wolf für den Menschen sein kann. Dort wurde eine Frau beim Spaziergang mit ihrem Hund von einem Wolf angegriffen. Der Wolf verletzte die Frau und erbeutete ihren Hund.
9000V Schutzzaun und Herdenschutzhunde sind nicht immer eine ausreichende Abschreckung für Wölfe
Es gibt verschiedene Schutzmaßnahmen für Schafherden, um einen tödlichen Wolfsangriff zu verhindern. Allerdings sind diese Maßnahmen nicht immer ausreichend, wie ein Wolfsangriff in Uelzen zeigte. Dort wurde ein Tier, trotz 9000V Schutzzaun und Herdenschutzhunden, von mehreren Wölfen angegriffen und getötet.
Laut Lotta Cordes, stellvertretende Pressesprecherin des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz, handelt es sich bei der jüngsten Sichtung im Alten Land um einen Jungwolf. Frau Cordes berichtete auf Nachfrage, dass bereits ein „Vor-Ort-Termin“ stattgefunden hat und erste Maßnahmen eingeleitet wurden. Mit Fotofallen soll der Jungwolf zunächst fotografiert werden.
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