Gefährliche Lage

Explosionen in Chemiefabrik in Braunschweig: Polizei gibt Entwarnung

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In einem Industriegebiet in Braunschweig kämpft die Feuerwehr am Dienstagnachmittag (16. April) gegen die Flammen in einer Chemiefabrik.
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Die Feuerwehr muss in Braunschweig nach mehreren Explosionen die Brandbekämpfung in einer Lagerhalle unterbrechen. Gebäude im Umkreis wurden evakuiert.

Update vom 16. April, 20.04 Uhr: Am Abend gab die Polizei Entwarnung. „Es besteht keine Lebensgefahr mehr“, sagte ein Polizeisprecher. Die Einsatzkräfte vor Ort gingen ihm zufolge aktuell von keinen weiteren Explosionen aus. Auch die Evakuierung wurde aufgehoben. Insgesamt seien zwei Feuerwehrleute und drei Polizisten bei dem Einsatz verletzt worden.

Die Löscharbeiten würden noch die ganze Nacht andauern. Zu der genauen Brandursache in der Lagerhalle der Chemiefabrik wurden bislang keine Angaben gemacht.

Chemiefabrik steht in Flammen: Feuerwehr muss Löscharbeiten in Braunschweig unterbrechen

Erstmeldung vom 16. April: Braunschweig – In einem Braunschweiger Industriegebiet kommt es am Dienstagmittag (16. April) zu einem Großbrand. Bei dem brennenden Gebäude handelt es sich um eine Firma für die Entwicklung und Abfüllung von Aerosolen und Sprayprodukten. Es gab mehrere Explosionen, der Bereich um den Brandort ist weiträumig abgesperrt.

„In einem Umkreis von 500 Metern halten sich wegen der Explosionsgefahr keine Einsatzkräfte mehr auf“, sagte Christian Längle, Sprecher der Feuerwehr Braunschweig, am Nachmittag. Die Rauchentwicklung sei enorm. Auf dem Gelände befindet sich dem Feuerwehrsprecher zufolge auch ein Erdtank mit 29.000 Litern brennbarem Gas. „Die Lage kann aktuell als lebensgefährlich eingestuft werden“, sagte ein Polizeisprecher gegenüber der Braunschweiger Zeitung.

Feuerwehrmann verletzt – Brand wütet seit den Mittagsstunden

Ein Feuerwehrmann kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Nach Aussage des Betriebsleiters des betroffenen Unternehmens hätten sich alle Mitarbeiter rechtzeitig in Sicherheit gebracht, wie Längle mitteilte. Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten. Alle Gebäude in einem Umkreis von 500 Metern wurden evakuiert. Auch die Autobahn 39 wurde zwischen Rautheim und Cremlingen gesperrt, sowie beide A39-Kreisel an der Ausfahrt Sickte. Zudem wurden die Bundesstraße 1 sowie mehrere Landes- und Kreisstraßen in dem betroffenen Bereich gesperrt. 

Brand wütet seit Dienstagmittag in Braunschweiger Industriegebiet

Eine Sprecherin der Feuerwehr ist sich sicher: „Es wird hier noch mehrere Stunden gehen und es werden weiterhin noch Kräfte vor Ort bleiben“, sagte sie der Braunschweiger Zeitung.

Die Feuerwehr hatte die Flammen zunächst über mehrere Drehleitern bekämpft. „Es ist uns jedoch nicht gelungen, den Brand einzudämmen“, sagte der Feuerwehrsprecher. Die rund 200 Einsatzkräfte hätten sich dann zurückgezogen. „Wir haben Drohnen im Einsatz, dennoch ist wegen der starken Rauchbelastung kaum etwas zu sehen“, erklärte Längle. Die Feuerwehr wertet die Bilder aus und will dann die Brandbekämpfung mit Wasserwerfern wieder aufnehmen.

In Kopenhagen sorgte am Dienstag (16. April) auch der Großbrand eines historischen Gebäudes für Aufsehen. (asc/dpa)

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