- VonHarald Bartelsschließen
Die AfD plant eine Wahlparty in Sulingen, doch das Restaurant Dahlskamp sagt ab. Die Nachricht löst Erleichterung bei den Einheimischen aus.
Sulingen – Hat die Alternative für Deutschland (AfD) nach der Bundestagswahl Grund zum Feiern? Möglicherweise – aber zumindest in Sulingen hat sie dafür keinen Raum.
Der Kreisverband Diepholz der Partei, die den Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der Länder zufolge in Teilen als gesichert rechtsextrem gilt, hatte für Sonntagabend im Restaurant Dahlskamp einen Raum gebucht, um dort eine Wahlparty zu feiern – so war am Wochenende in Sulingen zu hören. Das Vorhaben bestätigt Inhaberin Inge Hertzer auf Nachfrage der Mediengruppe und betont: „Die ist abgesagt.“ Weiter will sie sich dazu nicht äußern.
AfD-Party in Sulingen fällt aus: Geplante Räumlichkeiten stehen nicht zur Verfügung
Die Nachricht von der geplanten Party mitten in Niedersachsen zur Bundestagswahl 2025 stieß im Mittelzentrum auf Entsetzen: „Das finden selbst in unserem beschaulichen Sulingen viele ganz, ganz schrecklich“, stellt Wiebke Wall fest. Sie selbst habe mit ihrem Mann Volker in dem Lokal bereits mehrfach Familienfeiern gefeiert, und auch für Vereine ist der Betrieb ein beliebter Versammlungsort, wie beide wissen: Wiebke Wall ist unter anderem Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Sulinger Land und stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbands Diepholz des Sozialverbands Deutschland (SoVD), ihr Mann steht dem TuS Sulingen vor und wirkt mit im Vorstand des Kreisverbands Diepholz der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Angesichts der vielen Verbindungen hätten beide das Gespräch mit Inge Hertzer gesucht, um ihre Bedenken zu äußern.
Die Nachricht der Absage nahmen Wiebke und Volker Wall mit Erleichterung auf: „Wir wollen alle gerne auch weiterhin zu Dahlskamp gehen, und damit ist das für uns abgehakt“, betont sie.
Alle Informationen zum Wahlkreis 33, zu dem auch Sulingen gehört, fassen wir in unserem Ticker zur Bundestagswahl aus der Region zusammen.